Die Heute-Show über Chemtrails

25. Mai 2015 4 Kommentare

Die Heute-Show begab sich für einen Bericht auf die Spuren der Chemtrails und interviewte Teilnehmer einer entsprechenden Demo. Am klügsten stellt sich dabei auf jeden Fall derjenige an, der sich weigert, mit der Lügenpresse zu reden. Denn es ist klar, dass Chemtrail-Anhänger auf jeden Fall eines vermeiden sollten: Den Mund aufzumachen!

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Goldener Reis – Fluch oder Segen? Ein Faktencheck

22. Mai 2015 3 Kommentare

Vor kurzem hat uns jemand von “March against Monsanto” auf einen Text hingewiesen, der uns über Goldenen Reis sozusagen aufklären soll. Eine österreichische Politikerin hat einen Text mit dem Titel Goldener Reis – Fluch oder Segen? geschrieben.

Nun, wir haben ihn gelesen und ein paar Anmerkungen. Leider sind gar keine Quellen angegeben, nicht einmal eine Jahreszahl, von wann der Text stammt. Wir zitieren im Folgenden einige Passagen in der im Text vorkommenden Reihenfolge.

Weltkarte mit farbiger Darstellung der betroffenen GebieteVitamin A ist essentiell für die menschliche Gesundheit, darunter für Wachstum, Sehschärfe und Immunsystem, aber Vitamin-A-Mangel betrifft laut WHO immerhin 190 Millionen Vorschulkinder weltweit.

Dank der Anstrengungen von Hilfsorganisationen wie UNICEF und der Helen-Keller-Foundation werden inzwischen jedes Jahr über 500 Millionen Vitamin-A-Kapseln verteilt (2005: 520 Millionen), um die Auswirkungen zu lindern.

Die Erfolge sind klar dokumentiert: laut einem Cochrane Review wurde durch die Supplementierung mit Vitamin A die Kindersterblichkeit um 24% gesenkt!

Golden Rice hat zum Ziel, Supplementierung unnötig zu machen und der erwähnte Text kritisiert ihn heftig. In der Einleitung wird dazu Folgendes angemerkt:

Arme Menschen sollen kostenlos Provitamin-A-hältigen Reis, der auch noch Eisen enthält, bekommen. Sicher ist das ein kleiner Beitrag zur Verbesserung ihrer Gesundheit. Und sie haben nicht einmal darum gebeten. Aber vielleicht hätten sie um ganz etwas anderes gebeten, wenn man sie gefragt hätte.

Die Frage erscheint uns zynisch. Arme Menschen haben zweifellos noch weitere, tägliche, brennende Sorgen, werden das oben verlinkte Cochrane Review nicht gelesen haben und sich daher wohl kaum Gedanken um den Vitamin-A-Gehalt ihrer Nahrung machen. Sie wissen nur, dass ihre Kinder Sehschwächen bekommen und oft krank werden. Mehr…

Goldener Reis: Vandana Shiva versus Prof Hans-Jörg Jacobsen

13. Mai 2015 37 Kommentare

Junge Frau die auf einem Auge erblindet ist. (Quelle: The present status of Golden Rice, Dubock 2014

Junge Frau die auf einem Auge erblindet ist. (Quelle: The present status of Golden Rice, Dubock 2014)

Vitamin-A-Mangel betrifft etwa ein Drittel aller Kinder unter 5 Jahren: jedes Jahr erblinden 250.000 bis 500.000 Kinder deswegen.

Und das, obwohl Organisationen wie UNICEF und die Helen Keller Foundation seit den 1990ern jedes Jahr 500 Millionen Vitamin-A -Kapseln verteilen (Kostenpunkt zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde US Dollar). Die Kosten tragen vor allem Hilfsorganisationen der USA und Kanada (siehe auch Global Alliance for Improved Nutrition)

Um dieses Problem anzugehen, wurde die Idee geboren, Reis zu schaffen, der Vitamin A zur Verfügung stellt, ähnlich wie Karotten. Die Bauern in Asien könnten ihn anbauen und würden damit zu Selbstversorgern, was Vitamin A angeht; sie wären nicht mehr von den Kapseln der Hilfsorganisationen abhängig oder müssten die Erblindung ihrer Kinder hilflos hinnehmen.

