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Dr. Richard Dawkins über Bildung, ‚Innocence of Muslims‘ und Paul Broun

Richard Dawkins hat vor kurzem beim „Tech-Nachrichtenticker“ Slashdot einige Fragen beantwortet, die auch auf Video aufgezeichnet wurden. Slashdot ist im Wesentlichen ein Nachrichtenportal für technikrelevante Informationen, bei dem Nachrichten durch die Benutzer eingestellt werden und die interessantesten dann auf der Frontseite landen. Slashdot hat durchaus Einfluss; es sind schon Webseiten zusammengebrochen, weil sie auf Slashdot verlinkt wurden.

Die Leser von Slashdot wurden aufgefordert, Fragen zu posten, von denen einige ausgewählt und in einem zweiteiligen Interview online gestellt wurden. Der nachfolgende Text soll nur einen kurzen Überblick geben, worüber geredet wurde, welche Themen angeschnitten wurden. Das Video ist gut verständlich und es ist ein Transkript vorhanden, in dem man nachlesen kann.

Im ersten Teil geht es unter anderem um eine kürzlich veröffentlichte Gallup-Umfrage, in der 46% der Meinung waren, Gott habe den Menschen in der heutigen Form erschaffen. Die Anzahl ist damit seit 1982 etwa gleich geblieben.

Abgesehen von der unglücklichen Formulierung der Fragen gibt Dawkins die Schuld für die Ablehnung der Evolutionstheorie klar der Religion: Physik ist ok, Chemie ist ok, aber die Evolutionstheorie ist ein klares Feindbild. Die Lösung des Problems sieht er wiederum in Bildung. Dawkins meint, wenn er mit Kreationisten sprach, hatten diese meist nicht die leiseste Idee, was Evolution ist oder wie die Beweislage aussieht.

Das Gespräch wandert dann von der Bildung, über das kürzlich in Tennessee verabschiedete Gesetz, in Schulen die „Kontroverse“ zu lehren, zum Kongressabgeordneten Paul Broun, der Evolution eine Lüge aus der Hölle nannte. Dawkins findet keine sehr freundlichen Worte zu den Aussagen von und zur Person Broun.

Er äußert dann auch Verblüffung, dass ein Land, das einerseits so viele Nobelpreisträger hervorgebracht hat, so viel Innovation, auf der anderen Seite von so viel Ignoranz bevölkert sein kann. So weit vorne und gleichzeitig so weit zurück.

Das Gespräch geht dann zu anderen Ländern und auch zum Islam, zu dem schwachsinnigen Machwerk „Innocence of Islam“. Auch hier wäre Bildung seiner Meinung nach hilfreich, aber auch das in Theokratien unverständliche Konzept der Redefreiheit müsste den Menschen näher gebracht werden.

Die interessanteste Frage bzw. Antwort aber kommt zum Schluss des ersten Teils: sie dreht sich darum, dass Religion eigentlich ein Etikettierer ist. Sie bewirkt ein „Wir“ und ein „Sie“, das im Endeffekt zwei Gruppen trennt. Trägt man das richtige Trikot oder das falsche? Religion ist in diesem Sinne der größte Teiler, der existiert: Menschen, die orangefarbene T-Shirts tragen, sollen sich nicht mit Menschen abgeben, die grüne T-Shirts tragen.

  1. 6. November 2012, 06:12 | #1

    Banalste Selbstverständlichkeiten

    (Silvio Gesell: Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921) „Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht.“

    (Dietrich Bonhoeffer: „Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit“, 1943) „Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch -, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht.
    …Soviel ist sicher, daß sie (die Dummheit) nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. …Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, daß die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als daß unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen.
    …Daß der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, daß man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen mißbraucht, mißhandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen.“

    Wie viel Dummheit ist nötig, um weiterhin Massenarmut, Umweltzerstörung, Terrorismus und Krieg in Kauf zu nehmen, anstatt die „banalsten Selbstverständlichkeiten“ zu verstehen und schon seit einem Jahrhundert in allgemeinem Wohlstand auf kaum noch vorstellbarem technologischem Niveau, einer sauberen Umwelt und selbstverständlichem Weltfrieden zu leben? Drei Jahrtausende Religion:

    http://www.swupload.com//data/3-Verwandlungen.pdf

  2. admin
    6. November 2012, 12:34 | #2

    Silvio Gesell Spam vom feinsten. Verzieh dich!
    Notiz: wir müssen den Artikel ausbauen: https://www.psiram.com/de/index.php/Silvio_Gesell

  3. max
    6. November 2012, 12:49 | #3

    @admin wie armseelig seit ihr eigentlich wirklich? das ihr einen gsell als verschwörungstheoretiker herstellt….einfach nur traurig……wie eure ganze seite halt….aber das ist halt euer glauben (weltanschauung).

