Dissertation zu Wellblech-Voodoo

Ausnahmsweise geht es mal nicht um Hogwarts an der Oder – nein, auch andere Eltern haben haben „interessante“ Kinder.

Diesmal geht es um eine Dissertation zu so genannten Geowave-Wellen. Bei Geowave-Wellen handelt es sich um ein Wellblech-Teil zur „Stärkung der körpereigenen Energie, zur Steigerung der Raum­qualität und Harmonisierung von geopathischen Störzonen für Menschen, Tiere und Pflanzen“.

Funktionieren soll das Ganze mit einem Wunderchip am Wellblech, der unter Verwendung von Nosodentechnologie mit harmonisierenden NFSpektren beladen sei (was auch immer das bedeuten mag).

Geowave-Wellen machten vor kurzem Schlagzeilen, weil gegen einen Hersteller, die Firma HESA GmbH, das Konkursverfahren eingeleitet wurde. Dem war eine Warnung der Arbeiterkammer Vorarlberg vor der wirkungslosen Aluminiumwelle vorausgegangen.

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Zum Welt-Skeptiker-Kongress in Berlin

Gestern begann der Welt-Skeptiker-Kongress in Berlin, für den wir auch Werbung gemacht haben. Der bekannteste Teilnehmer dürfte James Randi aus den USA sein, der als Zauberkünstler sozusagen vom Fach ist, was Illusionen angeht.

Aber was ist eigentlich ein Skeptiker? Es ist zunächst eine Bezeichnung für jemanden, der nicht unmittelbar alles glaubt, was ihm als glaubwürdig dargestellt wird. Er zweifelt. Ist das nun gut oder schlecht? Wie wird man dazu?

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Dr. Pfeiffer: ein Impfgegner im Selbstversuch

Drüben bei blooDNAcid auf den Scienceblogs, der gerade über die Wichtigkeit der Masernimpfung schrieb, tauchte In den Kommentaren bald ein Impfgegner auf und behauptete, dass es überhaupt keine Viren (und natürlich auch kein HIV) gebe und Grippeimpfungen schuld an der Spanischen Grippe 1918 waren. Die mehrfache Klarstellung anderer Poster, dass es die Grippeimpfung aber erst seit 1936 gibt, wird dabei geflissentlich ignoriert.

Und auch danach geht es munter weiter mit tiefsitzender Wirklichkeitsverleugnung. Wenn man es mit solchen Hardcore-Realitätsverweigerern zu tun hat, wünscht man denen ja gelegentlich die Krankheit an den Hals, damit diese am eigenen Leib erfahren können, was es bedeutet, krank zu sein. Die sollen doch in eine Quarantänestation gehen und dort mal tief einatmen.

Auch wenn es zutiefst unethisch ist: ein solches „Experiment“ wurde tatsächlich schon einmal durchgeführt.

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Ein Walach versteht die Welt nicht mehr…

Herr Walach von der Viadrina versteht laut seines letzten Blog(?)-Eintrags nicht, warum es eigentlich alle auf ihn abgesehen haben. Es sei ja wie im Mittelalter, als die Wissenschaftsfundamentalisten einen gleich auf dem Scheiterhaufen verbrannten. Wissenschaft sei die neue Religion und jeder, der auch nur ein wenig aus der Reihe tanze, werde von der Inquisition verfolgt. Die GWUP hat ihn dafür auch gleich auf die Schippe genommen.

Was uns aufgefallen ist: Herr Walach hat mit seinem letzten Kommentar gezeigt, dass er entweder nicht versteht, warum die Arbeit grottenschlecht ist oder es weiß, sich nun aber herauswinden will. Jeder möge selbst entscheiden, was davon schlimmer ist.

Das Wissenschaftsverständnis des Herrn Walach

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Hexerei im 21. Jahrhundert: Mit Suchmaschinen zum Erfolg!

Früher war die Wahrsagerei ein hartes Gewerbe. Man musste sich ernsthaft etwas einfallen lassen. Schon Oma Wetterwachs wusste, Pschikologie gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten einer Hexe und wohl auch Wahrsagerin. Aber heutzutage, in unserer hochtechnisierten Welt, hat man als Hexe ganz andere Möglichkeiten.

Zwei „mächtige“ und berühmte Hexen in Rumänien haben gezeigt, wie es geht. Die Kunden waren von dem ausführlichen Wissen der beiden Hexen beeindruckt; mit unglaublicher Treffsicherheit wussten sie Dinge, die kein anderer wissen konnte.

Über das Internet haben sich die beiden Hellseherinnen einen Überblick über ihre Opfer verschafft, sie durch Suchmaschinen gejagt, ihre Onlineprofile gelesen und wenn es rentabel schien, die Leute auch mit versteckten Kameras und angezapften Telefonen überwacht.

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Ein Monatskommentar

Wir bloggen zwar üblicherweise keine Monatsübersicht, diesmal möchten wir jedoch ein paar Worte zu einigen Themen dieses Monats verlieren (P.A. Straubinger, Harald Walach, Giordano Bruno Stiftung).