Dennoch lehnen Kritiker den Goldenen Reis ab, wobei es dafür nur einen einzigen Grund gibt: Er ist ein Produkt der Gentechnik.
Wenn Ideologien herrschen, sind Menschenleben nun einmal zweitrangig.

In einem BBC-Interview wurden vor kurzem die indische Philosophin Vandana Shiva, die sich selbst als Quantenphysikern bzw. Kernphysikerin bezeichnet, und der deutsche Biologe Prof. Hans-Jörg Jacobsen zum Thema befragt.

Auch in Indien, der Heimat von Frau Shiva, leiden etwa 62% der Schulkinder unter Vitamin-A-Mangelohne nennenswerte Verbesserung in den letzten 35 Jahren

Wir halten, ebenso wie Prof. Jacobsen, wenig von Vandana Shiva. Sie schmückt sich mit Bezeichnungen wie Quantenphysikerin oder „one of India´s leading physicists“ (eine von Indiens führenden Physikerinnen), hat aber tatsächlich nur einen Doktortitel in Philosophie und kann kaum Tätigkeiten im Bereich Physik vorweisen.

Ihre Arbeit in der Physik beschränkt sich darauf, als 21jährige in einem Kernkraft-Forschungszentrum gearbeitet zu haben, bis ihre Schwester ihr dann erklärte, dass Radioaktivität gefährlich sei … Mehr…

Brooke „Medicine Eagle“ Edwards – Plastikschamanin mit 40 Jahren Erfahrung im Abzocken

10. Mai 2015 4 Kommentare

Edwards gehört zu den Plastikschamanen, die seit Jahrzehnten im Geschäft sind und wurde so oft als Plastik entlarvt, dass eigentlich jeder Bescheid wissen sollte. Ein Beispiel ist ihre Erwähnung in einer Resolution des American Indian Movement, die 1984 auf der National Leadership Conference verabschiedet wurde, in der Edwards treffend als Brooke „Medicine Ego“ bezeichnet wird. Leider hat bisher nichts dazu geführt, dass sie ihr Geschäft aufgeben muss, daher kommt sie in diesem Jahr nach Europa (Malta, Spanien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien) und schaut sich hier nach weiteren Schäfchen um, die sie mit Workshops, Seminaren und „Schamanischen Konferenzen“ scheren kann. Edwards wird auch Damanhur aufsuchen – eine Sekte, die sich als ökologisch ausgerichtete „intentional community“ bezeichnet. In Deutschland wird sie an einem sogenannten „Medicine Wheel-Treffen“ teilnehmen, das vom Bärenstamm organisiert wird, der vom Plastikschamanen Vincent LaDuke alias Sun Bear gegründet wurde.

Edwards unterhält seit ca. 30 oder 40 Jahren gute Verbindungen zum Bear Tribe und hat bereits mit LaDuke und dem Bear Tribe in den USA zusammengearbeitet. Das in der Esoterikszene beliebte Medizinrad, das auch Edwards einsetzt, ist weitgehend eine Erfindung von LaDuke, die er auf sein zahlungskräftiges weißes Klientel abstellte.

Beim Treffen des Bärenstamms wird Edwards auch Francis Talbot alias Manitonquat oder Medicine Story treffen, der sich als Ältester und Medizinmann der Wampanoag ausgibt. In den USA haben indigene Aktivisten jahrelang versucht, die Behörden davon zu überzeugen, dass Talbot nichts von all dem ist, da mehrere Gefängnisse ihn Zeremonien für indigene Häftlinge durchführen ließen. Er kommt regelmäßig zu Sommercamps nach Europa und arbeitet mit dem ZEGG, Tamera und Findhorn zusammen. Mehr…

Masern und Keuchhusten Opfer in den USA 1880

7. Mai 2015 6 Kommentare

Wenn man heute über die Masern oder Keuchhusten liest, ist es ja zumeist weit weg. Diese Krankheiten sind durch Impfungen zur Seltenheit geworden. Damit das so bleibt, ist es notwendig, dass hohe Impfraten aufrechterhalten werden.

