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Der Himmel über Glashütten

Wenn Sie sich mal in das Provinznest Glashütten (5500 Einwohner, Hochtaunuskreis) verirren sollten: gucken Sie doch mal aufmerksam zum Himmel und Horizont. Wenn Ihnen dort nur auffallen sollte, daß seit den siebziger Jahren die Anzahl der Nebeltage abgenommen hat und sich allmählich die Sicht auf den großen Feldbersch bessert und häufiger die Sonne durchkommt, dann haben sie die gleiche Beobachtung gemacht wie sie Meteorologen an weiteren 342 anderen Beobachtungsorten in Europa auch machen. Aber das scheint dem Ortsverein von Bündnis 90 / Die Grünen in Glashütten egal zu sein: sie wissen es besser. Denn in Glashütten gibt es sogenannte Chemtrails, wenn man den Webseiten des OV glaubt. Auch wenn sie selbst nicht wissen warum, denn die Seite weiß zwar alles bis ins Detail um eine von der Regierung insgeheim verschwörerisch durchgeführte Vergiftung der eigenen Bevölkerung mit Barium und Aluminium, aber Zeugen oder sonstwie geartete Belege sucht man trotz angeblicher Milliarden Kosten des Verbrechens vergebens. Der per Email angeschriebene Webseitenbetreiber konnte auf Anfrage auch nicht sagen wie er die angeblichen Giftkondensstreifen nachweisen sollte. Dass in einer dabei gezeigten Grafik von ‚Sulfur‘ (großgeschrieben) die Rede ist, zeigt die gleiche Unkenntnis eines Basiswissen Chemie wie bei denjenigen selbsternannten Experten die gerne Silikon mit ‚silicon‘ verwechseln.

Das ist typisch für die Chemtrailszene die ihre kalkulierenden Drahtzieher entweder im rechtsextremen Milieu zu sitzen hat, die über die absurde Verschwörungstheorie einer gezielten Bevölkerungsvergiftung eigene genauso krude Überzeugungen verbreiten will, oder von Spinnern aller Art vertreten wird. Und wie bei allen Internetverschwörungstheorien gilt auch hier die Regel: das zahlenmäßige Verhältnis von Desinformation zu Information bei Internettreffern liegt bei 100:1 oder höher, während die genannten Quellenangaben (wenn überhaupt) sich zahlenmäßig kehrwertmäßig dazu verhalten.

http://www.gruene-glashuetten.de/index.php?dom=1&lang=22&p=74

  1. 2. Februar 2009, 00:06 | #1

    Köstlich.
    Weiteres Beispiel für die firme Kenntnis der Chemie: Im verlinkten Beitrag ist von C02 die Rede. Ausgeschrieben: C-Null-zwei.
    …bis zum Jähre 2020 den C02-Ausstoß drastisch zu vermindern, brauchte nicht zu verifiziert werden, da die industrielle C02-Emmission …
    zum Schriftartenvergleich, ein paar Zeilen tiefer ein echtes "O": …Oft kehrt das Wetter…

  2. Skrzypczajk
    2. Februar 2009, 08:48 | #2

    Die betreiben jetzt sowas wie Vorwärtsverteidigung. Der Text hat jetzt einen eigenen Link auf der Startseite bei den Grünen in Glashütten bekommen. Unter der reißerischen Überschrift "Globales Chemie-Verbrechen in der Atmosphäre ?" gibt es zwei Links, einen "pro Chemtrails" (muharhar, führt zum obigen Text) und einen contra (zum Umweltbundesamt).

  3. Klopstein
    2. Februar 2009, 10:38 | #3

    Die haben halt von etlichen anderen Irren Beifall bekommen (mal nach Grüne + Chemtrails googeln) und sehen sich deshalb auf dem richtigen Weg.

  4. Richard Maxheim
    2. Februar 2009, 11:20 | #4

    Ich habe in einer eMail an die Grünglashütter nur die kleine Frage gestellt:

    Habt ihr noch alle Tassen im Schrank?

