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Artikel Tagged ‘Globuli’

Leitfaden für Skeptiker – Teil 4: Der Bestätigungsfehler (Confirmation Bias)

1. Februar 2019 4 Kommentare

Definition: Ein Bestätigungsfehler (engl. confirmation bias) ist in der Kognitionspsychologie die Neigung, Informationen so auszuwählen, zu ermitteln und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen erfüllen (bestätigen).

„Es hört nie auf zu regnen! Es regnet … im … mer … fort.“ lässt Douglas Adams den LKW-Fahrer Rob McKenna im „Anhalter“ rufen. Als erfahrene Skeptiker sehen wir hier sofort einen Bestätigungsfehler. Und auch Arthur Dent widerspricht: „Natürlich hört es auf zu regnen.“

Der Confirmation Bias beschreibt die Tendenz, bevorzugt solche Informationen wahrzunehmen, zu erinnern und zu akzeptieren, die zu unseren bestehenden Überzeugungen und dem vorhandenen Wissen passen. Umgekehrt neigen wir dazu, jene Informationen zu vergessen, zu verdrängen oder abzulehnen, die mit unserem Weltbild oder unseren Erfahrungen nicht im Einklang sind.

Während wir damit beschäftigt sind, eine Flut neuer Informationen zu verarbeiten, fügen wir diese zu einem Narrativ oder Paradigma zusammen. Grundsätzlich ist es hilfreich, eine Art Schablone zu haben, in die wir neue Informationen einpassen. So können wir sie durch Bildung von Zusammenhängen leichter speichern und verstehen. Mehr…

Besonnte (Milch)Zuckerglobuli

21. April 2008 6 Kommentare

Homöopathen finden ja nichts dabei, zu glauben, dass Wasser ein Gedächtnis hat und dass nicht vorhandene Substanzen am stärksten wirken.

Es geht aber noch ein ganzes Stück bekloppter.

Die Glaubuli werden nicht mit der Erinnerung einer Substanz getränkt, sondern mit Sonnenlicht aufgeladen. Der Milchzucker soll also nicht nur ein chemisches Gedächntis haben, sondern auch noch ein potenter Speicher für elektromagnetische Wellen unseres Zentralgestirns sein. Das allerdings nur, wenn die Sonne mindestens in einem Winkel von 45 Grad am Himmel steht.
Heilen kann man mit diesen Glaubuli dann natürlich so ziemlich Alles.
Wie es gehen soll, steht hier:

Erforderliche Dauer der Sonnenbestrahlung für (Milch)Zuckerkügelchen
Im Sommer, wenn die Sonne am heftigsten wirkt, genügt es, wenn die vorbenannten Milchzuckerkügelchen eine Mondumlaufszeit (4 Wochen, ca. 170-220 Sonnenstunden, d. Hg.) hindurch der Sonne ausgesetzt werden. Sie dürfen aber nicht so lange des Tages hindurch der Sonne ausgesetzt bleiben, als wie lange die Sonne am Firmamente sichtbar ist, sondern nur so lange, als die Sonne noch gegen 45 Grad hoch steht. Unter 45 Grad wird wegen der Schiefe des Einfalles der Strahlen ihr Licht und ihre Wirkung zu schwach und übt auf die Kügelchen wenig oder gar keine Wirkung mehr aus.
Im Frühjahr oder Herbst müßte die Aussetzung der Kügelchen an die Sonnenstrahlen wohl drei Monate dauern. Die weitere Manipulation bleibt dieselbe. Im Winter ist eine Präparation durchaus nicht möglich, weil da die Sonnenstrahlen zu schief und somit zu wirkungslos einfallen.

(Jetzt mal unter uns:
Das mit den Biophotonen ist wirklich Schmuh für die ganz Doofen.
Da würde doch niemand drauf reinfallen, oder?)