  4. Abe81
    6. November 2012, 13:42 | #4

    Da muss man@max recht geben. Gsell einfach so als Verschwörungstheoretiker hinzustellen, ist ein Euphemismus. Das Wort ‚Theorie‘ ist sowieso eine Aufwertung für solche Personen, die solchen Unfug betreiben. Das hieße ja, sie wären ‚Theoretiker‘, dabei sind es nur plumpe Ideologen.

    Die Lösung des Problems sieht er wiederum in Bildung. Dawkins meint, wenn er mit Kreationisten sprach, hatten diese meist nicht die leiseste Idee, was Evolution ist oder wie die Beweislage aussieht.

    Ach, Dawkins, wirklich das naivste Exemplar der sog. neuen Atheisten. Es ist zwar amüsant zu sehen, wie er jede Diskussion aufsucht und sich noch gegen die dümmsten Exemplare der Kreationisten argumentativ abstrampelt, aber erkenntnistheoretisch ist er leider ein armes Würstchen. Unentrinnbar der Immanenz seiner Theorie verhaftet, kann er sich die Geltung von sowas wie Kreationismus natürlich nur über ‚mangelnde Bildung‘ erklären. Und das bei folgekonsequenter Ignoranz der Überschreitung des Gegenstandsbereiches seiner Theorie (Stichwort: Meme). Jede Diskussion setzt voraus, daß die Beteiligten viel mehr über den Gegenstand wissen, als jeweils zur Sprache kommt. Die Diskussion verschiedener Kosmologie-Theorien setzt z.B. immer die Kenntnis nicht nur dieser Theorien, sondern auch der von diesen Theorien noch einmal verschiedenen Realität voraus. Nur im Verhältnis von Sache und Begriff läßt sich dessen Wahrheit vernünftig beurteilen. Auch die Sache aber stellt sich für das Bewußtsein stets nur in Begriff dar. Sowas kann aber jemanden wie Dawkins gar nicht auffallen, der Empirie immer schon als direkte Erscheinung der Natur versteht, also gar nicht durch die Theorie erhoben, sondern unmittelbar erscheint.

    Er äußert dann auch Verblüffung, dass ein Land, das einerseits so viele Nobelpreisträger hervorgebracht hat, so viel Innovation, auf der anderen Seite von so viel Ignoranz bevölkert sein kann. So weit vorne und gleichzeitig so weit zurück.

    Ja, wenn man Wissenschaft so borniert betreibt, muss einem die USA in ihrer Ideengeschichte und gesellschaftlichen Entwicklung natürlich ein Rätsel bleiben.

    …zu dem schwachsinnigen Machwerk “Innocence of Islam”

    Vielleicht Schmähkritik, sicher polemisch, aber ganz sicher nicht schwachsinnig. Angesichts der Tatsache, daß der Islamismus der Faschismus auf Höhe der Zeit ist, gleicht es einem Verrat an der Aufklärung, solche Polemik als ’schwachsinnig‘ abzutun.

    Die interessanteste Frage bzw. Antwort aber kommt zum Schluss des ersten Teils: sie dreht sich darum, dass Religion eigentlich ein Etikettierer ist. Sie bewirkt ein “Wir” und ein “Sie”, das im Endeffekt zwei Gruppen trennt. Trägt man das richtige Trikot oder das falsche?

    Ja, natürlich, Religion erschöpft sich in In-Group und Out-Group. In solchen Erklärungen zeigt sich das ganze Elend und die Überflüssigkeit der modernen Sozialpsychologie. Warum ist man eigentlich so ignorant gegenüber der bisherigen Religionskritik? Man macht sich wirklich dümmer, als man ist. Das kann doch nur absichtsvoll geschehen, denn jeder, der sich wissenschaftlich mit einem Thema auseinandersetzt, betreibt doch erstmal ‚Literaturrecherche‘ – wie es etwas verdinglicht heute heißt – und eignet sich den bisherigen ‚Erkenntnisstand‘ an.

  5. FMH
    6. November 2012, 14:31 | #5

    @max
    Ja, max, das kommt eben davon, wenn man nicht lesen kann. In dem Artikel wird nicht behauptet, Gesell sei ein Verschwörungstheoretiker, sondern dass er heute von rechtsgerichteten Verschwörungstheoretikern benutzt wird. Macht seine „Theorien“ aber auch nicht besser.