  5. wolfgang
    2. Februar 2009, 12:25 | #5

    Die Impfgegnerin A Petek-Dimmer hat noch eine andere Theorie über Chemtrails

    Anita Petek-Dimmer

    Der wahre Grund für die Vogelgrippe dürfte ganz wo anders zu suchen und zu finden sein. Die Ursache für das Geflügelsterben sind keine Vogelgrippeviren, sondern mit grosser Wahrscheinlichkeit niederintensive radioaktive Strahlen. Forschungen und Messergebnisse in der Radiumsforschung zeigen in diese Richtung. Verursacht werden diese Strahlen durch das ständige Abregnen der meist am Äquator atomar erzeugten Wolkenformationen, sowie zusätzlich durch das gezielte flächendeckende Absinken ionisierender Strahlung aus den Chemtrails. … Im Fall der Vogelgrippe werden die Tiere durch die radioaktiven Strahlen, bzw. zusätzlich in den Geflügelfarmen nach dem Schlüpfen reihenweise mit hochradioaktiven alpha- und gammastrahlenbelasteten Impfstoffen sinnlos in den Sondermüll geimpft. Werden die Tiere später als Futter verarbeitet, verursachen sie wiederum Strahlenkrankheiten. …. Im Gegensatz hierzu tritt die Vogelgrippe unter freilebenden Vögeln auf. Die radioaktive Strahlenwirkung aus den Chemtrails, die mit Plutonium angereichert ist, breitet ihre ionisierende Strahlung auf Wälder, Auen, Fluren, Seen, Flüsse und Wiesen aus. Diese radioaktive Strahlung löst nicht nur Tierzellen, sondern auch Pflanzenzellen auf. In Russland sind inzwischen nicht nur die Wälder, sondern auch die landwirtschaftlich genutzten Böden verseucht. Dort wo der Niederschlag am stärksten ist, sind alle Böden und Ernten niederintensiv radioaktiv belastet. Die Bodenbakterien werden durch Kontamination abgetötet und lösen sich zum Teil auf. Diese Bakterien werden benötigt, um die Regulation der Wasserhaltung im Boden zu gewährleisten. Als Folge dieser Bestrahlung entsteht eine Versandung, Wüstenbildung und Bodenverkrustung. — Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist dies mit ein Grund, bzw. eine der Ursachen der Vogelgrippe. Derart geschwächte und belastete Tiere reagieren mit einem Zusammenbruch des Immunsystems und verenden dann. Um aber von diesen Tatsachen abzulenken, die in Umweltkreisen längstens bekannt sind, wird Angst und Panik vor einer Krankheit verbreitet. Auch die WHO hat sich bereits, wie im Falle von SARS, eingemischt und katalogisiert und zählt Infizierte und Tote. Diese neue Krankheit hat zumindest im Westen die Wirtschaft angekurbelt, indem neue Stellen zur Beobachtung des Virus geschaffen wurden, Hoffmann-La Roche seine Produktivität steigert und Sanofi-Pasteur fleissig neuen Impfstoff produziert.

    Quelle: AEGIS IMPULS 23/2005 Abgerufen: 18.07.06
    Frau Petek-Dimmer ist Autorin des Buches "Rund ums Impfen" AEGIS Verlag 2004 ISBN 3-905353-58-X

  6. 2. Februar 2009, 16:03 | #6

    @Wolfgang: Ein erschütterndes Dokument geistigen Zerfalls. Das ist noch nicht mal mehr lustig.

  7. wolfgang
    2. Februar 2009, 17:11 | #7

    @ rincewind

    Du irrst. Geistiger Zerfall hat als Voraussetzung, dass vorher ein Geist da war der zerfallen kann.
    Vergleich das mit Demenz. Dement wird … dumm ist ….

  8. Ella
    2. Februar 2009, 18:30 | #8

    @Wolfgang

    Man kann ja beide Gegebenheiten in Betracht ziehen. Sowohl als auch 🙂 Allein wenn man bedenkt, wie die Chemtrails auch das Gehirn zerfressen müssen, wenn man daran glaubt 🙂

  9. Richard Maxheim
    2. Februar 2009, 18:42 | #9

    Da hat mir doch glatt ein G. Schmunk von den Grünglashüttenern geantwortet:

    wie meinen SIE das ?

