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Die Netzfrauen und das Denunziantentum

Netzfrauen_hammer

Ursprünglich wollten wir den Titel „Die Netzfrauen und der Streisand-Effekt“ übernehmen, und zwar von Franks Gesammeltem Halbwissen. Eine Vorabsprache war erfolgt (nebenbei, es wäre doch einmal interessant zu erfahren, wie es die Netzfrauen mit solchen Nachfragen vor Textübernahmen halten, nicht wahr?). Zur Vorgeschichte können wir wohl getrost auf unsere vorherigen Blog-Beiträge verweisen (hier und hier). Wie wir wissen, wurde Frank für seine sachliche Kritik an den Netzfrauen der Verleumdung bezichtigt und es wurden, bleiben wir vorsichtig, „rechtliche Schritte“ gegen ihn angedroht. Aber immer wenn man denkt, der Gipfel der Absurdität ist erreicht, dann stellt sich heraus: das war ein Irrtum; es geht noch ein bisschen steiler. Frank schreibt am 25. April 2015 in unserer Kommentarspalte:

Frau Schreier hat mich gestern noch einmal angerufen. […] Sie erklärte mir: So! Das hätte ich nun davon. Sie hat alles der Polizei übergeben. Meinen Artikel und alles andere. Jetzt ginge es um die Beweisaufnahme wegen der Morddrohungen und wegen Verleumdung. Ich fragte sie, ob sie den Artikel eigentlich jemals selbst gelesen hätte, denn da stünde absolut nichts drin, was man mit Morddrohungen usw. in Verbindung bringen könnte. Es stellte sich heraus, dass sie das tatsächlich nie gelesen hatte, aber man hätte es ihr zugetragen, erklärte sie. Und nun sei alles bei der Polizei.

[Hervorhebung durch uns]. Das verschlägt uns die Sprache, und wir sind sonst nicht um Antworten verlegen.

Eine satirische Netzfrauen-kritische Facebook-Seite, die knapp 400 „Gefällt mir“-Angaben hatte, wird bei Facebook denunziert, sie verbreite Nacktfotos, und ist daraufhin von Facebook blockiert worden (man will schließlich keinen Ärger). Und auch Psiram wird es bald an den Kragen gehen:

L… M… Man sollte dann aber eine Meinung nicht als Fakten verbreiten, ich finds schade dass von Euch dann auch nur so Postings kommen die Psiram als die Idioten dastehen lassen, man könnte sich ja auch mit der inhaltlichen Kritik auseiandersetzen oder sie einfach ignorieren. Dieser Post ist doch auch nur ein nettes formuliertes f…. Euch Ihr Penner .
3 · 6 Std.
Netzfrauen Sorry, aber da kümmern sich nun andere drum.*

Wen hat sie da wohl beauftragt? Es gibt – zugegeben unsichere – Hinweise darauf, dass es eine Gruppe von ‚Infokriegern‘, ‚Reichsbürgern‘ und Rechtsextremen ist, die sich darum „kümmert“. Für diesen Fall wollen wir hoffen, dass diese Gruppe ihren Namen zu Recht trägt („bezahlte Trolle“), und dass es die Netzfrauen ein bisschen was kostet, denn dann wissen sie wenigstens, wofür sie die Werbeeinnahmen von Monsanto gebraucht haben. Aber vielleicht entdecken und verwerten sie auch die „Hardcore-Pornographie„, die wir verbreiten. Das bietet sich doch an, beim Thema „sachliche Kritik“.

Um zum Ernst der Sache zurückzukehren: Mag sein, dass wir alle zu naiv sind. Vielleicht hat das Vorgehen der Netzfrauen auch einen tieferen Sinn, der sich nicht sofort erschließt. Im Forum haben wir diskutiert, ob die Netzfrauen im Auftrag einer Agentur für virales Marketing handeln, die ein günstiges geistiges Umfeld für den Absatz beispielsweise von Produkten des Kopp-Verlages erzeugen soll. Die große Mehrzahl der „Texte“ von Blog und Facebook-Seite der Netzfrauen erzeugt auf rein emotionaler Basis ein diffuses Klima des Misstrauens, und kritische Nachfragen oder Richtigstellungen werden diffamiert. Da wären gelegentliche verbale Distanzierungen von solchen Unsinns-Schleudern in keiner Weise hinderlich, im Gegenteil. Weiteres Indiz für eine solche Agenda könnte der schnelle Aufstieg innerhalb von 2 Jahren auf über 100.000 Liker sein.