  6. max
    6. November 2012, 14:46 | #6

    @fmh
    die theorien von Gesell sind immer noch besser wie das aktuelle Wirtschaftsgebilde!
    Deswegen wurde auch das Wörgl-Geld so schnell verboten, weil eben die Wirtschaft in diesem Gebiet einen Aufschwung erlebt hat und nicht so wie der Rest Europas in einer Rezession verhaftet war!! Das war halt den damaligen Politikern ein Dorn im Auge.

    Aber um das zu verstehen muss man halt wissen wie Geld geschaffen wird und wie eine gesunde Wirtschaft eigentlich funktioniert.

  7. max
    6. November 2012, 15:10 | #7

    Aber das schöne ist das in der heutigen Zeit viele Regionen wieder auf ein Regionalgeld setzen und damit super die heimischen Betriebe damit fördern!

  8. Abe81
    6. November 2012, 18:16 | #8

    @max
    Die Theorie von Gesell können nicht besser als das aktuelle ‚Wirtschaftsgebilde‘ sein, weil sie auf der Ebene der Escheinung bleibt. Und noch nicht einmal dort erreicht sie das Niveau eines Ricardo oder Smith Gesell kapriziert sich auf die Zirkulationsspähre und versteht noch nicht einmal diese. Wenn man mal beherzt lachen möchte, lese man sich die utopistischen Vorstellungen dazu durch, wie eine zukünftige Gesellschaft mit „Faustrecht und Vendetta“ auszusehen habe (Gesammelte Werke Bd. 16; S. 253ff) – das ist die von Gesell bevorzugte Rechtsform: Ihm zufolge rotten sich Bürger zusammen und verfahren nach ihrer Facon mit den Schädlingen des zukünftigen Gemeinwesens, was de facto einem Pogrom in Permanenz gleichkäme. Hier spitzt sich die ganze Idiotie Gesells zu.

  9. MagicGuitar
    6. November 2012, 20:55 | #9

    Tja, Bildung ist eben immer noch Mangelware. Aber das Problem ist: Wenn ich ungebildete Eltern habe bzw. mir die Eltern beispielsweise so einen Schwachsinn, wie den Kreationismus eintrichtern und ich deshalb in der Schule Probleme bekomme und denke die Lehrer lügen alle, dann ist klar, warum ein Großteil der Kinder gar nicht den angestrebten Bildungsstandard erreichen kann. Abgesehen natürlich davon, dass meine Lernmotivation dann auch nicht unbedingt seinen Höchststand erreicht.
    Gerade in islamischen Ländern kann man aber sehen, dass die Religion sehr wohl ein „Bildungskiller“ ist, weil durch die Vermischung von Kultur und Religion beispielsweise Frauen das Besuchen von Schulen verboten wird. Und natürlich wird Bildung auch immer wieder mit Religion vermengt, worunter der naturwissenschaftliche Unterricht leidet. Gerade diese Menschen von der Richtigkeit der Wissenschaft zu überzeugen, dürfte quasi unmöglich sein.

  10. Kurfürst
    7. November 2012, 09:57 | #10

    „Religion bewirkt ein WIR und SIE“.
    Darauf hat schon Jan Assmann treffend hingewiesen und meinte hier die monotheistischen Religionen. Mit all seinen grausamen Folgen. Polytheistische Religionen seien wesentlich toleranter.

  11. 7. November 2012, 13:56 | #11

    @Abe81
    Ich weiß nicht, ob man das „Idiotie“ nennen kann. Ich würde es eher als Unmenschlichkeit bezeichnen, denn es klingt durchaus realistisch – aber in keinster weise erstrebenswert.

  12. Ano Nym
    7. November 2012, 18:46 | #12

    Auf welchen Dr.-Grad bezieht sich das „Dr.“ in der Überschrift? Das wird doch wohl nicht die unzulässige Eindeutschung (Übersetzung) eines „D. Phil“ oder „Sc.D.“ sein? Tipp: Grade und Titel in Überschriften einfach weglassen.

  13. Naundnun
    8. November 2012, 00:20 | #13

    @Kurfürst

    Die Sache ist schon ein wenig umfangreicher:
    http://www.youtube.com/watch?v=tcRAkTcLfeA

    2 min 16 Sekunden, die zum Denken anregen:

    „…Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche – denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht – , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott!…“ Max Planck


    Ebenso schlicht wie wahr; und wer aufgepasst hat in der Schule sieht in Planks Aeusserungen über Gott die weltbekannte Sentenz von Friedrich Nietzsche “ Gott ist tot“ durchaus bestätigt und nicht im Widerspruch stehend!!
    Aber wem sag ich das?

