Der Anfang der Wissenschaft

katze

Vielleicht denkt ihr, liebe Leser, euch jetzt: „Ja, spinnen die jetzt völlig bei Psiram? Ist denen die ständige Beschäftigung mit Eso-Spinnern aufs Hirn geschlagen? Ein Bild von einem Kind, das eine Katze gemalt hat; was soll denn sowas mit Wissenschaft zu tun haben?“

Auf den ersten Blick hat es wirklich nicht viel miteinander zu tun. Und als ich vom berühmt-berüchtigten „Psiram-Kernteam“ den Auftrag erhielt, dazu etwas zu schreiben, dachte ich mir auch: „Hä? Was soll das denn jetzt?“

Bei genauerer Betrachtung gibt es jedoch deutliche Parallelen. Und damit meine ich nicht etwa die Tatsache, dass auch im Wissenschaftsbetrieb gelegentlich die eine oder andere Tafel mit (zumindest auf dem ersten Blick) kaum verständlichem Gekritzel gefüllt wird.

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Der Papst und die Frucht der Erkenntnis

Am Freitag (an dem schon wieder kein Weltuntergang stattfand) hielt der Papst eine Ansprache, in der er die tiefe Krise der Familie beklagte. Er zitierte dabei lobend ein Traktat des Großrabbiners von Frankreich, Gilles Bernheim, der in Frankreich gerade gegen ein böses, böses Gesetz ankämpft. Die Unterstützung der katholischen Kirche in diesem Kampf hat er, … Weiterlesen

Weltuntergang 2012

Nur noch ein zwei Tage, dann ist es endlich vorbei. Seien wir ehrlich, diese „Ende der Welt“-Geschichte nervt mittlerweile ziemlich. Alle paar Monate taucht irgendeiner auf, der das Ende der Welt verkündigt. Und wenn es nicht eintrifft, muss er kleinlaut eingestehen, dass er sich wohl doch irgendwie vertan hat. Wie z.B. Harold Camping, der es in den 90ern und 2011 gleich zweimal mit Weltuntergang probiert hat und danach flugs zurückgerudert ist.

Wir können wirklich froh sein, wenn es vorbei ist. Durch diesen Unsinn ist gerade in den letzten Tagen bereits genug Mist passiert. In Argentinien hat man einen ganzen Berg gesperrt, weil man Angst hat, dass ein Massenselbstmord stattfinden könnte. Ein paar Wahnsinnige hatten im Internet dazu aufgerufen. Die Angst, dass etwas passieren wird, ist leider gerechtfertigt. Schon in der Vergangenheit gab es einige Sekten-Massenselbstmorde aus verschiedensten Gründen; am bekanntesten und grauenhaftesten vielleicht jener in Jonestown, 1978.

So ein halluzinierter Weltuntergang kann schon einiges anrichten. Ein geistig verwirrter Mann hat in China 23 Kinder mit dem Messer verletzt. Es bleibt zu hoffen, dass es das war und nicht noch mehr Leute wegen dieses Unsinns verletzt oder gar getötet werden. In China wurden aus entsprechender Sorge auch fast tausend Sektenanhänger vorläufig festgenommen.

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Psiram über https

Nachdem zumindest Esoterische Warn Welten gemerkt hat, dass wir über https erreichbar sind, hier auch von uns ein kurzer Blog zum Thema.

Seit 10. November sind unsere Seiten auch per https erreichbar. https hat vor allem den Vorteil der Verschlüsselung; im Wesentlichen kann auch theoretisch niemand mehr mitlesen, da alles verschlüsselt hin- und hergeschickt wird. Das ist vor allem für Logins interessant. Wenn man nur lesend auf unsere Seiten zugreift, hat man keinerlei Vorteil davon.

Wer also wie gehabt unsere Seiten ansurfen will, kann also https getrost ignorieren. Wer es gerne verwenden möchte, dem sei hiermit die Möglichkeit geboten.

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Verfolgung des Unglaubens

Die Freiheit der Gedanken, der eigenen Meinung und die Möglichkeit, diese Gedanken und Meinung frei äußern zu können, sind ein hohes Gut. Ein Gut, über das man sich oft genug ärgern muss, wenn wieder irgendwo im Internet jemand kompletten Schwachfug behauptet (wir weisen hier im Blog oft genug darauf hin) – aber ein Gut, das wir vielleicht oft nicht hoch genug schätzen.*

Zu dieser Freiheit der Gedanken zählt im Speziellen auch die Haltung zur Existenz eines oder mehrerer Götter bzw. welche davon die echten sind. Genau wie die Frage, welche Farbe man am liebsten mag oder ob man lieber Frucade oder Eierlikör möchte, ist es eine Frage, die man nur für sich selbst beantworten kann.

