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Artikel Tagged ‘Matthias Rath’

Bericht zu Dr. Rath in Berlin

25. März 2012 4 Kommentare

Vor einigen Tagen hat ja Dr. Rath in Berlin (und zuvor in anderen Städten) einen Vortrag zu seiner Zellularmedizin gehalten.

Ein kritischer Blogger hat sich den Vortrag angesehen und einen sehr schönen Bericht darüber geschrieben. Sehr spannend. Vielen Dank an die GWUP für den Tipp. Ein toller Beitrag, der versucht objektiv Veranstaltung und Stimmung zu beschreiben.

Als Fazit bleibt (bei uns) Bitterkeit, im Gedanken daran, mit wie wenig Rath durchkommt, um den Leuten sein Zeug anzudrehen. Und es ist auch kein Wunder, dass er am Ende nicht gewillt ist, Fragen zu beantworten …

Dr. Rath auf Vortragstour

15. Oktober 2011 72 Kommentare

Dr. Rath, ein skrupelloser Geschäftsmann, wie er im Buche steht, ist ab Montag auf Tour, um seine wirkungslosen Präparate an den Mann (oder die Frau) zu bringen. Oder um Patientenvertreter zu zitieren, um ein „Geschäft mit der Hoffnung todkranker Leute“ zu machen. Die Vortragsreihe beginnt in der Wiener Hofburg und dann geht es im Laufe der Woche weiter mit Zürich, Stuttgart und schließlich Berlin.

Die österreichische Kronenzeitung berichtet in der heutigen Auflage bereits mit einer Warnung („Dr. Krebs lockt mit Wunderpillen“) und berichtet dabei auch vom neunjährigen Dominik, der an Knochenkrebs erkrankt eine Chemotherapie abgebrochen hatte und dessen Eltern stattdessen auf die Rath’sche Zellularmedizin gesetzt hatten. Rath hatte den Jungen als geheilt zu diversen Vorträgen geschleppt und dort als Erfolg präsentiert. Der Junge starb kurz darauf in einer „Spezialklinik“ in Tijuana, die nach Raths Methoden behandelt. Rath schaltete sofort großflächige Anzeigen mit der Behauptung, Dominik sei nicht an Krebs, sondern am „Pfusch der Schulmedizin“ gestorben.

Typische Propaganda

Typische Rath-Propaganda

2006 wurde Rath in Deutschland wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz und irreführender Werbung angeklagt. In der Hauptverhandlung erklärte Rath, er habe nie eine Krebsheilung versprochen…

In Südafrika hat Rath die selben Vitamine, die jetzt gegen Krebs helfen sollen, auch gegen HIV angepriesen. Anzeigen, Verurteilungen, Warnungen der WHO und weitere Anzeigen (inklusive Beschlagnahme seiner Wunderpillen) folgten. Südafrika leidet noch heute unter den Folgen der AIDS-Leugnung, die unter Präsident Thabo Mbeki AIDS-Kranke mit Roter Beete, Olivenöl oder eben Raths Vitaminen „bekämpft“ hatte.

Vielleicht findet sich ja der eine oder andere Skeptiker, der sich den Vortrag ansieht (Eintritt ist frei) und ein paar Worte dazu schreibt. Die Broschüre von Rath (hxxp://www.dr-rath-gesundheitsallianz.org/pdf-files/dr_rath_kommt-de-okt2011.pdf, http://www.dr-rath-gesundheitsallianz.org/pdf-files/dr_rath_kommt-de-okt2011.pdf, http://www.dr-rath-gesundheitsallianz.org/pdf-files/dr_rath_kommt-de-okt2011.pdf) ist ja sehr „vielversprechend“.

Impfgegner und Aids-Leugner – Kreuzzug gegen die Schulmedizin

15. März 2010 9 Kommentare

Ein Artikel aus dem FAZ-NET von Peter-Philipp Schmitt

Liest sich wie ein Streifzug durch Esowatch. Von Andrew Wakefield, Hans U. P. Tolzin, Thiomersal, Garri Rober, Ryke Geerd Hamer, Aids-Leugner, Matthias Rath, Torsten Engelbrecht, Claus Köhnlein, Juliane Sacher und Squalen.

Keine andere sogenannte Impfstudie hat in Europa wohl mehr Schaden angerichtet als die des Briten Andrew Wakefield. Darin behauptete der Mediziner, dass es einen Zusammenhang zwischen der kombinierten Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln bei Kindern und – in der Folge – eine erhöhte Autismusrate gebe. Wakefields Untersuchung, die 1998 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ erschien, brachte Verunsicherung, die Impfbereitschaft sank in vielen Ländern Europas beträchtlich. Bis heute beziehen sich Impfkritiker und -gegner auf die Wakefield-Studie. Ausgerechnet die Dreifach-Impfung, die Kinderärzte einsetzen, um ihren kleinen Patienten zwei Stiche weniger verpassen zu müssen, geriet in Misskredit – und mit ihr gleich alle anderen Impfungen.

Wakefield wurde für seine „Studie“ von impfkritischer Seite bezahlt, er fälschte seine Studienergebnisse, bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für seine Thesen, stattdessen wird sie in etlichen seriösen Untersuchungen auf der ganzen Welt immer wieder widerlegt, und „Lancet“ widerrief den Artikel Wakefields wegen offensichtlich inkorrekter Teile – das alles bleibt in pseudowissenschaftlichen Werken zum Beispiel eines Hans U. P. Tolzin unerwähnt. Tolzin, der nicht etwa Arzt ist, sondern gelernter Molkereifachmann, betreibt die Internetseite www.impfkritik.de und gibt zudem den „Impfreport“ heraus, eine „Zeitschrift für unabhängige Impfaufklärung“.