Obwohl das in der Tat auffällig ist, halten wir es aber letztlich nicht für übermäßig wahrscheinlich, dass der Netzfrauen-Auftritt derart überlegt ist. Dazu stellen sie sich einfach zu unbedarft an; für praktisch jeden grammatikalisch korrekten Satz lässt sich die Quelle der 1:1-Übernahme ergoogeln. Leicht verdientes Geld für professionelle Abmahner.

Wir fürchten, die “Gefällt mir” sind echt. Und das halten wir für das eigentlich Skandalöse an dem Vorgang im Speziellen und dem Phänomen „Netzfrauen“ im Allgemeinen.


* An dieser Stelle war ein Screenshot, der beim Psiram-Crash im Januar 2016 verloren gegangen ist. Diese Sequenz ist inzwischen von der Facebook-Präsenz der „Netzfrauen“ verschwunden; sie befand sich ursprünglich hier.

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  1. 29. April 2015, 23:31 | #1

    *Hämmert den Kopf rhythmisch auf die Tischplatte*

  2. lares
    29. April 2015, 23:54 | #2

    Ok, wenn das stimmt dann schlägt das dem Fass den Boden aus. Anzeige erstatten, aber den Artikel nicht einmal gelesen haben. Unglaublich.

    Aber ich finde diese Verdächtigungen mit den „bezahlten Trollen“ und dem viralen Marketing könnte man sich sparen. Sind schon ziemlich unsichere Hinweise, was ja auch im Artikel schon gesagt wird.

  3. Der weiße Ritter
    30. April 2015, 10:40 | #3

    Ich bin in der Gruppe „bezahlte Trolle“. Zum Trollen. Seit nunmehr 2 Wochen und sie merken es nicht. Und ich kann nur sagen, so oft, wie da in NS-Manie zum melden aller Fakten aufgerufen wird und denunziert wird, sind das im Artikel keine Behauptungen, sondern Schuldzuweisungen an die richtige Adresse.

  4. duester
    30. April 2015, 10:41 | #4

    Aber sie sind MÜTTER!!!

    Hiermit plädiere ich dafür, den „Streisand-Effekt“ durch den „Schreier-Effekt“ zu ergänzen: Ein so ungeschicktes Agieren im Hinblick auf berechtigte inhaltliche Kritik, dass man selbst den Fokus darauf lenkt, wie wenig man ernst zu nehmen ist. Lieber unbekannter Staatsanwalt, auf dessen Schreibtisch die Anzeige landet: Bitte nimm‘ dir die Zeit das Corpus Delicti eingehend zu prüfen, sprich „zu lesen“. Der Fairness halber muss man sagen, dass der Blogbeitrag keine leichte Kost ist: So sachlich, fundiert und anspruchsvoll!

  5. Abe
    30. April 2015, 11:33 | #5

    Man muss sich ja gar nicht so sehr an dieser Website abarbeiten. Das Denken, das dahintersteht, ist endemisch. Diese Netzmuttis zeigen das ja nur in Reinform. Also, militanter Zweig der GWUP, beschäftigt euch doch mal mit der Frage, warum das so, nicht immer mit dem Klein-Klein der jeweils angesagten Spinner. Diese spekulative Unterstellung, dass seien Büttel des Kopp-Verlags hat ja selbst schon eine verschwörungstheoretische Note. Natürlich verbreitet dieser ein Klima, aus dem solche Zöglinge wie Netzfrauen gedeihen, und natürlich hängen die auch mit Nazis, Reichsbürgern und anderen Esos herum – aber ja nur ideell, nicht organisiert. Diese ideellen Schnittmengen müssten auf den Begriff gebracht werden. Da reihen sich m.E. auch Pegida, Frühsexualisierungsgegner, Friedensmahnwachen und Antiimps nahtlos ein…

