Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW19, 2017)

14. Mai 2017 5 Kommentare

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Was tun, wenn jemand im Bekannten- oder Verwandtenkreis höchst besorgt von Chemtrails erzählt, auf Globuli und Bachblüten schwört oder sich vor Reptiloidenwesen und der NWO fürchtet? Gibt es das ultimative Argument, um jemandem offensichtlichen Unsinn auszureden? Sowas wie ein Über-Fakt, das gegen jede Schwurbelei gewinnt? Die Wahrscheinlichkeit, dass eine grundsätzliche Weltanschauungsdifferenz mit wenigen, noch so sorgfältig gewählten Worten beigelegt werden kann, ist äußerst gering. Zweckmäßiger ist es, sich Strategien zu überlegen, um sich selbst und auch Freundschaften und Beziehungen vor der Eskalation solcher Diskussionen zu schützen. „Das Magazin“ hat dieses Thema aufgegriffen, kann aber natürlich ebenfalls keine universelle Lösung präsentieren. Also sammeln wir weiter Fakten und Denkanstöße, die wir unserem Umfeld zwar anbieten, aber nicht aufzwingen können. Wir haben dazu wieder ein paar Einstiegspunkte zusammengestellt und wünschen viel Spaß und Erkenntnisgewinn mit unserer wöchentlichen Linksammlung.
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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW18, 2017)

7. Mai 2017 7 Kommentare

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Was in Lebensmitteln enthalten ist, muss auf der Packung stehen. Die Zusammensetzung homöopathischer Präparate erfährt der Anwender gewöhnlich nicht. Die Information, welche Ursubstanzen für die Herstellung verwendet wurden, versteckt sich hinter lateinischen Bezeichnungen. Über die Tatsache, dass die meisten derartigen Mittel absolut wirkungslos sind, werden Konsumenten auch selten aufgeklärt. Höchste Zeit, mit einem Evidenz-Label etwas daran zu ändern, fordern die Schweizer Skeptiker. Auch die Heilpraktiker sollten sich endlich der Forderung nach Evidenz stellen. Der Stern hat den aktuellen Zustand dieses medizinischen Schattenreiches vor einigen Wochen umfangreich durchleuchtet und stellt die Ergebnisse nun auch online zur Verfügung.

Unser Video der Woche widmen wir heute einem singenden Wiki-Bewohner, der aus unerfindlichen Gründen vom Schnulzensäusler zum Verschwörungsschwurbler wurde.
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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW17, 2017)

1. Mai 2017 7 Kommentare

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Ist es eigentlich wichtig, kritisch denken zu können? Die meisten Menschen kommen gut durch ihr Leben, ohne überhaupt je von diesem Begriff gehört zu haben. Auch in der Evolution gab es offenbar keine besondere Bevorzugung dieser Fähigkeit. Möchten wir allerdings möglichst viel über unsere Umwelt wissen und von dieser ein realistisches, objektives Bild erhalten, Wissenschaft betreiben und den Dingen auf den Grund gehen, kommen wir nicht daran vorbei. Denn auf der anderen Seite lauert stets die Selbsttäuschung. Ein neuer Podcast beschäftigte sich diese Woche mit eben dieser Frage und wir dürfen auf die kommenden Folgen gespannt sein. Weitere Denkanstöße zum Erkenntnisgewinn und zur kritischen Analyse haben wir wie immer in unserem Wochenrückblick gesammelt.
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Evolution der Betrüger. Heute: „Dr.“ Leonard Coldwell

25. April 2017 11 Kommentare

Richard Dawkins beschreibt in seinem Klassiker “Das egoistische Gen”, wie in einer sozialen Gemeinschaft verschiedene Konzepte der Lebensbewältigung miteinander konkurrieren. Eines dieser Konzepte ist Lug und Betrug, der Gegenentwurf zu einem sozialen Miteinander, welches erstmal auf gegenseitigem Vertrauen beruht. Dieses Konzept funktioniert allerdings nur bis zu einem gewissen Anteil an Betrügern innerhalb einer Gemeinschaft. Wird er überschritten, zersetzt sich die Gemeinschaft, die Basis, jedem erst mal zu vertrauen verliert an praktischer Funktionalität. Dass einem der andere grundsätzlich über’s Ohr hauen will, wird zur Standardannahme und der Vorteil verpufft.

