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Russischer Überfall auf die Ukraine 2022

2. März 2022 25 Kommentare

Putin denazifiziert die Ukraine (so die offizielle Sprachregelung), in dem er Babi Jar bombardiert.

Außenminister Lawrow sagt, der 3. Weltkrieg wäre ein Atomkrieg, der das Ende der Menschheit bedeuten würde.

Man könnte sich fragen: warum erwähnt er diese Selbstverständlichkeit? Das ist seit Hiroshima und Nagasaki bekannt. Muss das als eine Drohung verstanden werden, genauso wie Ulbricht den Mauerbau angekündigt hat? Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Wenn, dann ist es eine Drohung aus Frustration.

Zoya Sheftalovich, geboren in der Ukraine, schreibt:
Aber bisher ist es nicht so sehr ein Kampf aus der Entfernung gewesen. Es ist ein Krieg von Angesicht zu Angesicht. Und es ist schwer, sich daran zu erinnern, dass die ukrainische Großmutter, die aussieht wie deine russische Großmutter, mit einem Kopftuch ums Gesicht und mit Tränen in den Augen, ein NATO-Agent ist.
Und diese ukrainische Großmutter, in dieser ukrainischen Stadt, in der vielleicht deine eigene Großmutter geboren ist, sie fragt dich: „Was tust Du hier?“ Sie sagt, du sollst nach Hause gehen. Und RT hat dich darauf nicht vorbereitet.

Es ist schwer, Babuschka kaltblütig zu erschießen.

https://twitter.com/zoyashef/status/1498797624203554816

Klar, ein Bomberpilot kann sich einbilden, er kämpfe gegen die Nazis. Aber darauf hat die russische Propaganda die Soldaten nicht vorbereitet; sie wurden darauf gepolt, dass sie als Befreier begrüßt werden. Um diesen Krieg zu gewinnen, brauchen die Russen eine Landsknechtmoral. Dieser Krieg wird nicht nur auf dem Schlachtfeld entschieden.

Hier einer von Putins Denazifizierern, der das Vorbild der Armee sein muss: Dmitri Walerjewitsch Utkin [WP], Gründer der „Gruppe Wagner“, ein Mann fürs Grobe.

Utkin war anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Tapferkeitsorden am 9. Dezember 2016 Gast bei einem Empfang im Kreml und wurde mit dem Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, fotografiert. Inzwischen gibt es Grund für die Annahme, dass er auf der Jagd nach Selenskyi ist (hier).

Und es gibt inzwischen mehrere Videoclips, wie Ukrainer Panzer aufhalten, mit nichts bewaffnet als ihrer Furchtlosigkeit.

Slawa Ukraini!

 

Russlands Polizei mag keine Spaghettimonster

28. August 2013 18 Kommentare

Es wäre ja zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wäre, wenn ein Polizist mit lächerlicher Kopfbedeckung einen Mann mit Nudelsieb auf dem Kopf durchschüttelt:

pastafari

 

Der Screenshot stammt aus folgendem Video vom „Marsch der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters„, bei dem etwa hundert fröhliche junge Leute in Piratenkostümen und mit Nudeln behängt den göttlichen Gedanken eines Biervulkans feierten. Und offensichtlich zumindest am Anfang eine Menge Spaß hatten.

Die russischen Pastafari hatten dazu geladen, die Gründung der ersten entsprechenden religiösen Gruppe in Moskau/Russland zu feiern, was aber auf einige Missgunst stieß.

Orthodoxe Christen der Gruppe БОЖЬЯ ВОЛЯ (Gottes Wille) hatten etwas an dem Marsch auszusetzen und drängten laut Anwalt der Pastafari die Polizei zum Einschreiten; diese hatte der Marsch vorher nicht interessiert. Gemeinsam mit der Polizei ging „Gottes Wille“ dann gegen den Marsch vor.

Dabei wurde tatsächliche Blasphemie begangen: Ein orthodoxer Christ bespritzte nämlich einen Pastafari mit Ketchup. Nudeln mit Ketchup? Das geht gar nicht. Haben diese Menschen denn keine Scham?

Acht Mitglieder der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters wurden verhaftet, da sie eine nicht genehmigte Versammlung abhielten, worauf eine Geldstrafe bis zu 30.000 Rubel steht (ca. 680 Euro). „Gottes Wille“ beschuldigt die Anhänger der großen Nudel allerdings noch, ihre religiösen Gefühle verletzt zu haben. Wenn ein Gericht dieser Argumentation folgt (was hoffentlich nicht der Fall ist), kann das bis zu drei Jahre Gefängnis bedeuten.

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