  6. ajki
    30. April 2015, 12:39 | #6

    Zur kritischen Betrachtung der Unterstellung einer Verbindung zum viralen Marketing:

    Da ich die Thematik im Zusammenhang aufgebracht habe, fühle ich mich ein bißchen verpflichtet, auf die Kritik auch zu reagieren.

    Soweit es mich selbst betrifft, kannte und kenne ich die die hier in Rede stehende Webseite nicht. Da vieles im Zusammenhang mit diesem Thema sich auf und um Facebook herum abspielt, bin ich selbst vollkommen aussen vor, denn ich benutze diesen Dienst nicht. Mich hat es ziemlich erstaunt (und das tut es noch immer), warum diese obskure Webseite überhaupt in den Fokus (hier bei Psiram) geraten ist – vor allem mit mittlerweile Wiki-Eintrag, *drei* Blogbeiträgen des Teams (oder einzelner Mitglieder daraus) und ellenlangen Vorüberlegungen im Forum. Ich finde das verwunderlich, weil nichts an dem seichten oder schrillen Kram etwas sehr besonderes ist oder etwas, was man nicht zuzeiten schon in ähnlicher oder noch (weit) schrillerer Form erlebt und besprochen hätte. Es gibt auch weissderhimmel schon überreichlich Beispiele für abgedrehte Desinformationsseiten im Wiki oder sonstwo. Die Aktivitäten der inkriminierten Seite stechen nicht in *besonderer* Form heraus aus den zigtausenden von Webseiten und Profilen, die irgendwelchen Unfug unkritisch verbreiten.

    Es gibt in der Forendiskussion, im Wiki-Beitrag und in den drei Blogbeiträgen einen gewissen Ansatz, den ich selbst auch bei solchen Dingen für fruchtbar halte, nämlich eine Untersuchung eines Gesamtproblems, für den ein Einzelfall prototypisch steht (die hier betrachtete Webseite also als Beispiel). Als Gesamtproblem wäre etwa die immer noch weiter zunehmende Verbreitung von irrationalen und abseitigen Nachrichten benennbar, die (wie Abe oben meiner Meinung nach richtig einordnet für viele Spielarten von Verbreitung gilt; Stichwort Filterblasen und Echokammern). Wiki-Artikel und Blogbeiträge sind aber meiner rein persönlichen Meinung nach nicht besonders gut als pars pro toto formuliert, zumindest könnte man das noch durchaus prägnanter machen (und es fragt sich doch sehr, ob die Altbekannten wie ASR, pi-news usw.usf. sich nicht ohnehin viel eher anböten). Es gibt (in meinen Augen leider) auch eine Vermutung, woher die Aufmerksamkeit ursprünglich überhaupt stammt (ein anderes Blog, in dem anscheinend einige Psiramistas aktiv sind) und was da eigentlich Stein des Anstosses ist (die Anmutung der „Frauen“-Vertretung samt den damit gerne verbundenen speziellen Themenkomplexen).

    Aus meiner persönlichen Sicht macht es nur einen gewissen Sinn, wenn man eine kritische Würdigung dieser Webseite in einen größeren Zusammenhang stellt – als „Projekt“ selbst ist das Ganze nicht wirklich interessant genug (wenn auch in seinen hysterischen Beitönen sicherlich für jede Menge Foren-Spott bizarr genug). Die hetzdings.org sind kein F.-„Mastermind“ (nach dessen eigenem Selbstverständnis), der im DesInfo-bizniz die Fäden zieht und ein würdiges „Feindbild“ abgibt.

