Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW01, 2018)

psirama_banner_007_auge_loewe_einhorn

Ist Psiram vertrauenswürdig? Wem kann man überhaupt etwas glauben? Solche und ähnliche Fragen erreichen uns gelegentlich. Vertrauen und Glauben sind wichtige Kriterien, wenn es um persönliche Beziehungen und emotionale Themen geht. Bei der Beurteilung von Fakten sind beide sehr schlechte Ratgeber. Da bleibt gewöhnlich nur, sich auf die Suche nach Quellen, Studien oder Forschungsergebnissen zu machen, diese daraufhin zu prüfen, ob sie widerspruchsfrei und plausibel sowie mit gesichertem Wissen im Einklang sind. In sofern lässt sich Psiram nicht als vertrauenswürdige Institution bezeichnen. Und nur weil etwas bei Psiram steht, sollte es auch keinesfalls geglaubt (oder abgelehnt) werden. Genau deshalb liefern wir, wo immer es möglich ist, Originalquellen, Zitate oder andere Belege. Diese sollten ebenfalls geprüft werden und falls etwas nicht stimmt, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Das gilt auch für unsere Linksammlung, die wir im Vertrauen auf ihre Glaubwürdigkeit zusammengestellt haben. Ganz sicher sind wir uns da aber nicht.

Weiterlesen

Das Elend der Selbsthilfeorganisationen – ein Fallbeispiel

Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfevereine genießen weitverbreitet ein hohes gesellschaftliches Ansehen; auch wenn hier und da gelegentlich unangenehme Fragen auftauchen und die Effektivität der gewährten Hilfe durchaus in Frage stehen kann. Dass die Bedenken zuweilen nicht ganz unbegründet sind, liegt zu einem guten Teil an der Kritiklosigkeit, mit der solche Organisationen ihre Hilfsangebote zusammenklauben. Hier und da wäre ein fundierter fachlicher Rat besser als der schiere gute Wille. Kehrt sich dieses Verhältnis um, rollen die redlichen Ansätze geradewegs den roten Teppich aus für die Verbreitung pseudomedizinischer Heilsversprechen, über deren Validität sich erkennbar niemand dort ein fundiertes Urteil geschaffen hat. Ein Beispiel? Bitte sehr:

Weiterlesen

10 Jahre Esowatch/Psiram – Eine Zeitreise

10 Jahre Esowatch/Psiram
10 Jahre Esowatch/Psiram – Eine interaktive Zeitreise

10 Jahre Esowatch/Psiram

Im Juni 2007 ging ein kleines Wiki-Projekt online, mit dem Ziel, über Esoterik, Scharlatanerieprodukte und Pseudomedizin aufzuklären, frei verfügbare Informationen zu sammeln, Hintergründe zu beleuchten und so „Licht ins Dunkel des Irrationalen“ zu bringen. Schon nach wenigen Jahren wurde dieses Angebot von den Einen als zuverlässige Informationsquelle geschätzt, von den Anderen als Hort allen Übels identifiziert. Wir haben seitdem viel erlebt, viel geschafft, dabei eine Menge Spaß gehabt und bedanken uns bei den Einen für die Treue, die Unterstützung und viele anregende Diskussionen, bei den Anderen für die Aufmerksamkeit, die Unterhaltung und den einen oder anderen herzlichen Lacher.

Wir erinnern uns gerne an viele aufregende Momente wie Erwähnungen in anderen Medien und Ereignisse, die wir ins Rollen gebracht haben oder zumindest informativ begleiten konnten. Außerdem sind wir froh, anstrengende Zeiten mit Technikärger und organisatorischen Widrigkeiten gut überstanden zu haben. Aber auch Trauer mischt sich in unsere Erinnerungen, über den Verlust wertvoller Wegbegleiter. Viele dieser Ereignisse haben wir gesammelt und in einer kleinen Zeitreise zusammengestellt, um selbst diese Augenblicke noch einmal erleben zu können, aber besonders, um unsere Leserinnen und Leser an dieser Reise teilhaben zu lassen. Wir wünschen viel Spaß mit unserem interaktiven Geschichtsbuch.

Weiterlesen

Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW50, 2017)

psirama_banner_007_auge_loewe_einhorn

Unsere Risikowahrnehmung ist ein äußerst unzuverlässiges Werkzeug. Tatsächlich existierende Gefahren werden unterschätzt, vernachlässigbare Risiken lösen dagegen unbegründete Ängste aus. Ein Zeitungsartikel über Glyphosat-Spuren in Weihnachtsbäumen führt zur Massenhysterie, tatsächliche Gefahren, etwa im Straßenverkehr oder durch den Genuss von Tabak und Alkohol, nehmen wir schulterzuckend in Kauf. Gegen diese kognitiven Verzerrungen hilft die konsequente Anwendung des kritischen Denkens und zwei einfache Fragen: „Wie sicher bin ich mir?“ und „Warum?“.  Im Podcast der Skeptiker Schweiz wird erläutert, wie wir Risiken wahrnehmen und warum uns eine oberflächliche Betrachtung in die Irre führt. Außerdem warten viele weitere Artikel in unserer wöchentlichen Linksammlung darauf, einer kritischen Prüfung unterzogen zu werden.