In Zeiten internationaler und anonymer Vernetzung ist die Hemmschwelle zu Lug und Betrug bei so manchen gesunken – was man sich innerhalb einer Dorfgemeinschaft unmöglich hätte leisten können, um nicht die gravierenden Nachteile sozialer Ächtung zu erfahren, ist bei Fremden, die weit weg sind, eher kein Problem mehr. Mehr…

Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW16, 2017)

23. April 2017 5 Kommentare

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Gelegentlich stellt sich das Gefühl ein, Wissenschaft sei gesellschaftlich „out“. Sogenannte „alternative“ Denkweisen in Medizin, Naturbetrachtung und Politik entfernen sich von faktenbasierten Methoden, Evolutionsforschung wird durch religiöse Dogmen verdrängt, Klimawissenschaft muss politischen und wirtschaftlichen Interessen weichen. Ist es wirklich so schlimm? Immerhin haben diese Entwicklungen heute eine Menge Menschen beim „March for Science“ auf die Straßen gebracht. Ob es eine gute Idee ist, dabei mitzumarschieren, wird unterschiedlich diskutiert. Unsere wöchentliche Linkliste enthält neben diesem Thema einige Anlässe, sich für Wissenschaft und Forschung stark zu machen, wann und wo auch immer.
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SkepKon – Skeptical, die deutschsprachige GWUP-Konferenz

19. April 2017 1 Kommentar

Wir machen mal etwas Werbung für diesen Event:

SKEPTICAL 2017 PROGRAMM

Fakten sind sexy!

Das Wissenschaftsevent für Vernunft und kritisches Denken

4 Stunden Fakten, Spaß und Musik rund um das Thema Verschwörungstheorien, Fake-News, Wissenschaft und Kritisches Denken.

Samstag, 29. April

Ort: Berlin – Urania e.V.,  An der Urania 17, 10787 Berlin   –   Zeit: 14  bis 18 Uhr.

Tickets gibt es bei der Urania (Übrigens: wenn Sie sich für die gesamte Skepkon anmelden, ist das Skeptical-Event inklusive)

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW15, 2017)

17. April 2017 Keine Kommentare

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Im Netz steht auf jede Frage die passende Antwort – neben tausend unpassenden Antworten, die aber auf den ersten Blick oft viel passender aussehen. Bei medizinischen Fragen führt das schnell zu Fehldiagnosen oder in die Hände von Scharlatanen. Der STERN ging vergangene Woche der Frage nach, wie und warum sich gefährliche Falschinformationen zu Gesundheitsthemen in sozialen Netzwerken verbreiten. Wie jede Woche versuchen auch wir, einen kleinen Beitrag bei der Auswahl von Informationen zu leisten und stellen einige ausgewählte Links zur Diskussion.
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Nur Psiram.COM ist Psiram

14. April 2017 18 Kommentare

Liebe Leser,

diesmal kurz in eigener Sache. Vermehrt erhalten wir in letzter Zeit Hinweise von aufmerksamen Lesern, die fragen, ob wir denn gehackt worden wären oder was mit Psiram los sei, weil z.B. als Favicon (das ist das kleine grafische Symbol in den Tabs) ein Hakenkreuz auftaucht. In heutigen Zeiten, in denen Fakenews vermehrt bewusst als Kampfmittel eingesetzt werden und nicht nur in einem mangelnden Intellekt oder sonstigen Unfähigeiten begründet sind, ist Psiram auch betroffen.

Virtuelle Produktpiraterie

Nicht nur Markenhersteller (siehe Bild oben) sind davon betroffen,  sondern auch virtuelle Produkte wie z.B. Psiram mit seinen Inhalten. Nachdem wir uns viel mit Quacksalbern, Betrügern und sonstigen netten Zeitgenossen befassen, reagieren diese gerne in ihrem gewohnten Modus, indem sie einfach eine Adresse mit anderer Top Level Domain (TLD) besetzen, um dort Unsinn über Psiram zu verbreiten. Die TLD ist das, was hinter dem Punkt und Name steht, also z.B.  *.de, *.com, etc.