Zuerst einmal zu P.A. Straubinger und „Am Anfang war das Licht“:

Wie RelativKritisch berichtet, hat Herr Straubinger inzwischen auf den Tod von „Anna Gut“ reagiert und auf der Facebook-Seite des Films einen Stellungnahme eingestellt, in der er jegliche Schuld von sich bzw. von seinem Film weist. Beim Lesen des Kommentars bleibt ein fader Geschmack zurück.

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9-jährige stirbt an FSME

In Kärnten, im Bezirk Villach-Land, ist tragischerweise am Dienstag die 9-jährige Chiara an einem Zeckenbiss gestorben. Der erste Todesfall durch FSME dieses Jahr in Österreich.

Die Mutter hatte vor zweieinhalb Wochen eine Zecke entdeckt und diese entfernt. Kurz darauf hatte die kleine Chiara über Kopfschmerzen und Müdigkeit geklagt. Die Eltern haben schnell reagiert und das Kind ins Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte eine Hirnhautentzündung fest und nach einer Woche auf der Intensivstation verstarb das Mädchen.

Gegen FSME gibt es keine Behandlung. Man kann zwar gegen die Symptome etwas tun, aber ein wirkliches Mittel hat man nicht zur Verfügung.

Das Mädchen war unzureichend geimpft; es hatte zwar eine Impfung bekommen, da es diese jedoch laut Eltern nicht so gut vertrug, nahmen diese Abstand von den weiteren notwendigen Impfungen. Erst ab der zweiten gilt die Impfung als wirksam. Wir möchten nicht in der Haut der Eltern stecken, wenn man sich im Nachhinein fragen muss, was gewesen wäre, wenn …

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Masterarbeit an der Viadrina schlägt der Wissenschaft ins Gesicht

Als wir vorgestern über Global Scaling, Herrn Walach und die Viadrina gebloggt haben, war uns zuerst gar nicht bewusst, was für einen Schlag ins Gesicht die dort verlinkte Masterarbeit für jeden Akademiker, die wissenschaftliche Arbeit und jegliche Ethik bedeutet.

Oh, wir hatten schon überlegt, einen eigenen Blogpost dazu zu bringen, da praktisch jede Zeile darin ein WTF?-Erlebnis auslöst. Aber dass es sich im Unterschied zu einem beliebigen Text aus dem Internet, tatsächlich um eine Masterarbeit handelt, haben wir nicht sofort realisiert.

Es geht bei der so genannten Masterarbeit im Wesentlichen um die pseudo-wissenschaftliche Zeit-Theorie des Nikolai Kozyrev und im Speziellen um den so genannten Kozyrev-Spiegel, mit dem es möglich sein soll, Raum-Zeit-Tunnel zu öffnen. Die Links im Text führen in unser Wiki und liefern einen Überblick über den schmerzhaften Unsinn.

Die Masterarbeit spricht aber am besten für sich selbst:

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Am Anfang war das Licht: Das erste Opfer

Herr Straubinger, letztes Jahr haben Sie das Goldene Brett (vor dem Kopf) mit Humor entgegengenommen, fanden es cool, fanden es toll, waren charmant, witzig, haben sich gefreut, haben gelacht.

Die Frage, die sich uns stellt, ist: „Lachen Sie noch immer?“

Anna Gut (zum Namen siehe Tagesanzeiger), aus der Ostschweiz, lacht nicht mehr. Nie wieder. Die Staatsanwaltschaft stellte Tod durch Verhungern fest. Verhungert im festen Glauben, sich von Prana ernähren zu können.

Wie der Schweizer Tagesanzeiger berichtet, hat Ihr Film „Am Anfang war das Licht“ die Mittfünfzigerin fasziniert. Sie war begeistert, begeistert von dem Film, von der Aussage, begeistert von den „Lichtgestalten“ darin.

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Harald Walach und das Missverständnis

Wieder einmal wird in der Zeitung über den Global-Scaling-Betrug berichtet. Hartmut Müller, der Initiator der ganzen Sache, hatte behauptet, mit Gravitationswellen alles Mögliche tun zu können, inklusive Lottoprognosen zu erstellen.

Dabei gab es auch Kontakte zur Europa Universität Viadrina, wo Müller über die Deutsche Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin e.V. (DGEIM) als Referent tätig war. Eine Übersicht über die Verbindungen des Global-Scaling-Netzwerkes findet man hier.

Wie man in der Zeitung liest, war laut zuständigem Institutsdirektor der Viadrina, Harald Walach, alles nur ein Missverständnis. Global Scaling sei ein „vollkommener Schmarrn“. Er kenne sich damit auch nicht aus, das sei alles zu kompliziert.

Aber Herr Walach, stellen Sie Ihr Licht doch nicht unter den Scheffel! Als Erfinder der Schwachen Quantentheorie sollten doch Kleinigkeiten wie Gravitationswellen für Sie nur ein Klacks sein. Zugegeben, ernsthafte Forscher halten das Zeug auch für kompletten Schmarrn, aber das würde Sie ja erst recht zur Koryphäe auf dem Gebiet machen.

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