    Aus welcher Ecke kommen SIE ?
    Kommen SIE aus der Eck pro oder contra oder sogar von European Geosciences Union

    Schöne Grüße

    Vielleicht gibt’s da demnächst zu Fasenacht eine Schmunksitzung.

  10. 2. Februar 2009, 20:28 | #10

    @Wolfgang: Versuch jetzt nicht, mich zu trösten.

  11. 2. Februar 2009, 20:30 | #11

    Vergessen: 🙂

  12. 2. Februar 2009, 21:38 | #12

    Die Aussagen von der Dame mit Interesse am Impfen sollten wir im Wiki berücksichtigen.

    Zurück zur Chemtrailverschwörung und Politik: Ich habe nichts dagegen, wenn sich jemand oder eine Gruppe mit einer Hypothese auseinandersetzt und darüber informiert. Bei einem derartig offensichtlichen Unsinn ohne Faktenbasis muß aber bei Verbreitungen immer auf das Spekulative hingewiesen werden, insbesondere wenn der Verbreiter dies in der Eigenschaft als gewählter Repräsentant eines Teils der Bevölkerung tut. In Glashütten haben die Grünen immerhin ca 10-11%, das ist nicht wenig. Auch hätten die verbreiter wissen müssen, dass bislang nur die NPD diese Verschwörungstheorie versucht haben bekannt zu machen.
    Auch wenn jemand sich entscheidet reine Spekulationen nicht als solche zu kennzeichnen, sollte er wenigstens auf die Tatsache verweisen, daß es keinerlei Beweise für diese Hypothese gibt. Wer sollen die ominösen ‚Sulphur‘ Wissenschaftler sein ? Wo veröffentlichen sie was wann ? Sozusagen gleichwertig auf einer übergeordneten Webseite die Stellungnahme des Bundesgesundheitsamts zu zitieren, ist der falsche Weg. Denn er suggeriert den oberflächlich mitlesenden Mitgliedern der Partei, man könne einfach eine seit 15 Jahren unbewiesene (aber sehr wohl beweisbare und falsifizierbare) Hypothese gleichwertig einem mit Quellen versehenen Text gegenüberstellen und jeder könne sich nach Gusto seine ‚Wahrheit‘ dann raussuchen. Genauso gut könnte die da auch behaupten Adolf Hitler sei mit einer Flugscheibe nach Neuschwabenland geflohen.

    In meinen Augen ist das ein unerhörter Skandal.

  13. Skrzypczajk
    3. Februar 2009, 07:07 | #13

    Deceptor schrob: "Die Aussagen von der Dame mit Interesse am Impfen sollten wir im Wiki berücksichtigen."

    Sind sie, zumindest teilweise, schon länger: https://www.psiram.com/index.p

  14. chiller1976
    7. Februar 2009, 21:12 | #14

    Chemtrails????
    Wie tief die Grünen gesunken sind, merkt man spätestens in diesem Beitrag. Wenn die einztigsten Bürgerrechtler(Bündnis 90) und die Umweltschützer(Die Grünen) sich für das einsetzen würden was sie einmal waren, da wäre heute nie solch ein Beitrag VÖ worden.
    Tja, so ist es wenn man sich nur noch für die Verbreitung des Islams einsetzt und das Wohlergehen des letzten Einwanderes aus Islamabad o.ä. wichtiger sind als die des Einheimischen.

  15. Emerald
    26. April 2009, 22:32 | #15

    Äh, ja… OOODER das sind einfach ein paar Verblendete aus der Provinz, schließlich können nicht alle Spinner bei den Grünen zur Linkspartei abwandern ^^.

    Eine kurze Recherche hat ergeben, dass sich weder die Bundes-, noch die Landesgrünen und auch nicht die Grüne Jugend mit Chemtrails groß auseinandersetzen. Wenn so etwas offizielle Linie würde oder auch nur großflächig Meinung der Mitglieder, würde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit austreten (ich bin selbst Grünen- und Junggrünenmitglied und kommunal aktiv)

    Nicht so sehr alles über einen Kamm scheren, bitte.

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