Zur Verdeutlichung lohnt immer wieder ein Blick in die Geschichte, in der online zu findenden David Rumsey Map Collection befinden sich auch 2 Karten der USA, in der die Todesfälle durch Keuchhusten bzw. Masern eingezeichnet sind.

In der Kartensammlung von Rumsey hat man auch Metadaten, Zoom, Export etc. zur Verfügung und kann natürlich in weiteren interessanten Karten/Scans aus dem 19. Jahrhundert schmökern. Durch Klick wird eine Seite mit dem vollen Bild geöffnet, es hat 7,6 MB und 5611×6244 Pixel. Dieses Bild in der David Rumsey Kartensammlung.

Diagramm der USA mit eingezeichneten Todesraten durch Keuchhusten und Masern pro Bundesstaat

Tote durch Masern und Keuchhusten 1880 in den USA nach Bundesstaat. (Quelle: David Rumsey Map Collection)

Interessant ist übrigens auch die Todesstatistik von 1900, in der aufgeschlüsselt ist, an welchen Krankheiten die Menschen damals starben. Die Liste wird angeführt von “Consumption”, womit die Schwindsucht, die Tuberkulose, gemeint ist. Danach gleich die Lungenentzündung. In heutigen Statistiken kommen diese Ursachen kaum mehr vor. (Anmerkung: Wenn ein Krebskranker an Lungenentzündung stirbt, wird als Ursache der Krebs gewertet.)

Herzkrankheit, an dritter Stelle in der Liste von damals, ist mittlerweile die führende Todesursache. Die Infektionskrankheiten der “guten, alten Zeit” sind durch Errungenschaften wie Hygiene und Impfungen anderen Krankheiten gewichen.

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Lebenserwartung im Lauf der Zeit

3. Mai 2015 66 Kommentare

Wenn man über Statistiken zur Lebenserwartung spricht und erklärt, dass die Menschen früher 40 Jahre und heute 80 Jahre alt werden, kommt meist schnell der Hinweis: “Ja, aber das doch nur, weil die Kindersterblichkeit gesunken ist!”

Es stimmt zweifellos: früher war es richtig gefährlich, ein kleines Kind zu sein. Mit ein Grund, warum Eltern so viele Kinder hatten: Es war nicht sicher, wie viele davon das Erwachsenenalter erreichen. Hatte man das erste Jahr, die ersten 5, die ersten 10 geschafft, durfte man auch vor Jahrhunderten schon ein längeres Leben erwarten. Allerdings: kein so langes Leben wie heute!

Max Roser von der Universität Oxford hat in einem interessanten Diagramm die Lebenserwartung im Vereinigten Königreich nach Alter aufgeschlüsselt.

Diagramm der Lebenserwartung nach Alter seit 1701

Und wie man sieht, hatte ein Kind bei der Geburt 1845 eine Lebenserwartung von 40 Jahren. Aber ein 5-jähriges Kind hatte bereits eine Lebenserwartung von 55 Jahren. Man sieht sehr eindrucksvoll, wie gefährlich und oft kurz das Leben eines kleinen Kindes damals war.

Auf der anderen Seite durfte ein alter Mensch, der die 70 erreicht hatte, mit weiteren neun Lebensjahren rechnen.

Springt man nach vorne, ins Jahr 2011, sieht man, wie wunderbar sich Lebenserwartung und Kindersterblichkeit entwickelt haben. Ein Neugeborenes wird fast sicher überleben und darf damit rechnen, ein Alter von 81 Jahren zu erreichen. Aber auch für den 70-jährigen hat sich einiges getan: dieser kann mit weiteren 16 Lebensjahren rechnen.

Sehr interessant ist auch, wie nah das erwartete Alter zusammen liegt. Baby und Greis liegen nur 5 Jahre in der Lebenserwartung auseinander. Das Leben mag eine chronische Krankheit sein, die mit dem Tod endet. Aber der Tod darf heute etwas länger warten als früher. Und zwar auf alle – ob jung, ob alt!