    Es gibt in den Larifari-Inhalten der Webseite nur zwei Auffälligkeiten: erstens die hohen Zahlen der Zugriffe, Follower und Likes/Shares und zweitens die ausfällige persönliche Haltung der HauptkämpferIn für das Gute(tm). Der zweite Bereich ist für Esowatch/Psiram absolut nichts Ungewöhnliches – leider ist es im Gegenteil völlig üblich, dass Reichis, Esos, Cranks, Extremisten, Truther, Welterklärer aller Art sich immer und ständig angepisst zeigen, wenn man ihrem Kram auf den Zahn fühlt. Es ist sogar ein „schlechtes“ Zeichen, wenn das nicht der Fall ist nach Betrachtung – dann liegt der Verdacht nahe, dass man jemandem Falschen auf die Zehen getreten ist. Die Schwierigkeit liegt wie oftmals angemerkt in ähnlichen Fällen darin, dass man durchaus davon ausgehen darf/muß, dass es sich bei manchen betrachteten Fällen um Personen mit einem gewissen pathologischen Hintergrund handelt – da kann man aus weiter Ferne in der Regel nicht (genau) wissen, ob es kalte Abzocke oder schlichte mentale Derangiertheit ist.

    Dier erstgenannte Auffälligkeit jedoch war auch thematisch in den Blogbeiträgen von Belang (s.z.B. Titel „Das Geschäft mit der Angst“). Und es ging und geht nach meinem Dafürhalten in eine falsche Richtung (s. das Tagging mit „schlechtem Journalismus“). Wenn es eine sinnvolle Einbindung in ein Gesamtproblem gibt, dann ist es dasjenige der bewußten oder unbewußten viralen Massenverbreitung (von Unfug).

    Ich hoffe, ich habe deutlich machen können, warum ich das Thema „virales Marketing“ im Zusammenhang eingebracht habe.

  7. Sven
    30. April 2015, 13:36 | #7

    Ich finde den Blogeintrag an sich gut und informativ, allerdings halte ich ihn an manchen Stellen für zu Polemisch und Emotional für diesen Blog (Das ist mir schon häufiger aufgefallen)

  8. treberT ottO
    30. April 2015, 13:59 | #8

    Wir fürchten, die “Gefällt mir” sind echt. Und das halten wir für das eigentlich Skandalöse

    Fürchte ich auch. Und mir fällt dafür das Wort „bedrückend“ ein.

  9. Kasperl
    30. April 2015, 14:10 | #9

    Und das beste iiiiiist, Das Beste IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIST DAS BESTE IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIST!!!!!! Die dürfen an Wahlen teilnehmen, Kraftfahrzeuge führen Verträge abschließen und sich fortpflanzen.

  10. Mike
    30. April 2015, 15:13 | #10

    Also die Seite der Netzfrauen ist doch toll. Ich hab‘ mir da die Artikel über das Bienensterben durchgelesen. Der Eintrag in der Wikipedia mag richtiger sein, aber über Komplotte der Chemieindustrie zu lesen ist viel spannender. Illuminati habe ich auch gelesen, und wenn ich mich recht erinnere wurde im Vorwort sogar darauf hingewiesen, daß es das CERN wirklich gibt. Als Treuer Fan von RTL und SAT 1 verfolge ich jede Reality-Soap… und die Anwälte da haben wirklich eine eigene Praxis. Das hat sich dann bestimmt haargenau so abgespielt, ich schwör‘, das sieht man schon an der Kameraführung!

    Infotainment, Entertainment, Fakten und Fiktion gehen fließend ineinander über, wenn Quote und Klicks zählen bringt die langweilige Wahrheit weniger als die fette Schlagzeile. Da kann man sich auch mal die Artikel bei GMX oder jedem X-beliebigem anderen Portal anschauen, da gibt es auch oft Artikel die sich mit dem Schlagwort „Wissenschaft“ brüsten. Der gute Mann mit seiner Paläo-Ernährung letztens im Dritten Programm war auch TOTAL lustig, wer braucht schon den Pollmer als Experten daneben. Hauptsache man verfüttert Insekten!

