Einmal Mammut mit Ketchup, bitte!

Wenn man so darüber nachdenkt, klingt eine Steinzeit-Diät ja gar nicht schlecht. So ursprünglich. So saftig. Und mit einem Kalorienverhältnis von zwei Dritteln Fleisch und einem Drittel pflanzliche Kost das Paradies für alle, die meinen, Kartoffeln gehörten in den Keller. Vor allem mit Delikatessen wie Mammut auf dem Speiseplan. Versuchen Sie mal heute, in einem Restaurant Mammut zu bekommen. Ein Ding der Unmöglichkeit.

Dazu kommt – wie man heute weiß -, dass der Fleischkonsum extrem wichtig für die Evolution zum heutigen Status war. Auch wenn sich die Forscher im verlinkten Artikel von der Idee, sich heute auch so zu ernähren, ausdrücklich distanzieren – was wissen die schon?

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Vorbeugen – Schützen – Immunisieren

Die Europäische Impfwoche 2012 wurde gerade eingeläutet und der erste Blog von Seth Berkley ist online. Berkley ist seit Herbst der Chef der GAVI (Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung), die von Bill Gates aus dem Boden gestampft wurde. (Lesenswert, wie wir unbescheiden meinen)

Ziel ist es, durch Zugang zu Impfungen in Entwicklungsländern Menschenleben zu retten und die Gesundheit der Menschen zu verbessern. Seth Berkley zeigt sich enthusiastisch und schreibt von den Millionen Leben, die verändert wurden; Kindern, die gesund blieben, zur Schule gehen; Eltern, die sich weniger Sorgen um kranke oder verkrüppelte Kinder machen müssen.

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Coole Forschung gegen Krebs

Wir haben ja vor kurzem berichtet, dass 47 von 53 Krebsstudien nicht replizierbar seien und im Artikel auch erklärt, warum das sowohl tragisch als auch kein Problem für die Wissenschaft an sich ist.

Als Gegensatz möchten wir einen kurzen Blick darauf werfen, woran gerade (hoffentlich erfolgreich) geforscht wird. Man bekommt ja vielleicht einen negativen Eindruck, wenn man Schlagzeilen wie die obige liest. Dem wollen wir ein wenig entgegenwirken und schreiben über:

* Impfungen, die „direkt“ gegen Krebs wirken
* Viren, die nur Krebszellen töten
* durch HIV genetisch modifizierte T-Zellen, die Leukämie bekämpfen

Forschung ist einfach cool!

Man wird uns also hoffentlich vergeben, wenn wir die Skepsis ein wenig zur Seite legen und die folgenden Forschungsergebnisse einfach toll finden. Es ist fantastisch, mit welchen Ideen geforscht wird, welche Wege beschritten werden. Viele sind eine Sackgasse, nicht alles davon wird funktionieren, möglicherweise schwere Seiteneffekte haben, aber allein die Ideenvielfalt ist bewundernswert.

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PaläoPower: Giordano Bruno Stiftung goes marketing

Die Giordano-Bruno-Stiftung  kennen viele; sie selbst nennt sich Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung und ist, wie der Name schon sagt, eine Stiftung, die Herbert Steffen 2004 ins Leben gerufen hat. Der bekannteste Vertreter der GBS dürfte der Philosoph Michael Schmidt-Salomon sein. Die GBS hat viele honorige Mitglieder, die sich dem Gedanken des Humanismus und der Aufklärung verpflichtet sehen – im Übrigen auch ein Leitmotiv von EsoWatch.

Umso verwunderlicher, wenn die Giordano Bruno Stiftung jetzt plötzlich aktiv Werbung für etwas betreibt, das wie ein neuer Joghurt-Drink klingt: PaläoPower  Die GBS wirbt aktiv dafür. Der Autorin werden Räumlichkeiten der Stiftung für Vorträge zur Verfügung gestellt, das Ganze wird per Newsletter beworben – was man halt so tut, wenn man ein neues Produkt promoten will. So weit, so banal.

Aber schauen wir etwas im Detail.