Die Netzfrauen und das Denunziantentum

29. April 2015 28 Kommentare

Netzfrauen

Ursprünglich wollten wir den Titel “Die Netzfrauen und der Streisand-Effekt” übernehmen, und zwar von Franks Gesammeltem Halbwissen. Eine Vorabsprache war erfolgt (nebenbei, es wäre doch einmal interessant zu erfahren, wie es die Netzfrauen mit solchen Nachfragen vor Textübernahmen halten, nicht wahr?). Zur Vorgeschichte können wir wohl getrost auf unsere vorherigen Blog-Beiträge verweisen (hier und hier). Wie wir wissen, wurde Frank für seine sachliche Kritik an den Netzfrauen der Verleumdung bezichtigt und es wurden, bleiben wir vorsichtig, „rechtliche Schritte“ gegen ihn angedroht. Aber immer wenn man denkt, der Gipfel der Absurdität ist erreicht, dann stellt sich heraus: das war ein Irrtum; es geht noch ein bisschen steiler. Frank schreibt am 25. April 2015 in unserer Kommentarspalte:

Frau Schreier hat mich gestern noch einmal angerufen. […] Sie erklärte mir: So! Das hätte ich nun davon. Sie hat alles der Polizei übergeben. Meinen Artikel und alles andere. Jetzt ginge es um die Beweisaufnahme wegen der Morddrohungen und wegen Verleumdung. Ich fragte sie, ob sie den Artikel eigentlich jemals selbst gelesen hätte, denn da stünde absolut nichts drin, was man mit Morddrohungen usw. in Verbindung bringen könnte. Es stellte sich heraus, dass sie das tatsächlich nie gelesen hatte, aber man hätte es ihr zugetragen, erklärte sie. Und nun sei alles bei der Polizei.

[Hervorhebung durch uns]. Das verschlägt uns die Sprache, und wir sind sonst nicht um Antworten verlegen.

Eine satirische Netzfrauen-kritische Facebook-Seite, die knapp 400 „Gefällt mir“-Angaben hatte, wird bei Facebook denunziert, sie verbreite Nacktfotos, und ist daraufhin von Facebook blockiert worden (man will schließlich keinen Ärger). Und auch Psiram wird es bald an den Kragen gehen:

dakuemmern



Wen hat sie da wohl beauftragt? Es gibt – zugegeben unsichere – Hinweise darauf, dass es eine Gruppe von ‘Infokriegern’, ‘Reichsbürgern’ und Rechtsextremen ist, die sich darum “kümmert”. Für diesen Fall wollen wir hoffen, dass diese Gruppe ihren Namen zu Recht trägt (“bezahlte Trolle”), und dass es die Netzfrauen ein bisschen was kostet, denn dann wissen sie wenigstens, wofür sie die Werbeeinnahmen von Monsanto gebraucht haben. Aber vielleicht entdecken und verwerten sie auch die “Hardcore-Pornographie“, die wir verbreiten. Das bietet sich doch an, beim Thema “sachliche Kritik”.

Um zum Ernst der Sache zurückzukehren: Mag sein, dass wir alle zu naiv sind. Vielleicht hat das Vorgehen der Netzfrauen auch einen tieferen Sinn, der sich nicht sofort erschließt. Im Forum haben wir diskutiert, ob die Netzfrauen im Auftrag einer Agentur für virales Marketing handeln, die ein günstiges geistiges Umfeld für den Absatz beispielsweise von Produkten des Kopp-Verlages erzeugen soll. Die große Mehrzahl der “Texte” von Blog und Facebook-Seite der Netzfrauen erzeugt auf rein emotionaler Basis ein diffuses Klima des Misstrauens, und kritische Nachfragen oder Richtigstellungen werden diffamiert. Da wären gelegentliche verbale Distanzierungen von solchen Unsinns-Schleudern in keiner Weise hinderlich, im Gegenteil. Weiteres Indiz für eine solche Agenda könnte der schnelle Aufstieg innerhalb von 2 Jahren auf über 100.000 Liker sein.

Obwohl das in der Tat auffällig ist, halten wir es aber letztlich nicht für übermäßig wahrscheinlich, dass der Netzfrauen-Auftritt derart überlegt ist. Dazu stellen sie sich einfach zu unbedarft an; für praktisch jeden grammatikalisch korrekten Satz lässt sich die Quelle der 1:1-Übernahme ergoogeln. Leicht verdientes Geld für professionelle Abmahner.

