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Artikel Tagged ‘Aids-Leugner’

Impfgegner und Aids-Leugner – Kreuzzug gegen die Schulmedizin

15. März 2010 9 Kommentare

Ein Artikel aus dem FAZ-NET von Peter-Philipp Schmitt

Liest sich wie ein Streifzug durch Esowatch. Von Andrew Wakefield, Hans U. P. Tolzin, Thiomersal, Garri Rober, Ryke Geerd Hamer, Aids-Leugner, Matthias Rath, Torsten Engelbrecht, Claus Köhnlein, Juliane Sacher und Squalen.

Keine andere sogenannte Impfstudie hat in Europa wohl mehr Schaden angerichtet als die des Briten Andrew Wakefield. Darin behauptete der Mediziner, dass es einen Zusammenhang zwischen der kombinierten Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln bei Kindern und – in der Folge – eine erhöhte Autismusrate gebe. Wakefields Untersuchung, die 1998 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ erschien, brachte Verunsicherung, die Impfbereitschaft sank in vielen Ländern Europas beträchtlich. Bis heute beziehen sich Impfkritiker und -gegner auf die Wakefield-Studie. Ausgerechnet die Dreifach-Impfung, die Kinderärzte einsetzen, um ihren kleinen Patienten zwei Stiche weniger verpassen zu müssen, geriet in Misskredit – und mit ihr gleich alle anderen Impfungen.

Wakefield wurde für seine „Studie“ von impfkritischer Seite bezahlt, er fälschte seine Studienergebnisse, bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für seine Thesen, stattdessen wird sie in etlichen seriösen Untersuchungen auf der ganzen Welt immer wieder widerlegt, und „Lancet“ widerrief den Artikel Wakefields wegen offensichtlich inkorrekter Teile – das alles bleibt in pseudowissenschaftlichen Werken zum Beispiel eines Hans U. P. Tolzin unerwähnt. Tolzin, der nicht etwa Arzt ist, sondern gelernter Molkereifachmann, betreibt die Internetseite www.impfkritik.de und gibt zudem den „Impfreport“ heraus, eine „Zeitschrift für unabhängige Impfaufklärung“.

Hier gehts zum ganzen Artikel.

Die Ohnmacht eines Egomanen

10. April 2009 24 Kommentare

Unter dem Aktenzeichen (234 Cs)3012PLs14916/07(133/08) fand am 24.03.2009 um 12:00 Uhr im Raum 1007 des Berliner Amtsgerichts Tiergarten die mündlichen Verhandlung in der Strafsache das Volk gegen Dr. rer. nat. Stefan Lanka statt.

Das Verfahren hatte die Beleidigungstatbestände der §§185ff des Strafgesetzbuches zum Gegenstand. Die Ermittlungen gegen den Angeklagten Lanka wurden aufgrund eines Antrages des Prof. Dr. Reinhard Kurth in die Wege geleitet, nachdem der AIDS-Leugner Lanka dessen Wirken als Präsident des Robert Koch Instituts (RKI) als strafbar gemäß dem Völkerstrafrecht bezeichnete und dies im Jahre 2007 per Fax dem RKI kundtat.

Lanka, in seiner unerschütterlichen Überheblichkeit, zog es vor, seine Verteidigung selbst in die Hand zu nehmen. Ein Unterfangen, welches von Beginn an zum Scheitern verurteilt war und in der folgenden Exklamation Lankas einen denkwürdigen Höhepunkt fand:

„SIE SIND EIN MÖRDER, EIN MASSENMÖRDER, EIN VÖLKERMÖRDER!“

Prof. Kurth nahm es gelassen.

