Archiv

Artikel Tagged ‘Öko-Test’

Impfen in der Öko-Test

7. August 2014 68 Kommentare

ÖT_2014_7

Als ich letztens eher zufällig in der Stadtbücherei am Zeitschriftenregal vorbei kam, fiel mein Blick auf das Titelblatt der Juli-Ausgabe der Öko-Test. Dort las ich oben rechts in der Ecke:

Impfen: Ist es sinnvoll, gegen alle Kinderkrankheiten zu impfen?

Ich befürchtete schon das Schlimmste, immerhin ist die Öko-Test nicht ganz unumstritten.

Unter der Überschrift „Alles piekfein?“ folgt gleich die Unterzeile:

13 Impfungen in zwei Jahren: Die meisten Eltern stellten den Rundumschutz für ihr Kind nicht infrage. Doch wer Zweifel am Vollkaskopaket äußert, gerät unter Rechtfertigungsdruck. Die Impfdebatte ist hochemotional.

Doch der eigentliche Artikel wäre (zumindest für eine solche Zeitschrift) ganz in Ordnung. So kommt das Robert-Koch-Institut zu Wort und erklärt unter anderem, dass beispielsweise die Masern nicht die harmlose „Kinderkrankheit“ sind, für die sie bisweilen gehalten werden.

Wäre da nur nicht der letzte Absatz:

Die Argumente für das Impfen liegen auf der Hand, aber Einwände lassen sich nicht einfach von der Hand weisen – doch die Entscheidung nimmt den Eltern niemand ab. Der Verein Ärzte für Individuelle Impfentscheidung (www.individuelle-impfentscheidung.de), dessen Mitglieder sich ausdrücklich nicht als Impfgegner verstehen, unterstützen Eltern bei der Suche nach einem Arzt, der sie berät. Vielen Müttern und Vätern wäre vermutlich schon geholfen, wenn der eigene Kinderarzt ihre Bedenken ernst nehmen würde.

Mehr…

Esowatch goes Mainstream

27. März 2009 4 Kommentare

Ein kleines Schmankerl zum Wochenende, ich kann es kaum glauben.
Auf Bild.de gibt es folgenden Artikel:

Geistheilen, Bachblüten,Eigenbluttherapie
Ist das alles bloß Quacksalberei?
Eigenurin auf die Haut tupfen, um Rheuma und Ekzeme zu behandeln. Dem Heilpraktiker 15 Euro dafür bezahlen, dass er Sie zur Ader lässt. Oder sich Bachblüten auf die Zunge träufeln, um die innere Unruhe loszuwerden. All diese Therapien haben eines gemeinsam: Sie sind teuer, ihr Nutzen ist kaum erwiesen, und sie können sogar lebensbedrohlich werden.

Quelle
Unter dem Artikel kann man sich durch neun Quacksalbereien klicken und findet z.B. so eine Zusammenfassung zur orthomolekularen Medizin:

Idee: Hochdosierte Vitamin- und Mineralienpräparate sollen als Radikalfänger dienen, Mangelerscheinungen ausgleichen und gegen bestimmte Krankheiten helfen.
Kosten: Die Laboruntersuchung müssen Patienten selbst bezahlen. Ein Basisprofil zum oxidativen Stress kostet z.B. 120 Euro. Die Vitaminpräparate kosten in der Drogerie um einen Euro.
Nebenwirkungen: Die Überdosierung von Vitaminen kann gesundheitsschädlich sein, besonders für Kinder, Schwangere und Ältere.
Wirksamkeit: Eine lebensverlängernde Wirkung ist nicht nachgewiesen.

Die Meldung bezieht sich auf das aktuelle Sonderheft von Ökotest:
ÖKO-TEST Spezial alternative Heilmethoden.

Das sind doch mal gute Nachrichten.
Das Wochenende kann kommen.

Für Leute, die es etwas anspruchsvoller und schöner formuliert mögen, habe ich hier noch einen schweizerischen Artikel zur Paramedizin gefunden.

Die Wahrheit über Homöopathie, unverdünnt

Am 17. Mai wird darüber abgestimmt, ob die Krankenkassen künftig für Komplementärmedizin zahlen sollen.
27.03.2009 von Birgit Schmid