Wir fürchten, die “Gefällt mir” sind echt. Und das halten wir für das eigentlich Skandalöse an dem Vorgang im Speziellen und dem Phänomen “Netzfrauen” im Allgemeinen.

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Hans Rosling: Wie man Ebola besiegt

26. April 2015 5 Kommentare

Nach dem Spirit of Health und Netzfrauen-Unsinn möchten wir mal wieder einen positiven Beitrag bringen.

Wir hatten den großartigen Hans Rosling, Professor für Internationale Gesundheit, schon einige Male bei uns im Blog “zu Gast”; er hat uns die “besten Statistiken gezeigt, die wir je gesehen haben”, und uns das Wunder der Waschmaschine erklärt.

Im Herbst letzten Jahres hat Hans Rosling beschlossen, dass er bei Ebola helfen wolle. Als er im Oktober die Anzahl der Infizierten in Sierra Leone steigen und in Liberia sinken sah, war er zuerst skeptisch. Er musste sich selbst überzeugen. Er hat seine Vorlesungen abgesagt und ist nach Liberia gereist.

Laut Luke Bawo, Chef der Ebola-Überwachung, ist er eines Tages ins Büro marschiert und hat sich vorgestellt. Mehr…

Brooke „Medicine Eagle“ Edwards – Plastic Shaman with some 40 Years of Experience in Fleecing

25. April 2015 Keine Kommentare

Edwards is one of the plastic shamans in business for several decades and has been exposed as a fake so often everyone should be aware of what she is. One example is Edwards being renounced as a plastic shame-on in an AIM resolution passed during its 1984 National Leadership Conference, in which she is aptly called Brooke „Medicine Ego“. Unfortunately, her being debunked as a fake did not take her out of business, and in 2015, Ms Edwards will come to Europe (Malta, Spain, France, Germany, Great Britain) looking for more sheep to fleece with workshops, seminars, and „shamanic conferences“, and she will also visit Damanhur community in Italy which is a cult masking itself as an ecologically-minded „intentional community“. In Germany, she will participate in a so-called „Medicine Wheel Gathering“ organised by the Bear Tribe which was founded by plastic shaman Vincent LaDuke aka Sun Bear.

Indeed Edwards has maintained ties to the Bear Tribe since 30 or 40 years and cooperated with LaDuke resp. the Bear Tribe in the USA. The medicine wheel as used in the Newage scene, and by Ms Edwards, is largely an invention employed by LaDuke to appeal to an affluent white clientele.

At the Bear Tribe gathering, Edwards will also meet Francis Talbot aka Manitonquat or Medicine Story who poses as a Wampanoag elder and medicine person. Indigenous activists in the USA have been working for years to convince authorities Talbot was a fake, as several prisons used to accept him to do ceremonies for imprisoned indigenous persons. He is regularly touring Europe for summer camps in various countries, and cooperates with ZEGG, Tamera, and Findhorn. Mehr…

Wie die Netzfrauen mit Kritikern umgehen

22. April 2015 103 Kommentare

baseballAls wir den Netzfrauen einen Wikieintrag und einen Blogbeitrag widmeten, sah das zunächst unspektakulär aus. Eine typische Seite, die unreflektiert jeden Mist als Schlagzeile in die Welt posaunt. Für uns ist das im Grunde “Business as usual”. Die Reaktionen der Netzfrau und der Netzmänner (offenbar schreibt dort meist nur eine einzige Frau, was den Namen der Seite merkwürdig macht) waren dann doch eher überraschend.

Man erwartet sich in so einem Fall ja eher pikiertes Schweigen; dass es einem peinlich ist, wenn einem falsche Behauptungen nachgewiesen werden. Wenn man auf einen Fehler aufmerksam gemacht wird, dann muss man doch sachlich damit umgehen, oder?

Ein Leser hat uns zum Beispiel bei Facebook darauf hingewiesen, dass der Artikel Makrobiotik einen fachlichen Fehler enthalte. Wir sind noch am Prüfen, aber wenn das stimmt, werden wir den Artikel entsprechend korrigieren. Der Artikel ist von 2008 und könnte möglicherweise eine Überarbeitung vertragen.

