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Keyword: ‘seralini’

Sie haben es wirklich getan: Ein Preis für Gilles-Éric Séralini

16. Oktober 2015 7 Kommentare

 

Die „Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V.“ hat Séralini einen Preis verliehen, den Whistleblower-Preis. Gestiftet war der eigentlich für Menschen, „die auch unter persönlichen Opfern mit Hinweisen auf gesellschaftliche Risiken und Probleme an die Öffentlichkeit gegangen sind, nachdem sie in ihrer eigenen Institution nicht gehört wurden“.

 

Wie jetzt? Séralini wurde in seinem eigenen Institut nicht gehört? Oder er musste seine Ergebnisse, oder was er dafür hielt, klammheimlich dort herausschmuggeln? Welches persönliche Opfer drohte oder hat den wackeren Forschersmann gar ereilt? Haben wir da etwas nicht mitbekommen?

 

Querdenker

Querdenker

Oder hat der eingetragene Verein seine eigenen Kriterien missverstanden? Sollte der Lorbeer generell einmal der queren Denkungsart zukommen dürfen – ohne Rücksicht auf Verluste, nur zum Segen des richtigen Bewusstseins, kleinliche Methodenprobleme und Qualitätsanforderungen einfach mal beiseite gelassen?

 

 

Ja, wenn das so ist, lieber eingetragener Verein, dann lassen Sie uns schon einmal die Kandidatenliste für die nächsten Jahre beschauen – an Anwärtern herrscht dann wahrlich kein Mangel mehr; auf Anhieb fallen uns da noch viele Querdenker ein, die im Kampf gegen die Diktatur des Mainstreams die Tinte nicht halten konnten:

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Séralini – Eine wertlose Studien-Neuveröffentlichung

29. Juni 2014 9 Kommentare

Einige Medien berichteten kürzlich, dass der durchaus umtriebige Gilles-Éric Séralini bezüglich seiner Schrottstudie von 2012 „in die Offensive“ gegangen sei. So schreibt etwa der österreichische Standard unter weitgehender Übernahme eines Textes der österreichischen Presseagentur:

Im Streit um ihre Studie zu möglichen Krebsgefahren durch gentechnisch veränderten Mais ist das zuvor kritisierte Forscherteam in die Offensive gegangen: Die Untersuchung, die 2012 veröffentlicht und dann von einem Fachmagazin wieder zurückgezogen worden war, wurde nun in der Online-Fachzeitschrift „Environmental Sciences Europe“ der Springer-Gruppe erneut publiziert, so die Wissenschafter am Dienstag in Paris.

Interessant an dieser Stelle zu bemerken, dass man die APA-Original-Formulierung “ … heftig kritisierte Forscherteam …“ wie gezeigt kürzt. Das Wörtchen „heftig“ hat offenbar gestört. Mehr…

Séralini-Studie zurückgezogen, natürlich eine Verschwörung

30. November 2013 14 Kommentare

Es kommt wohl nicht überraschend, aber die Schrottstudie von Gilles-Éric Séralini wurde durch das Journal Food and Chemical Toxicology am Donnerstag, den 28. November zurückgezogen.

Er hatte in einer Studie angeblich herausgefunden, dass die gentechnisch veränderte Maissorte NK603 bei Ratten Tumore verursacht. Zwar sind die Medien auf das Thema sofort angesprungen, doch bei näherer Betrachtung stellte sich schnell heraus, dass die Studie von äußerst schlechter Qualität war. Die Studie wurde daher auch breitflächig verrissen, zerrissen und als reiner Publicity-Stunt betrachtet.

Was gibt es besseres als eine Skandalstudie, um Schlagzeilen zu machen, wenn man gerade ein Buch zum Thema veröffentlicht?