Worum ging es Lanka in diesem Verfahren? Lanka, der als Mitglied der sog. Perth-Group die These vertritt, die Existenz von HIV als ein exogenes Retrovirus sei nicht nachgewiesen, wollte mit diesem Verfahren ein Exempel statuieren und seine Auffassung zur AIDS-Thematik kolportieren. Auf diesem Wahn basierte seine Verteidigung: Wenn Prof. Dr. Kurth öffentlich bekennt, daß HIV existiert und nachgewiesen wurde und die damit verbundenen HIV-Tests valide sind, kann er, Lanka, der große Wissenschaftler, gegen Prof. Kurth Strafanzeige wegen Meineides stellen. Für Lanka war es ein unwesentliches Detail, daß hier gegen ihn ermittelt und vor Gericht gezogen wurde. Er sieht in diesem Strafprozeß eine Gelegenheit, seinen Standpunkt vor Gericht zu verteidigen nicht seine strafbare Handlung. Der vermeintliche Meineid Kurths ist für ihn das Ziel – nicht die Abwendung einer Verurteilung.

Lanka konnte seinen Kampf nicht auf dem Boden der Wissenschaft gewinnen, so sucht er nun, ihn im Lager der Juristerei für sich zu entscheiden. Die Maßstäbe, die hier angelegt werden, sind jedoch mitnichten geringer als die, mit welchen er in peer-reviewed Publikationen zu kämpfen hat. So ist es nicht verwunderlich, daß in der Datenbank von Pubmed zwar 152 Einträge zu Autoren namens Lanka zu finden sind, einen Stefan Lanka man jedoch vergeblich sucht.

Daß Lanka unter Anbetracht der durch ihn im Verfahren getätigten Aussagen nur verurteilt werden konnte, liegt auf der Hand. Spektakulär war sein Auftritt mit Sicherheit, von einer großartigen Verteidigung kann angesichts des Ausgangs wohl kaum gesprochen werden. Dank seiner Selbstverteidigung hat er sich einen Eintrag ins Bundeszentralregister erworben als auch eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen á 15 EUR (750 EUR). Wir gratulieren.

Noch ein erwerbsgetriebenes Ungeheuer

19. Oktober 2008 11 Kommentare


Die Inkarnation des geldgierigen, skrupellosen und demagogischen Wunderheilers stammt aus Deutschland und heißt Matthias Rath.
In unserem Land ging er mit dem Fall des krebskranken kleinen Dominik, der durch Unterlassung einer echten Therapie verstarb:

Umstrittener Krebs-Arzt Rath vor Gericht

Vitaminpräparate könnten Krebs heilen, hatte der umstrittene Arzt Matthias Rath immer wieder behauptet – bis ein neunjähriger Junge nach dem Abbruch seiner Chemotherapie an einem Tumor starb. Nächste Woche muss sich Rath vor Gericht verantworten.

Link
und mit aufwändigen Werbekampagnen für seine wirkungslose und betrügerische Zellular-Medizin durch die Presse.
Die letzten Jahre lebte er in Südafrika und betrieb dort als AIDS-Leugner mit Unterstützung von höchster politischer Stelle sein Geschäft weiter. Mit großen Werbekampagnen wurden die wissenschaftlichen Methoden der AIDS-Behandlung als Teil einer riesigen Weltverschwörung der Pharmaindustrie dargestellt und die rathsche Vitaminwunderkur als AIDS-Therapie propagiert. Diese skrupellose Kampagne fiel in Südafrika auf fruchtbaren Boden und wurde von Staatspräsident Mbeki und seiner „Gesundheitsministerin“ Tshabalala-Msimang gedeckt.
Jetzt heißt es endlich „Voetsek!“ (Verpiss dich!) für unseren Verbrecherexport.
Gefunden habe ich diese gute Nachricht bei der GWUP unter „Aktuelles“:

Aberglaubensmedizin ade! – Südafrika will AIDS künftig mit wissenschaftlicher Medizin bekämpfen

GWUP: Südafrika will AIDS künftig mit wissenschaftlicher Medizin bekämpfen

15.10.2008 – Bei der Eröffnung der Internationalen AIDS-Impfkonferenz 2008 in Kapstadt hat die neue südafrikanische Gesundheitsministerin Barbara Hogan keine Zweifel daran gelassen, dass AIDS durch das HI-Virus ausgelöst wird und mit evidenzbasierter Medizin bekämpft werden muss. In Südafrika sollen täglich etwa 1000 Menschen an AIDS sterben.

GWUP-Link