Bei den Netzfrauen läuft es anders: Kritik wird mit Klagedrohungen, persönlichen Anrufen, Anrufen beim Arbeitgeber(!) und ähnlichem beantwortet. Auf die inhaltliche Kritik wird gar nicht eingegangen, stattdessen werden einfach die Kritiker voll weinerlichem Selbstmitleid angegriffen. Von Diskussionskultur, Kritikfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein keine Spur. Ein Verhalten, das man eher von Achtjährigen erwarten würde als von erwachsenen Menschen. Mit den Füßen aufstampfen, weinen und schreien: “Aber ich will …”.

Das Fußvolk ist noch einen Zacken schärfer, soweit das möglich ist. Da brüstet sich der eine damit, den Facebook-Account von “Gegnern” sperren lassen zu wollen, und teilt gleichzeitig einen antisemitischen Cartoon auf seiner eigenen Facebook-Seite. Andere verkünden in den Netzfrauen-Kommentaren unwidersprochen, dass man wohl krank sei, wenn man sein Kind impfen lasse, oder dass man sich von Ryke Geerd Hamer über den Unsinn von Impfungen belehren lassen sollte.

Eindeutig falsche Texte bleiben weiter stehen; ohne eine Spur von Schamgefühl wurde zum Beispiel jüngst behauptet, dass ein Erdbeben in Halle auf Fracking zurückzuführen sei. Was soll man sagen: der ganze Artikel ist kompletter Unsinn. Wir vermuten ja, dass die Idee vom Satireblog Kaiserschmarrn stammt, der über Geheime Fracking-Bohrungen in Halle “berichtet” hatte.

Selbst wenn einem an der Überschrift der Seite (Satire!) nichts auffällt, sollte man doch vielleicht beim Inhalt des Artikels stutzig werden, der “in Kuhfladen eingeschlossene Gase, die in etwa 15 Meter Tiefe ruhen”, erwähnt. Da muss es doch klingeln …

Und dabei geht es nicht einmal darum, ob einem Fracking zusagt oder nicht: wir bezweifeln stark, dass das Verfahren in Europa überhaupt Sinn macht (zu teuer, zu dicht besiedelt, zu strenge Auflagen, …), sind da aber nur interessierte Laien. Uns geht es um faktisch korrekte Argumentation, zu allen Themen.

Wir möchten hier gerne eine Dame aus unserem Forum zitieren, die schrieb:

Genau darum geht es ja. Ich bin ja schon immer Atomkraftgegnerin (und nicht wie bei Netzfrauen auch steht “Atomgegner”) gewesen und werde es angesichts der Faktenlage bleiben und gleichzeitig fühle ich mich mit dem Projekt Psiram verbunden und dort gut aufgehoben.

Leute wie diese Schreier und ihr Projekt gefährden mit ihrem hastig in die Tastatur gekloppten Unsinn jegliche seriöse Kritik an der Nutzung von Atomenergie, beispielsweise. Artikel werden noch nicht einmal nachgecheckt: es finden sich haufenweise die Typos des ersten Reinhauens einer Einzelperson unter Zeitdruck.

Sie machen eine tatsächliche Kritik an (beispielsweise) Atomenergie schwerer, weil das Kolportieren von Gerüchten, angemixt mit veralteten Meldungen aus zeitlich versetzten Ereignissen, und das völlig einseitige Zitieren ohne Gesamtüberblick zur Datenlage in diesem Falle nur den Befürwortern der Atomenergie dient. Die gravierenden Fehler und der unsachliche Slang machen das Projekt zum Insiderlesestoff einer Szene, die immer nur sich selbst bestätigt sehen will und sachliche Gegenargumenten aus dem Weg geht oder in diesen einen “Feind” sieht. Das ist das typische pseudo- und antiwissenschaftliche Vorgehen.

Einen schönen Überblick über einige Kleinode findet man im Blog Franks Halbwissen. Der Versuch, den Beitrag von Frank aus dem Netz zu katapultieren, war, wie erwähnt, unser Anlass, uns mit den Netzfrauen zu befassen. Beim Arbeitgeber anrufen und sich über einen Blog beschweren? Da fällt einem nur eines ein:

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