Man könnte jetzt die Probleme der Studie noch einmal durchkauen, aber der geneigte Leser möge einfach obigen Links folgen. Zusammenfassend lässt sich sagen: die Studie war so schlecht, dass sich eine Faustregel dazu gebildet hat:

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Wer Séralini ins Feld führt, hat die Debatte bereits verloren.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW17, 2018)

29. April 2018 10 Kommentare

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Die Aufklärungsmaßnahmen zum Thema Homöopathie scheinen erste spürbare Wirkungen für Zuckerverkäufer zu haben. Zumindest sieht sich der Globuli-Hersteller DHU veranlasst, den sinkenden Absätzen mit einer Marketingkampagne entgegenzuwirken. Unter dem bezeichnenderweise völlig inhaltsleeren Hashtag „#MachAuchDuMit“ fordern sie begeisterte Globulisten auf, ihre positiven Erfahrungen in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Außer von ein paar Twitter-Bots finden sich aber erstaunlicherweise keine Erfolgsmeldungen zu diesem Thema. Auch überprüfbare Fakten zur Wirksamkeit der Homöopathie wurden bisher nicht gesichtet. Auf Seiten der Kritiker wird diese Gelegenheit allerdings begeistert wahrgenommen, um zu zeigen, was Homöopathie ist: Nichts drin, nichts dran. Das dürfte wohl auch das Fazit von DHU zum Erfolg dieser Kampagne sein. Unsere wöchentliche Linksammlung hat deutlich mehr Inhalt zu bieten und wir sind wie immer auf Eure Kommentare und Vorschläge gespannt.

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Das Monsanto Tribunal – Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

15. Oktober 2016 10 Kommentare

Wir haben hier im Blog ja schon vor einigen Monaten über das sogenannte Monsanto Tribunal berichtet und dieser Tage findet das Schauspiel tatsächlich statt. Grund genug, das noch einmal zu beleuchten.

Unter einem "Känguru-Gericht" versteht man im Englischen einen Schauprozess, bei dem das Urteil schon feststeht.

Unter einem „Känguru-Gericht“ versteht man im Englischen einen falschen Prozess, ohne Rechtsgrundlage, bei dem das Urteil schon feststeht.

Das Monsanto Tribunal ist ein Marketingspektakel, das zum Ziel hat, den Agrarkonzern Monsanto als Antichrist zu präsentieren. Als Vehikel wurde dabei der klassische Schauprozess gewählt. Der Angeklagte ist schuldig, bis – äh – also er ist schuldig. Punkt. Beweise werden da keine gebraucht, nur Zeugen der Anklage. Im Dezember ist man fertig, es wird quasi kurzer Prozess gemacht.

Bei der Veranstaltung wurde als Örtlichkeit Den Haag gewählt hat, wohl um den Anschein zu erwecken, in irgendeiner Form offiziell zu sein. In Den Haag hat ja der Internationale Strafgerichtshof seinen Sitz und man möchte sich wohl vom Schatten dieser Institution ein wenig Pseudolegitimierung holen. Pseudo ist ja bei der Veranstaltung so einiges, ein Pseudo-Gericht mit Pseudo-Gerechtigkeit. Mehr…

Hexenjagd in Den Haag – Das Monsanto-Tribunal

4. Februar 2016 45 Kommentare

mob

Dem folgenden Beitrag eines Foristen merkt man an, was er vom „Monsanto-Tribunal“ hält. Wir schließen uns an.

Man kennt es ja aus alten Horrorfilmen. Das Dorfvolk sammelt sich unter Führung von „Ehrenwerten Herren“, um mit Fackeln und Mistforken zum Unterschlupf des vermeintlichen Monsters/Zauberers zu ziehen und diesem den Garaus zu machen. Ob das Opfer des Mobs schuldig war, ob der Außenseiter eigentlich nur Gutes im Sinne hatte oder einfach nur in Ruhe seinen Geschäften nachgehen wollte, ist einerlei. Einen ordentlichen Prozess gibt es nicht, der Schuldige ist ja schuldig, weil er schuldig ist. Die Welt ist wieder in Ordnung, wenn das Übel vom Antlitz der Erde getilgt wurde; sei es zur Wiederherstellung der gottgewollten Ordnung oder sei es, weil einfach nicht sein kann, was nicht darf. Die Aufpeitscher gerieren sich dabei als „Richter des einzig wahren Guten“. Sie wissen genau, wie die Welt auszusehen hat, in der die Menschen leben sollen. Eigennützige Motive oder schlichte Ideologie, bis hin zu quasi-religiösen Wahn und zu Vernichtungsphantasien, kommen bei ihnen nicht vor.
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Netzfrauen – das Geschäft mit der Angst