Hier gehts zum ganzen Artikel.

Eine Werbelüge wird 70!

1. September 2009 6 Kommentare

„Ernährungsprobleme in den hochentwickelten Industrieländern…Nahrungsmittel zeigen Rückgang an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen“

„Wie Sie aus der vorstehenden Tabelle – anhand einiger weniger Beispiele – ersehen können, haben unsere Nahrungsmittel, bedingt durch die industrielle Landwirtschaft, viele ihrer lebenswichtigen Vitalstoffe teilweise, manche (wie z.B. Selen) nahezu gänzlich eingebüßt.“

„Das Verlangen nach immer größer, immer mehr und immer billiger, die Orientierung an Weltmarktpreisen und Kalorien statt an Qualität, Lebendigkeit und innerem Wert der Nahrung, hat dazu geführt, dass im Vergleich zu vor 10 – 20 Jahren oft nur noch ein Bruchteil an lebenswichtigen Spurenelementen und Vitaminen in Obst und Gemüse enthalten sind, dafür mehr Wasser, Nitrat und Spritzmittelrückstände.“

Dass unsere Nahrung durch industrielle Herstellung angeblich immer schlechter und vitaminärmer wird, ist zur Binsenweisheit geworden und darf in Diskussionen gern, oft und ungeprüft behauptet werden. Der Ursprung dieser nie belegten Legende liegt nun 70 Jahre zurück. Im Original liest sich das so:
«Der Vitamingehalt unserer Nahrungsmittel wird oft durch industrielle Verarbeitung sowie durch die Zubereitung im Haushalt zerstört»
und
«Vitaminmangel kann auch bei scheinbar abwechslungsreicher Ernährung auftreten.» .

Die Chemiefirma Roche suchte 1939 eine Möglichkeit, Vitamin C zu verkaufen. Sie hatten das Patent für die Synthese und der Markt für die Indikation Skorbut war zu klein. Also wurde die C-Hypovitaminose erfunden.

Dieser Artikel in der „Baseler Zeitung“ ist wirklich lesenswert:
Vitamin C – vom Ladenhüter zum Milliardengeschäft.

Detailliert findet sich dann alles im Buch von Beat Bächi:
Vitamin C für alle!
Pharmazeutische Produktion, Vermarktung und Gesundheitspolitik (1933–1953)

Die Masche funktioniert also seit siebzig Jahren vorzüglich und etliche üble Scharlatane sprangen auf den Zug auf.
Matthias Rath im EsoWatch-Wiki:

Matthias Rath (geb. 1955 in Stuttgart) ist ein umstrittener deutscher Arzt und Wunderheiler. Er gilt als Erfinder der so genannten Zellular-Medizin, die Heilversprechen bei schweren Erkrankungen wie Krebs und AIDS macht und als eine Rath’sche Interpretation der orthomolekularen Medizin (OM) verstanden werden kann, die auf Linus Pauling zurückgeht. Tatsächlich kann sich Rath bei dem Versuch, die OM durch eine Wissenschaftlichkeit aufzuwerten, nur in Einzelfragen auf Pauling berufen. Rath tritt in Europa als Verkäufer entsprechender Produkte („Mikronährstoffe“ oder Vitamine) auf, die er auf Grund der gesetzlichen Lage von Holland aus vermarktet.


Rath’sche Propaganda für seine wirkungslose Therapie

Noch ein erwerbsgetriebenes Ungeheuer

19. Oktober 2008 11 Kommentare


Die Inkarnation des geldgierigen, skrupellosen und demagogischen Wunderheilers stammt aus Deutschland und heißt Matthias Rath.
In unserem Land ging er mit dem Fall des krebskranken kleinen Dominik, der durch Unterlassung einer echten Therapie verstarb:

Umstrittener Krebs-Arzt Rath vor Gericht

Vitaminpräparate könnten Krebs heilen, hatte der umstrittene Arzt Matthias Rath immer wieder behauptet – bis ein neunjähriger Junge nach dem Abbruch seiner Chemotherapie an einem Tumor starb. Nächste Woche muss sich Rath vor Gericht verantworten.

Link
und mit aufwändigen Werbekampagnen für seine wirkungslose und betrügerische Zellular-Medizin durch die Presse.
Die letzten Jahre lebte er in Südafrika und betrieb dort als AIDS-Leugner mit Unterstützung von höchster politischer Stelle sein Geschäft weiter. Mit großen Werbekampagnen wurden die wissenschaftlichen Methoden der AIDS-Behandlung als Teil einer riesigen Weltverschwörung der Pharmaindustrie dargestellt und die rathsche Vitaminwunderkur als AIDS-Therapie propagiert. Diese skrupellose Kampagne fiel in Südafrika auf fruchtbaren Boden und wurde von Staatspräsident Mbeki und seiner „Gesundheitsministerin“ Tshabalala-Msimang gedeckt.
Jetzt heißt es endlich „Voetsek!“ (Verpiss dich!) für unseren Verbrecherexport.
Gefunden habe ich diese gute Nachricht bei der GWUP unter „Aktuelles“:

Aberglaubensmedizin ade! – Südafrika will AIDS künftig mit wissenschaftlicher Medizin bekämpfen

GWUP: Südafrika will AIDS künftig mit wissenschaftlicher Medizin bekämpfen

15.10.2008 – Bei der Eröffnung der Internationalen AIDS-Impfkonferenz 2008 in Kapstadt hat die neue südafrikanische Gesundheitsministerin Barbara Hogan keine Zweifel daran gelassen, dass AIDS durch das HI-Virus ausgelöst wird und mit evidenzbasierter Medizin bekämpft werden muss. In Südafrika sollen täglich etwa 1000 Menschen an AIDS sterben.

GWUP-Link