    Aber mal im Ernst: Keine Ahnung ob die Nachfrage nach Trash-Journalismus das Angebot bestimmt oder ob durch den ganzen Müll in den Medien erst die Nachfrage geschaffen wurde, aber ich persönlich habe mich daran gewöhnt. Auch die Medienlandschaft wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

    Frau S. braucht vermutlich die Aufmerksamkeit, die hat sie jetzt, und wenn sie die mit „Mütter, Mütter“ geifern bekommt wird sie sicher erstmal weitermachen. Ich glaube die Netzmammis entsprechen einfach dem Zeitgeist.

    Für Frank von Frank’s Halbwissen freut es mich sogar, daß sein blog mehr Aufmerksamkeit bekommt.

  11. duester
    30. April 2015, 15:46 | #11

    Für Frank von Frank’s Halbwissen freut es mich sogar, daß sein blog mehr Aufmerksamkeit bekommt.

    +1

    Gerade in dem Fall war der Blogbeitrag so interessant, dass sogar ich Naturwissenschaften-Nulpe dabei geblieben bin. Und da ist dann vllt. auch egal, ob die Netzfrauen selbst jetzt bei den durchgeknallten Seiten vorne mitspielen – die Widerlegungen sind viel spannender und informativer (kommt hier bei Psiram ja auch immer wieder vor).

  12. 1. Mai 2015, 09:31 | #12

    Unglaublich!

  13. Guildenstern
    1. Mai 2015, 10:28 | #13

    Das ganze ist nichts weiter als ein überaus raffinierter Plan, Frank mehr Traffic zu besorgen. Die Netzfrauen sich Agenten von Psiram.

  14. 1. Mai 2015, 19:45 | #14
  15. SaschaPascal
    3. Mai 2015, 14:58 | #15

    Keine Sorge, die kommt nicht weit. Die Beamten heften das ab und das wars.

    Hatte ich selbst mal, dass mir ein Anwalt ans Bein pissen wollte wegen einem 5 Jahre alten Beitrag über Talk2Move (die waren wohl sauer, weil mein Artikel damals sogar vor ihrer eigenen Homepage bei Google erschien) und irgendwer einen ekligen Kommentar einstellte, den ich zwar nicht schnell, aber doch sobald ich davon Wind bekam löschte.

    Nach dem dritten Brief, wo mir dieser Anwalt mit Gericht drohte, würde ich den Artikel nicht runternehmen (habe ich nie getan und es kam nie wieder was), schrieb ich ihm nur, dass a. seine Behauptungen bezüglich meiner Haftung falsch sind, da ich alles vom Gesetz verlangte gemacht habe, dass der Inhalt des Artikels und die noch bestehenden Kommentare nie von t2m beanstandet wurden und dass es doch sehr schlecht aussehen würde für eine Firma, die mit AI als Kunden wirbt, wenn sie nen kleinen Kritiker mundtot machen will.

    Kam nie was nach, solche Leute wie die Schreier schreien halt viel, haben aber wenig zu bieten.

  16. Andreas K.
    4. Mai 2015, 18:02 | #16

    Die Alarmkreische Doro S. legt schon wieder los:
    Netzfrauen: „die Cambridge-Universität gehört Monsanto – sagt eigentlich schon alles“ und die „Universität in Edinburgh“ ist auch böse.
    https://www.facebook.com/Netzfrauen/posts/990741404272176

  17. mossmann
    5. Mai 2015, 13:56 | #17

    solche Kleinkriege (via log, Forum etc) mit Eso-Spinnern sind reine Energieverschwendung (sic!) … ne im Ernst, ich finde s auch teilweise etwas zu sehr emo. Erinnert mich an den Kleinkrieg mit der Relativitäts-Tuse. Bringt doch nix.

  18. kopfkratz
    5. Mai 2015, 16:46 | #18

    Mir verleiht die Seite ein Glücksgefühl. Ich fühle mich immer wieder klüger als die Autorin.