17. April 2015 87 Kommentare

Netzfrauen_Angst

Wir haben ja im Forum schon eine längere Diskussion geführt, ob sich die Netzfrauen auch einen Eintrag in unserem Wiki verdient hätten oder ob man den „Dampfplauderern“ damit zu viel Bedeutung beimisst. Manch einer vermutete hinter dem Begriff vielmehr Frauen, die sich eine Netzstrumpfhose über den Kopf gezogen haben. In welcher Absicht auch immer. Es gab anfangs auch ein wenig Verwirrung, ob es sich dabei denn nicht um ein Satireprojekt handele. Angesichts der behandelten Themen und vor allem der Art und Weise, wie marktschreierisch, sensationslüstern, vereinfachend und diffamierend dort argumentiert wird, kann es wiederum keine Satire sein. Diese arbeitet feinfühliger, ironischer und intelligenter. Also keine Satire, sondern bitterer Ernst. Oh je, oh je!

Gut, dann sehen wir uns die Sache mal ein wenig genauer an. Es handelt sich um einen Blog und eine entsprechende Facebook-Seite, irgendwann 2013 von einer Doro(thea) Schreier gegründet. Nach eigenen Angaben hat der Blog mehrere hunderttausend Zugriffe monatlich, aktuell folgen der Seite auf Facebook etwa 110.000 Facebook-User. Nicht an falscher Bescheidenheit leidend sagt Doro Schreier auf Facebook über die Netzfrauen:

die Netzfrauen sind mehrfach wegen Seriösität ausgezeichnet und transparent- die BILD hat noch keine Nominierung für den Deutschen Engagement preis erhalten und dies 2 -fach und von Wissenschaftlern als beste Seite im Netz ausgezeichnet worden

Noch ganz abgesehen von Rechtschreibung und Grammatik: ist die Anzahl an Likes wirklich so ein guter Anzeiger, was die Akzeptanz der Inhalte angeht? Könnte es nicht auch sein, dass viele die Seite liken, um sich ihre tägliche Portion Schenkelklopfen zu sichern? So etwa, als der Skandal aufgedeckt werden sollte, dass die von einigen Diskountern auf ihren Fleischwaren angegebenen Markennamen und Logos ein Gutshof-Idyll vortäuschten , das es so gar nicht gibt. Das ist natürlich ein Skandal oberster Güte, das muss erst mal aufgedeckt werden! Gut, dass die Story eigentlich beim Wirtschaftsmagazin Plusminus der ARD geklaut wurde, ist beinahe nur Nebensache und macht es auch nicht besser.
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Wissenschaftlicher Berater? Igitt! Schafft das ab!

24. August 2014 Keine Kommentare

Während wir uns hier mit Pseudowissenschaftlern herumschlagen, hat sich ein Bund von neun Lobby-Organisationen aufs Pferd geschwungen, um ihre Pfründe zu verteidigen. Sie haben die Gefahr genau erkannt und den Feind ausgemacht: Den Posten des Chief Scientific Adviser („Oberster wissenschaftlicher Berater“) der Europäischen Kommission.

Natürlich, was könnte schlimmer sein, als ein Wissenschaftler – im konkreten Fall eine Wissenschaftlerin – in beratender Position? Noch dazu eine, die als „nachdenkliche und überzeugende Botschafterin für Wissenschaft und Beweise“ gilt. Das geht ja nun wirklich überhaupt nicht! Brr ….