  14. Antitainment
    8. November 2012, 00:42 | #14

    @Naundnun
    Na, wieder Freigang und ’ne neue Sockenpuppe gestrickt.
    Ist doch immer der gleiche Schrott mit exakt Null Inhalt, den du, wie üblich, mit deiner Autoritätshörigkeit versuchst zu kompensieren und am Schluss stehst du wieder da wie ein Spaten – Was sagt Planck eigentlich über Logorrhoe und wen interessiert das überhaupt?

  15. Blabli Blablö
    8. November 2012, 09:48 | #15

    @Antitainment

    Hi Anti,

    dein Name scheint Programm zu sein- das sagt besonders in deinem Fall ja nichts über die Qualität des Programms. – Dich scheints ja allemal zu interessieren. 🙂
    Drum hier noch einmal, ist doch gar nicht so schwer:
    „…Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche – denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht – , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott!…” Max Planck

    Ach ja, Max Planck, das war doch …..

    „Max Karl Ernst Ludwig Planck (* 23. April 1858 in Kiel; † 4. Oktober 1947 in Göttingen) war ein bedeutender deutscher Physiker auf dem Gebiet der Theoretischen Physik. Er gilt als Begründer der Quantenphysik. Für die Entdeckung des planckschen Wirkungsquantums erhielt er 1919 den Nobelpreis für Physik des Jahres 1918.[1]
    Nach dem Studium in München und Berlin folgte Planck 1885 zunächst einem Ruf nach Kiel, 1889 wechselte er nach Berlin. Dort beschäftigte sich Planck mit der Strahlung Schwarzer Körper und konnte 1900 die plancksche Strahlungsformel präsentieren, die diese erstmals korrekt beschrieb. Damit legte er den Grundstein für die moderne Quantenphysik.“

    Für BlaBla- Fundamentalisten ist das anscheinend nichts.

    Sockenpuppe – blabliblablöööö 🙂

  16. hans
    8. November 2012, 11:43 | #16

    @ alle

    der Anthroposoph ist zurück, diesmal heißt er „Blabli Blablö“ – Anthroposophen sind Spinner, aber keine harmlosen Spinner:

    „Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’ …“: https://blog.psiram.com/2012/07/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

    „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute …“: https://blog.psiram.com/2012/03/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  17. Ponder
    8. November 2012, 11:59 | #17

    @ hans:

    Na ja, wer einen so dämlichen Nick wählt wie dieser blublabli, der geht wohl nicht davon aus, dass er ernst genommen wird – und nimmt sich selbst auch nicht ernst.

  18. sumo
    8. November 2012, 13:41 | #18

    faszinierend, wie hier jemand, der ausschließlich Ahnung von Rhetorik hat, seine wohlgesetze Rede ohne Inhalt verbreitet.
    Was außer reden und schwurbeln lernt man eigentlich sonst noch?
    (ach ja, Steiners BlaBla auswendig, das wird es sein….)

  19. Kurfürst
    8. November 2012, 14:25 | #19

    @Naund:
    Man kann Planck auch (im Original) lesen.
    Und auch hier gilt der alte Satz, dass es keine Götter gibt, auch nicht im „Diesseits“. In seiner Suche nach einem Gott war der alte Max schlicht lächerlich, auch seine politischen Ansichten sind kritikfähig.

    Es gibt keinen Gott, keine Göttin und keine anderen Geister. Die Installierung solcher Figuren ist menschliche Hybris und befindet sich auf den Niveau „Es muss doch etwas geben“. Das gilt auch für Planck.

  20. Naundnun
    8. November 2012, 16:16 | #20

    @Kurfürst

    Wie wär es denn mnit Schrödinger und Karma?
    Nirvana is a state of pure blissful knowledge… It has nothing to do with the individual. The ego or its separation is an illusion. Indeed in a certain sense two „I“’s are identical namely when one disregards all special contents — their Karma. The goal of man is to preserve his Karma and to develop it further… when man dies his Karma lives and creates for itself another carrier.
    Writings of July 1918, quoted in A Life of Erwin Schrödinger (1994) by Walter Moore ISBN 0521437679

    oder
    „Die wahrgenommene Vielheit ist nur Schein, sie besteht in Wirklichkeit gar nicht. Die Philosophie des Vedânta hat dieses ihr Grunddogma durch manches Gleichnis zu verdeutlichen gesucht, wovon eines der ansprechendsten das vom Kristall ist, der von einem einmal vorkommenden Gegenstand Hunderte von kleinen Abbildern zeigt, ohne daß doch der Gegenstand dadurch vervielfacht würde.“
    Erwin Schrödinger, Physik und Transzendenz, Hans-Peter Dürr (Hrsg.)