Warum tun wir nichts dagegen?

Zum einen ist die Zahl der TLD inzwischen auf eine unüberschaubare Zahl angestiegen, und Psiram als nicht-kommerzielles Projekt kann den finanziellen und organisatorischen Aufwand schlicht nicht leisten, all diese TLD zu reservieren. Zum Anderen, natürlich, wir agieren halbwegs anonym, was einen möglichen Klageweg schwierig macht – nebenbei gesagt, möchten wir uns auf wichtige Dinge konzentrieren und mit solchen Albernheiten nicht kostbare Zeit verschwenden und würden solche Rechtsstreitigkeiten nicht auf uns nehmen.

Aber was kann man tun?

Erst einmal vertrauen wir auf die Intelligenz unserer Leser; Fakes sind i.d.R. leicht zu erkennen. Trotzdem sind manche etwas geschickter aufgezogen, so dass sie auf den ersten Blick sehr echt ausschauen. Z.B. indem aufwändig Seiten von Psiram kopiert werden, fast nichts verändert wird, aber eben z.B. ein kleines Hakenkreuz im Tab erscheint. Wie man auf solche Ideen kommt, ist schwer zu verstehen, aber die Welt der Fanatiker ist bunt. Mr. Spock würde sagen: „faszinierend!“.

Also: Für regelmäßige Leser lohnt es sich, einfach ein Lesezeichen anzulegen mit PSIRAM.COM (Vollständigkeitshalber: psiram.net haben wir als Ausweichdomäne, die ginge auch).  Wenn ihr Psiram erwähnt, schreibt lieber Psiram.com. Wir werden das auch vermehrt in dieser Schreibweise verwenden. Und einfach im Hinterkopf behalten: Nur PSIRAM.COM ist Psiram. (Wir hoffen, für diesen super Slogan mit einem Werbepreis ausgezeichnet zu werden 😉 )

 

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Cannabis – Hinweise für Ärzte

10. April 2017 41 Kommentare


Wir haben kürzlich darauf hingewiesen, dass es für die seit Neuestem zu Lasten der Krankenkassen rezeptierbaren Hanfblüten keine wissenschaftlich ausreichend gesicherten Indikationen gibt. Der Gesetzgeber wusste dies, denn das hatten ihm Ärztekammer und Arzneimittelkommission mitgeteilt. Er hielt es für unerheblich. Er konnte auch nicht feststellen, wie viele potentiellen Anwender es geben wird und konnte nichts über Kosten prognostizieren. Das finanzielle Polster der Krankenkassen ist dennoch auf jeden Fall ausreichend, die monatlichen Therapiekosten von 1800 EUR (lt. Referentenentwurf) zu stemmen. Also kann es losgehen … aber, Moment: bei einer solchen Therapie handelt sich um „individuelle Heilversuche“, und der Arzt tut gut daran, vorher das Einverständnis der Krankenkasse einzuholen. Ohne ein solches Einverständnis fällt ihm die Verordnung als sog. Regress finanziell auf die Füße, und zwar mit voller Wucht (aus Sicht der Krankenkassen sind die Kosten ein „sonstiger Schaden“).
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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW14, 2017)

9. April 2017 Keine Kommentare

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Vielleicht sollte Andrew Wakefield Heilpraktiker in Deutschland werden. Dann könnte der wegen „standeswidrigen Verhaltens“ und Studienfälschung in seiner Heimat mit Berufsverbot belegte britische Arzt in einem weitgehend deregulierten Bereich des Gesundheitswesens mit abenteuerlichen Thesen jene Anerkennung ernten, die ihm im Wissenschaftsbetrieb versagt blieb. Derzeit buhlt er mit einem selbst produzierten Film um Aufmerksamkeit, in dem er mit viel rhetorischem Geschick („ich stelle nur Fragen“) einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus herstellen möchte und verwirrt damit sogar manchen Skeptiker. Wir widmen ihm einen Teil unserer Linksammlung und verweisen zur Orientierung auf den zugehörigen Artikel im Psiram-Wiki.
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