Wie der Guardian so schön schreibt: Man fühlt sich an Richard Nixon erinnert, der vorgeführt hat, wie so etwas geht. Nixon schaffte seinerzeit das Beratergremium aus Wissenschaftlern ab und schickte den wissenschaftlichen Berater des Präsidenten sozusagen in die Wüste. Diese merkwürdigen Typen hatten so komische Vorstellung wie z.B. gegen den Vietnamkrieg zu sein. Verdammte Pazifisten.

Aber zurück zum wissenschaftlichen Berater der EU Kommission:
Am 22. Juli rafften sich neun NGOs auf und haben einen gemeinsamen Brief geschrieben (PDF).

Darin haben sie ihren Wunsch klar formuliert:

We hope that you as the incoming Commission President will decide not to nominate a chief scientific adviser and that instead the Commission will take its advice from a variety of independent, multi-disciplinary sources, with a focus on the public interest.Wir hoffen, dass sie als künftiger Kommissionspräsident sich dazu entscheiden werden, keinen wissenschaftlichen Berater zu nominieren und die Kommission sich stattdessen von einer Auswahl unabhängiger, multidisziplinärer Quellen, mit einem Fokus auf das öffentliche Interesse, beraten lassen wird.

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Pseudowissenschaft: Glyphosat und Grapefruits sind mörderisch

24. Juni 2013 48 Kommentare

Im April wurde eine „Studie“ veröffentlicht, laut der Glyphosat eine lange Liste an Krankheiten verursacht:

inflammatory bowel disease, obesity, depression, ADHD, autism, Alzheimer’s disease, Parkinson’s disease, ALS, multiple sclerosis,cancer, cachexia, infertility, and developmental malformations.

Es handelt sich dabei um die Arbeit „Glyphosate’s Suppression of Cytochrome P450 Enzymes and Amino Acid Biosynthesis by the Gut Microbiome: Pathways to Modern Diseases“ von Stephanie Seneff und Anthony Samsel, die im Physik-Journal „Entropy“ abgedruckt wurde. Die Arbeit erregte in amerikanischen Medien relativ viel Aufmerksamkeit, da sie sofort von diversen grünen Webseiten und einigen Zeitungen aufgegriffen wurde.

In einem vorhergehenden Blogpost haben wir schon einige generelle Probleme mit den Arbeiten von Stephanie Seneff aufgezeigt. Da diese Arbeit aber eine relativ große Reichweite erlangt hat, möchten wir einen genaueren Blick darauf werfen. Mehr…

Greenpeace: Gefährliche Gen-Pflanzen außer Rand und Band

9. März 2013 26 Kommentare

Im ersten Teil haben wir uns ja schon mit einigen Aussagen von Greenpeace zur Gentechnik beschäftigt, jetzt geht es mit den angeblichen Gefahren für die Gesundheit weiter.

Gen-Pflanzen können Stoffe bilden, die Risiken für die menschliche Gesundheit bergen. Die Langzeitfolgen von Gen-Pflanzen sind bisher nicht ausreichend erforscht. Inzwischen gibt es einige Fälle, die zeigen, dass Gen-Pflanzen negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Versuchstieren haben können.

Das gilt eigentlich auch für beliebige „normale“ Pflanzen. So wurde kurz aufgeschrien, als Killer-GMO-Gras auf einer Weide 15 Kühe getötet hat. Der Aufschrei währte nur kurz – als man feststellte, dass das Gras gar nicht gentechnisch modifiziert war, sondern gezüchtet, war es gleich wieder ruhig.

Mutationen oder Veränderungen sind immer Chance und Risiko. Zahllose Mutationen haben unsere Fauna zu dem gemacht, was sie heute ist, und sind für die Vielfalt der wir gegenüberstehen verantwortlich. In dieser Vielfalt wurden manche Pflanzen giftig und manche nicht.

Aus der Geschichte wissen wir, welche wir essen können/sollen. Wir wissen, dass Fliegenpilz Knollenblätterpilz nicht für die Einnahme gedacht ist, unsere Vorfahren haben die notwendigen Experimente vor langer Zeit durchgeführt. Vielleicht kommt daher das Sprichwort: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“. Ein durchaus nicht unkluger Ansatz. Mehr…

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