    Deine Aussage:
    „Es gibt keinen Gott, keine Göttin und keine anderen Geister. Die Installierung solcher Figuren ist menschliche Hybris und befindet sich auf den Niveau “Es muss doch etwas geben”. Das gilt auch für Planck.“

    befindet sich in diesem Zusammenhang ungefähr auf dem Niveau von folgender Aussage Schrödingers:
    „Ich finde Gott nicht vor in Raum und Zeit“, so sagt der ehrliche naturwissenschaftliche Denker und wird dafür von denen gescholten, in deren Katechismus doch steht: Gott ist Geist.“ – Was ist ein Naturgesetz? : Beiträge zum naturwissenschaftlichen Weltbild, von Erwin Schrödinger – 5. Aufl. – München : Oldenbourg, 1997. (Scientia nova) – ISBN 3-486-56293-2 – S. 85 – „Besonderheiten des Weltbilds der Naturwissenschaft“

    …..
    Wobei Schrödinger, Heisenberg, Plank schon damals auf die Einseitigkeiten und Begrenztheit der Naturwissenschaft hinsichtlich weiterer Erkenntnis hingewiesen habe.
    Und in der Tat: „in der Gesellschaft“ von solchen Freigeistern fühle ich mich wesentlich wohler als „in der Gesellschaft “ von „engen Fundamentalisten“!

  21. Kurfürst
    8. November 2012, 19:33 | #21

    „Naund“, Sie haben mein Posting nicht verstanden.

    Die philosophischen, religiösen, politischen etc Ansichten und kulinarischen Vorlieben eines Naturwissenschafters außerhalb seines Forschungsbereiches interessieren mich so wenig wie seine sexuellen Präferenzen.

    Auch die von Ihnen zitierten Physiker (einige wenige haben Sie vergessen) sind keine Propheten insofern, als diese nicht wissen können bzw. konnten, wo sich dereinst die Grenzen der naturwissenschaftlichen Erkenntnis liegen wird.

    Zu behaupten, ein „Gott“ könne mit naturwissenschaftlichen Mitteln nicht erkannt werden, setzt bereits ein konstruiertes/phantasiertes Gottesbild voraus.

    Für Ihr Wohlbefinden bin ich im Übrigen nicht zuständig.

  22. Abe
    9. November 2012, 14:46 | #22

    Ich kann mich gerade nicht entscheiden, was ich schlimmer finde: Den eklektizistischen Autoritätsfimmel von Naundnun, der alles von ‚der Gegenseite‘ zitiert, was ihm in den Kram past; oder die verdummte Intelligenz von Kürfürst, die über alles Bescheid weiß, aber nichts begreift… da wünscht man sich ein Revival der Scholastik, die wusste wenigstens noch, wie man gehaltvoll miteinander diskutiert.

  23. Kurfürst
    9. November 2012, 17:35 | #23

    Nein, das waren keine „gehaltvollen“ Diskussionen, Gscheiterl.

    Schlagen S‘ mal nach was ein Oxymoron ist.

  24. xyz
    11. November 2012, 13:19 | #24

    @Naundnun Es gibt viele verschiedene Menschen die an die unterschiedlichsten Dinge aus den unterschiedlichsten Gründen glauben. Das ist auch an sich ok und nicht verwerflich.

    Hoch problematisch wird das ganze erst sobald diese Menschen versuchen daraus komerziell Kapital zu schlagen, das ganze gegen den Widestand von Wissenschaftltern als Lehrstoff einführen wollen oder anderen ihre Sicht der Dinge aufdrücken wollen.

    Was Schrödinger oder andere Wissenschaftler in ihrer Freizeit machen oder sagen hat keinerlei Wissenschaftlichen Wert. Das haben letztendlich nur die Dinge die sie mit wissenschaftlichen Methoden erstellt haben.

    @Kurfürst Die Aussage das Polytheistische Religionen friedlicher oder toleranter sind als Monogheistische kann ich nicht nachvollziehen.Ich halte sie auch historisch für falsch.

  1. 7. November 2012, 01:06 | #1
  2. 13. Dezember 2012, 08:51 | #2