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Artikel Tagged ‘Viadrina’

Ein Walach versteht die Welt nicht mehr…

9. Mai 2012 21 Kommentare

Herr Walach von der Viadrina versteht laut seines letzten Blog(?)-Eintrags nicht, warum es eigentlich alle auf ihn abgesehen haben. Es sei ja wie im Mittelalter, als die Wissenschaftsfundamentalisten einen gleich auf dem Scheiterhaufen verbrannten. Wissenschaft sei die neue Religion und jeder, der auch nur ein wenig aus der Reihe tanze, werde von der Inquisition verfolgt. Die GWUP hat ihn dafür auch gleich auf die Schippe genommen.

Was uns aufgefallen ist: Herr Walach hat mit seinem letzten Kommentar gezeigt, dass er entweder nicht versteht, warum die Arbeit grottenschlecht ist oder es weiß, sich nun aber herauswinden will. Jeder möge selbst entscheiden, was davon schlimmer ist.

Das Wissenschaftsverständnis des Herrn Walach
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Masterarbeit an der Viadrina schlägt der Wissenschaft ins Gesicht

26. April 2012 39 Kommentare

Als wir vorgestern über Global Scaling, Herrn Walach und die Viadrina gebloggt haben, war uns zuerst gar nicht bewusst, was für einen Schlag ins Gesicht die dort verlinkte Masterarbeit für jeden Akademiker, die wissenschaftliche Arbeit und jegliche Ethik bedeutet.

Oh, wir hatten schon überlegt, einen eigenen Blogpost dazu zu bringen, da praktisch jede Zeile darin ein WTF?-Erlebnis auslöst. Aber dass es sich im Unterschied zu einem beliebigen Text aus dem Internet, tatsächlich um eine Masterarbeit handelt, haben wir nicht sofort realisiert.

Es geht bei der so genannten Masterarbeit im Wesentlichen um die pseudo-wissenschaftliche Zeit-Theorie des Nikolai Kozyrev und im Speziellen um den so genannten Kozyrev-Spiegel, mit dem es möglich sein soll, Raum-Zeit-Tunnel zu öffnen. Die Links im Text führen in unser Wiki und liefern einen Überblick über den schmerzhaften Unsinn.

Die Masterarbeit spricht aber am besten für sich selbst: Mehr…

Harald Walach und das Missverständnis

24. April 2012 26 Kommentare

Wieder einmal wird in der Zeitung über den Global-Scaling-Betrug berichtet. Hartmut Müller, der Initiator der ganzen Sache, hatte behauptet, mit Gravitationswellen alles Mögliche tun zu können, inklusive Lottoprognosen zu erstellen.

Dabei gab es auch Kontakte zur Europa Universität Viadrina, wo Müller über die Deutsche Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin e.V. (DGEIM) als Referent tätig war. Eine Übersicht über die Verbindungen des Global-Scaling-Netzwerkes findet man hier.

Wie man in der Zeitung liest, war laut zuständigem Institutsdirektor der Viadrina, Harald Walach, alles nur ein Missverständnis. Global Scaling sei ein „vollkommener Schmarrn“. Er kenne sich damit auch nicht aus, das sei alles zu kompliziert.

Aber Herr Walach, stellen Sie Ihr Licht doch nicht unter den Scheffel! Als Erfinder der Schwachen Quantentheorie sollten doch Kleinigkeiten wie Gravitationswellen für Sie nur ein Klacks sein. Zugegeben, ernsthafte Forscher halten das Zeug auch für kompletten Schmarrn, aber das würde Sie ja erst recht zur Koryphäe auf dem Gebiet machen.
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Wiki-Watch: Wer bewacht die Wächter?

3. Juli 2011 44 Kommentare

Im Herbst 2010 wurde das Projekt Wiki-Watch mit dem hehren Ziel der Qualitätssicherung in der Wikipedia ins Leben gerufen. Angeblich als „Arbeitsstelle im Studien- und Forschungsschwerpunkt ,Medienrecht‘ der Juristischen Fakultät der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).“, als Forschungsprojekt geführt von dem Journalistik-Professor Wolfgang Stock.

Wie allerdings jetzt bekannt wurde, wurde der Account von Stock durch Mitarbeiter der Wikipedia überprüft und einige Auffälligkeiten festgestellt. Wiki-Watch soll: „… in zahlreichen Konfliktthemen um Religion, Homosexualität und Politik mittels zahlreicher Accounts massiv versucht haben, Artikel in ihrem Sinne zu manipulieren und zu beeinflussen.„. In einem 11 Seiten langen Dossier der Wikipedia Mitarbeiter wird ein interessantes Bild der Vorgänge gezeichnet. Ein Artikel, der zum Schaden einer Pharmafirma gewesen wäre, wurde mehrfach „optimiert“, andere Artikel geschönt.

Stock erklärte der FAZ, dass er in einem 8-Personen Haushalt gelebt hätte und man mit mehreren Laptops gearbeitet habe und vielleicht nicht immer der angemeldete Benutzer mit der Person hinter dem Laptop übereingestimmt haben könnte …

Auf der anderen Seite wurde auf der Wiki-Watch Seite die „Qualität“ der Artikel bewertet.

Wie sich weiter herausstellte, hat Wiki-Watch niemals Etatmittel von der Universität erhalten und wird ausschließlich von unbekannten „Dritten“ finanziert. Die Homepage ist auf die Privataddresse von Wolfgang Stock registriert und gehört ihm damit als Privatperson und nicht der Universität. Ebenso verhält es sich mit dem Logo. Auf die gleiche Adresse ist auch die Homepage von Convincet GmbH, bei der Stock Geschäftsführender Gesellschafter ist, gemeldet. Convincet wirbt mit folgendem Text:

„Wir unterstützen Sie bei Ihrer Interessenvertretung im politisch-gesellschaftlichen Kontext. Ziel ist es, Ihren unternehmerischen Erfolg durch gezielte Interventionen zu sichern und Krisen vorzubeugen. Extrem schnelle und flexible Reaktion auf neue Themen und Problemstellungen ist dabei selbstverständlich.“

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

Die FAZ, die einen Artikel zum Thema verfasst hatte, wurde in der Zwischenzeit mit Klage bedroht und entfernte den Artikel von ihrer Webseite. Aber im Sinne des „Streisand-Effekts“ finden Sie den Artikel natürlich bei uns: hier.

Und weil es dieses Wochenende kein Rätsel gab, hier noch ein kleines:

Rätselfrage: Wie nennt man das, wenn jemand für Geld Artikel manipuliert und gleichzeitig als Qualitätswächter auftritt? Uns ist kein geeigneter Begriff eingefallen.

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Edit: Das Dossier wurde verlinkt

 

Armer schwarzer Kater

16. Dezember 2010 10 Kommentare

Professor Wallach von der Frankfurter Europa-Universität Viadrina ist traurig, weil es einen „Haut-die-Homöopathie-und-alle-Spinner-in-die-Pfanne“-Zug in Deutschland gibt. Da hatten sich doch wirklich ein paar überregionale Zeitungen erdreistet etwas Wahres, jenseits des Ganzheitsgeschwurbels, über die neoschamanistische Alternativheulermedizin zu schreiben. Es gibt eine Erwiderung (Link) zum „Magie im Hörsaal“-Artikel vom August aus der SZ. Die ist putzig, enthält herrliche Stilblüten, keine Wirksamkeitsnachweise, das übliche Big-Pharma-Bashing und den lustigen Vorwurf, dass Wissenschaftler und die Kritiker der Husch-Fuschi-Medizin fundamentalistische Dogmatiker sind.
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