    Beispiel:
    „Ein Mann musste wegen Speicherung von Regenwasser ins ‪#‎Gefängnis‬.“ Dazu ein Bild von 2 Regentonnen.

    60 Sekunden Recherche später:
    Die Story ist schon ein paar Jahre alt und der Typ hat 50 Millionen Liter gespeichert. Nur zum Vergleich: Ein Würfel mit 37m Kantenlänge, gefüllt mit Wasser!

    Die Strafe hat er nicht wegen Regenwasser kassiert, sondern z.B. wegen der sechs Meter Dämme, die er errichtet hat.

    Die Schlagzeile ist einfach B*llsh*t.

    Was soll man sagen: Ein Erfolgserlebnis jagt das Andere. Die Seite ist super!

  19. Rainer Zueni-Smous
    5. Mai 2015, 20:14 | #19

    @Kasperl: Deine Aufzählung ist unvollständig. Das wirklich beängstigende fehlt noch: Die dürfen auch gewählt werden und somit Stadträte, Bürgermeister, Abgeordnete oder Minister werden! Und damit als Angehörige der Legislative Gesetze und Verordnungen erlassen!

  20. Gisander
    6. Mai 2015, 12:09 | #20

    kopfkratz :Mir verleiht die Seite ein Glücksgefühl. Ich fühle mich immer wieder klüger als die Autorin.
    Beispiel:“Ein Mann musste wegen Speicherung von Regenwasser ins ‪#‎Gefängnis‬.” Dazu ein Bild von 2 Regentonnen.
    60 Sekunden Recherche später:Die Story ist schon ein paar Jahre alt und der Typ hat 50 Millionen Liter gespeichert. Nur zum Vergleich: Ein Würfel mit 37m Kantenlänge, gefüllt mit Wasser!
    Die Strafe hat er nicht wegen Regenwasser kassiert, sondern z.B. wegen der sechs Meter Dämme, die er errichtet hat.
    Die Schlagzeile ist einfach B*llsh*t.
    Was soll man sagen: Ein Erfolgserlebnis jagt das Andere. Die Seite ist super!

    Ja, und die Empörungsstory mit dem Wasserhamster wird seit 2012 gerne auf den notorischen rechtsesoterischen bis rechtsverschwörungstheoretischen Portalen herumgereicht. Irgendwann mussten die Netzfrauen da wohl auch drauf stoßen.

  21. duester
    6. Mai 2015, 16:00 | #21

    kopfkratz :Mir verleiht die Seite ein Glücksgefühl. Ich fühle mich immer wieder klüger als die Autorin.

    Du Glücklicher. Die gleiche Erkenntnis bringt mich eher dazu, in die Tischkante beißen zu wollen. Ich hab jetzt mal reingeklickt und so viel … äh … kognitive Überforderung macht mich regelrecht aggressiv. Wie kann man nur auf die … äh … kognitiv überforderte Idee kommen, die Gebühren für versiegelte Flächen als unsinnige Steuer zu brandmarken? Das Haus, in dem ich wohne, steht auf einem Parkplatz – und genau diese Gebühr ist einer meiner liebsten Posten in der Nebenkostenabrechnung, weil mir diese riesige asphaltierte Fläche ein Graus ist. Ist der Schreierin klar, dass man die Gebühr nicht zahlen müsste, wenn man anstelle des Parkplatzes z.B. ein Biotop anlegt und so das Regenwasser tatsächlich nutzt, anstatt die öffentliche Leistung der Kanalisation in Anspruch zu nehmen? Die logischen Lücken und Widersprüche, die sich bei dieser … äh … kognitiven Überforderung auftun, machen mich zum reinsten intellektuellen Snob, der fortan das Wahlrecht an ein paar simple Logiktests koppeln möchte.

  22. Martin
    7. Mai 2015, 13:02 | #22

    @Andreas K.
    Die Dame ist meines Erachtens einfach nur -im pyschologischen Sinne- krank.