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Leon: Misshandelt und als Impfschaden ausgegeben

Es ist wieder so eine Geschichte, die einfach in hilflose Wut versetzt und man gar nicht weiß, welchen der Beteiligten man am meisten verachten soll.

Letzte Woche wurde in München der Vater des kleinen Leon verurteilt, weil er seinen Sohn fast tot geschüttelt hatte. Nachdem ihm erklärt wurde, dass er bei einem Geständnis mit nur 2 Jahren auf Bewährung rechnen dürfe, nahm er dieses Angebot dankend an. Es sprudelte nur so aus ihm heraus, was an jenem Tag geschehen war.

Sein 19 damals 3 Monate alter Sohn hatte geschrien und ließ sich nicht beruhigen. Darauf hatte Andreas S. das Kind geschlagen und schließlich geschüttelt, bis es leblos zusammensackte. Erst dann wurde ihm bewusst, was er getan hatte.

Er führte Mund-zu-Mund Beatmung durch und rief den Arzt; das Kind konnte gerettet werden und offenbar geht es ihm inzwischen wieder gut (mit ein Grund für das milde Urteil). Im Krankenhaus verschwieg der junge Mann, dass er das Kind misshandelt hatte (er schämte sich seiner Tat) und behauptete: Es ist ein Impfschaden.

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DNS-Probleme, Kurze Lagemeldung

Wie sicherlich viele Leser bemerkt haben, wird der Name psiram.com seit 29. November nicht mehr vom Domain Name Service aufgelöst. Der genaue (nicht-technische) Grund dafür ist uns leider immer noch nicht bekannt. Am Donnerstag Morgen gab es ein technisches Problem mit dem Nameserver unseres Hosters, woraufhin wir vermuteten, dass sich der Schluckauf bald löst. Erst … Weiterlesen

Lesetipp: Interview mit Edzard Ernst in der SZ

Kritiker werden als extreme Skeptiker abgestempelt Sogenannte alternative Heilverfahren sind auf dem Vormarsch. Doch für viele Methoden fehlen Belege für eine Wirksamkeit, andere widersprechen den Naturgesetzen. Wer darauf hinweist, muss sich derzeit auf ruppige Reaktionen aus der Szene gefasst machen. Besonders betroffen davon ist Edzard Ernst, einer der renommiertesten Kritiker der Paramedizin. Interview: Markus C. … Weiterlesen

Homöopathie im Standard

Der Standard, eine österreichische Tageszeitung, ist an und für sich kein schlechtes Blatt. Aber wie es scheint, muss die Gesundheitsredaktion mindestens einmal im Jahr einen Bock schießen. Ist wohl Jagdsaison oder so.

Diesmal berichtet das Blatt über ein Symposium zur wissenschaftlichen Forschung in der Homöopathie: „Nicht Glauben sondern Wissen(schaft)“. Dabei wurde wohl über folgende Themen referiert:

  • Kann Homöopathie den Kriterien der evidenzbasierten Medizin standhalten?
  • Ist homöopathische Behandlung auf lange Sicht billiger als schulmedizinische?
  • Wie können HomöopathInnen in der Praxis ihren Beitrag zur Wissenschaft leisten?

Das Wort Symposium kann hier wohl nur im primitivsten altgriechischen Sinne gebraucht worden sein, andernfalls erschließt sich uns der Gedanke der Veranstaltung nicht, denn die Antworten kann man aus dem Handgelenk geben: „Nein„, „Nein“ und „Ist das eine Fangfrage?“.

Welch Geistes Kind der Artikel (und die Veranstaltung) ist, zeigt sich dann schon im ersten Satz zum Symposium.

Die Abgrenzung zur Schulmedizin dominierte, aber es gab Beispiele, wie sich das Beste zweier Welten vereinbaren ließe

Damit ist ein für alle mal klargestellt, hier geht es um: Die „böse Schulmedizin – die sanfte Homöopathie“. Und da die Homöopathie so lieb ist, geht sie auf die böse Schulmedizin ein. Sie ist ja viel verständnisvoller und sucht den Kompromiss. Wie der Jäger, der 2 Schüsse abgibt: einen vorn vorbei, einen hinten vorbei. Als Kompromiss definiert man: Er hat getroffen.

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