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Homöopathie gegen Unfruchtbarkeit

Eigentlich wollten wir nicht mehr so viel über Homöopathie bloggen, ist ja im Wesentlichen wie ein totes Pferd treten. Mittlerweile weiß jeder, der sich ein wenig informiert, dass das Zeug wirkungslos ist.

Aber da gerade die „Woche der Homöopathie“ stattfindet, wollen wir mal nicht so sein. Auch wenn wir gerade zwei Beiträge gebracht haben – einen über eine Homöopathin, die einen Kritiker abmahnt und einen über eine homöopathische Klinik, die AIDS-Kranke behandelt – gibt es doch noch mehr Nachrichten aus Hogwarts.

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47 von 53 Krebsstudien sind nicht replizierbar

Die Krebsforscher C. Glenn Begley und Lee M. Ellis haben analysiert, warum so wenige „Durchbrüche“ im Krebsbereich schlussendlich in erfolgreiche Medikamente/Behandlungen münden. Vor kurzem haben sie dazu in Nature einen Kommentar publiziert (leider nicht frei zugänglich). Im letzten Jahrzehnt haben sie versucht, 53 Studien zu verifizieren, die aus Top-Journalen oder von renommierten Laboren stammen. Das schockierende Ergebnis: Bei 47 haben sie dies nicht geschafft.

Warum das einerseits sehr schlimm ist, man darüber aber nicht das Vertrauen in die Wissenschaft verlieren muss und ein paar Gedanken zur Verbesserung der Problematik sind Thema dieses Blogs.

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Alternative Ingenieurswissenschaften

Alternativmedizin ist ja bereits allgemein bekannt, doch auch in anderen Bereichen greifen alternative Ansichten immer mehr um sich. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Physik, in der sich von Kritik an der Relativitätstheorie über Freie Energie bis hin zum Global Scaling diverse alternative Ansichten ausgebreitet haben, von diversen alternativen Interpretationen der Quantenphysik ganz zu schweigen. … Weiterlesen

Fernsehserien für Skeptiker

Wir haben uns die Frage gestellt, welche Fernsehserien eigentlich Skeptizismus fördern und zum Thema machen. Die Menge an Serien ist natürlich gewaltig und wir haben hier eine zutiefst subjektive Auswahl getroffen.

House
Gregory House ist ganz einfach ein evidenzbasierter Wichser. Man liebt und hasst ihn, seine Spielchen – klar, die machen sicher den Reiz der Serie aus – sind ganz einfach fies. Die medizinischen Fälle der Woche sind zweitrangig, was zählt ist der Umgang von House mit den Menschen um ihn herum.

Hugh Laurie – der Schauspieler, der House verkörpert – ist zweifellos selbst ein Skeptiker:

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Eine Lanze für die USA

Inspiriert durch unseren letzten Blog hier ein paar Gedanken.

Auch wenn bei uns in den Medien vor allem der kleine Wahnsinn ankommt, sieht es doch nicht so trübe aus. Die religiös orientierten Stimmen des Irrsinns sind zwar laut, aber sie verlieren an Gewicht. Eine aktuelle Umfrage von Gallup zeigt, dass sich zwar 42% der Einwohner der USA als sehr religiös bezeichnen, aber 32% der Befragten im Gegenzug als nicht religiös deklarierten. Der Rest bezeichnet sich als „moderat religiös“, der nicht regelmäßig in die Kirche geht.

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Die Pockenimpfung und die Anfänge der Impfgegner

Die Pocken, eine Geißel der Menschheit, die mehr als 300 Millionen Menschenleben gefordert hat, ist heute lange ausgerottet. Aber der Weg dahin war steinig.

Kaum hatte Edward Jenner, heute auch als „Begründer der Immunologie“ bezeichnet, im Jahre 1798 die Methode publiziert, die dann als Impfung bekannt wurde, formierten sich ihre Gegner und lehnten diese strikt ab.

Die Gründe waren vielfältig. Kleriker mahnten, es sei nicht christlich zu impfen, da der Impfstoff vom Tier stamme; in der Bevölkerung herrschte generelles Misstrauen in die Medizin; Impfgegner schrieben Pamphlete, dass es prinzipiell nicht funktionieren könne; Eltern machten sich Sorgen wegen der Narben am Arm …

Impfgegner Propagandabild von 1802

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