  23. Abe
    7. Mai 2015, 15:21 | #23

    Analog zu der Diskussion über Ryke Geerd Hamer: Es ist doch völlig wurscht, ob eine Betreiberin nun irgendwie psychisch krank sein mag. Als ob so ein Internet-Fern-Psychogramm irgendwelche Erkenntnis nach sich zöge. Die Seite ist ja relativ populär, der Gedankenmüll, der dort verbreitet wird, ist also endemisch. Die Leser werden wohl kaum alle ‚im psychologischen Sinne krank‘ sein, sondern da wird ein sehr gesundes Bedürfnis befriedigt.

  24. Hannes
    25. Mai 2015, 19:56 | #24

    Bitte nicht pauschalieren! Nicht alles, was bei Netzfrauen gepostet wird, ist Blödsinn. Und über Nestlé und Monsanto gibt es genug Negatives im Netz. Warum ihr diese beiden Konzerne vehement verteidigt ist mir ein Rätsel.

  25. Hannes
    25. Mai 2015, 20:07 | #25

    Aus eurer FAQ: „Es ist uns klar, dass Anonymität erstmal der Glaubwürdigkeit nicht dienlich ist.“ –> Stimmt!

    Und auch für euch gilt die Impressum Pflicht! Das was ihr momentan als „Impressum“ führt, ist nicht ausreichend.

  26. pelacani
    25. Mai 2015, 21:35 | #26

    Hannes :

    Nicht alles, was bei Netzfrauen gepostet wird, ist Blödsinn.

    Selbst wenn das stimmen würde: na und?

    Hannes :

    Warum ihr diese beiden Konzerne vehement verteidigt ist mir ein Rätsel.

    Mit keinem Wort kritisieren oder verteidigen wir „diese beiden Konzerne“, von denen übrigens völlig unklar ist, was sie von anderen x-beliebigen Konzernen unterscheiden soll. Klassischer Fall von Fehlwahrnehmung. Eine naheliegende Arbeitshypothese: wenn man die Welt nur vom eigenen Standpunkt aus sieht und diesen für identisch mit der absoluten Wahrheit ™ und mit dem Guten ™ hält, dann ergibt sich zwangsläufig: „Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns“, und derjenige ist dann auch böse ™.

    Hannes :

    Das was ihr momentan als “Impressum” führt, ist nicht ausreichend.

    It’s not a bug, it’s a feature.

  27. Groucho
    25. Mai 2015, 22:16 | #27

    Wir schalten übrigens im Gegensatz zu den Netzfrauen keine Werbung für Monsanto oder Nestlé.

  28. kopfkratz
    27. Mai 2015, 17:31 | #28

    Hannes :
    Nicht alles, was bei Netzfrauen gepostet wird, ist Blödsinn.

    Stimmt. Manche Artikel sind völlig korrekt. Bei diesen Artikeln ist es sehr traurig, wie sich andere Medien bei den Netzfrauen bedienen. z.B.:

    „Vor Helgoland liegt ein mit Düngemitteln beladenes Schiff führerlos in der Nordsee. Eine Gefahrenmitteilung wurde heraus gegeben. 30 km westlich von Helgoland brennt die 192 m lange Purple Beach. Noch ist unklar, ob es sich um ein Feuer im Laderaum oder eine chemische Reaktion der geladenen Düngemittel handelt. …“

    Googelt man die Sätze, so stellt man fest, dass sich an diesen Sätzen Der Spiegel, die FAZ, der NDR und cn-online hemmungslos bedient haben. Vor allem cn-online. Pfui. Ganze Absätze 1:1 abzukupfern! Pfui.

    Wobei die Netzfrauen auch nicht sehr kreativ sind, da einige Sätze im Text doppelt vorkommen. Als hätte jemand beim zusammenkopieren nicht mehr gewusst, was er schon kopiert hat.

  29. jolietjake
    1. Juni 2015, 06:51 | #29

    Hannes :
    Und auch für euch gilt die Impressum Pflicht! Das was ihr momentan als “Impressum” führt, ist nicht ausreichend.

    Immer wieder amüsant, wenn anonyme User Anonymität kritisieren.

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