Weiterlesen

Das Wahrheitsministerium hat gesprochen

Die Trump-Administration verbietet der obersten Gesundheitsbehörde der USA (Center for Disease Control and Prevention, CDC) die Verwendung einer Liste von sieben Begriffen. The forbidden words are “vulnerable,” “entitlement,” “diversity,” “transgender,” “fetus,” “evidence-based” and “science-based.” Washington Post vom 15. Dezember 2017 Anstelle von „wissenschaftsbasiert“ oder „evidenzbasiert“ soll die Phrase „Das CDC gründet seine Empfehlungen auf die … Weiterlesen

Saarbrücker Zeitung entlarvt Psiram

Die Saarbrücker Zeitung vom 12. Dezember 2017 bricht eine Lanze für das informationelle Selbstbestimmungsrecht und die Persönlichkeitsrechte. Da sind wir auch für, klar. Kommen wir aber zu den Beispielen für die Rechte, die geschützt werden müssen. Aus einem Gerichtsurteil zu „„fahrerbewertung.de“ meint die Zeitung, folgendermaßen verallgemeinern zu können:

Heute gibt es den Pranger von einst in digitaler Form im Internet: angefangen vom „Pascha“ des Monats der feministischen Zeitschrift Emma über „der online-pranger“ für „unmögliche Unternehmen“ bis zu Internet-Plattformen wie „Psiram“ und „Sonnenstaatland“ oder der inzwischen verbotenen Seite „linksunten.indymedia“ von Linksextremisten. Das Ziel ist dasselbe geblieben: Menschen für das, was sie getan oder gesagt haben öffentlich vorzuführen.

Autofahrerschelte, Feminismus, Esoterik-Kritik, Reichsbürger-Satire, Linksextremismus, alles eine Soße.

Weiterlesen

Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW49, 2017)

psirama_banner_007_auge_loewe_einhorn

„Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann.“, sagt Vince Ebert. Das stimmt natürlich, gilt aber längst nicht nur für Esoteriker, sondern ebenso für „Alternativ“-Medizin, Ernährungsmythen, Pseudophysik und viele andere Bereiche. Eine völlig unsinnige Behauptung, die im ersten Moment sogar plausibel erscheint, ist schnell aufgestellt, gerne mit dem Zusatz „Beweise mir doch das Gegenteil“. Deshalb gilt der Grundsatz: Wer etwas behauptet, muss es auch belegen. Fehlt dieser Beleg, ist ein aufwändiges „debunking“ fällig, bei dem die Behauptung überprüft, mit gesichertem Wissen abgeglichen und die Schwachstellen der Behauptung herausgearbeitet werden. So geht bei Psiram die Arbeit nie aus und unser Wiki wächst jede Woche um mehrere Artikel. Unterstützung in Form von Hinweisen und beim Sammeln von Informationen ist deshalb immer willkommen. Im Forum stehen dazu mehrere Bereiche zur Verfügung. Als kleine Debunking-Übung haben wir wie jede Woche einige Links mit mehr oder weniger gesichertem Wissen zusammengestellt.

Weiterlesen

Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW48, 2017)

psirama_banner_007_auge_loewe_einhorn

Ob es um Chemtrails, Glyphosat oder Impfungen geht, allzu oft siegt das Gefühl einer Bedrohung und eine verzerrte Risikowahrnehmung über das kritische Denken. Das Ergebnis sind dann falsche Entscheidungen oder völlig unnötige Ängste. Mit Hoffnungen verhält es sich ebenso. Wundermedizin gegen Krebs, eine Zaubermaschine, die alle Energieprobleme löst oder ein charismatischer Populist, der ein besseres Leben für alle verspricht: Das schnelle Denken, die emotionale Reaktion bestimmt den eigenen Standpunkt im Alltag oder in der Politik. In der öffentlichen Debatte lässt sich beobachten, dass derart leichtfertige Einschätzungen oft den Diskurs dominieren und die Stimme der Vernunft ungehört verhallt. Wer am lautesten schreit, gewinnt. Warum wird kritisches Denken, die faktenbasierte Beurteilung von Informationen, nicht bereits in der Grundschule unterrichtet? Wir haben einige Gegenstimmen zur grassierenden Panikstimmung gesammelt, diese durch neue Erkenntnisse aus Wissenschaft, Forschung und Medizin ergänzt und freuen uns wie immer auf Diskussionen und Vorschläge.

Weiterlesen

Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW47, 2017)

psirama_banner_007_auge_loewe_einhorn

Wir sind so gut wie tot. Zumindest wenn man den Reaktionen der Freizeit-Apokalyptiker auf die aktuellen Meldungen zum Insektensterben glauben kann. Dabei ist es durchaus möglich und notwendig, die veröffentlichten Zahlen zu prüfen, deren Zustandekommen zu hinterfragen und sich auf die Suche nach möglichen Ursachen zu begeben. In vielen Kommentarspalten ist diese Frage dagegen längst geklärt: Glyphosat (das tatsächlich oft für ein Insektizid gehalten wird) ist schuld, oder die Bauern, mindestens aber Chemie oder Gene, vielleicht auch Atome. Wer hier etwas breitbandiger argumentiert, gerät schnell in Verdacht, von IHNEN bezahlt zu sein. Wir finden offene Fragen spannender als fertige Meinungen und haben deshalb nicht nur zu diesem Thema einige Links gesammelt, die wir wieder gerne diskutiert sehen möchten.

Weiterlesen

Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW45,46, 2017)

psirama_banner_007_auge_loewe_einhorn

Kann man an Wissenschaft glauben? Hugo Stamm erklärt, warum man etwas für richtig halten kann, ohne dabei in einen Glauben zu verfallen. Wissenschaftliche Erkenntnis ist eine Zustandsbeschreibung, eine Ansammlung von Belegen, die eine bestimmte Vermutung stützt. Im Gegensatz zu einem Glaubenssystem kann sich diese Vermutung aber durchaus als falsch herausstellen und durch neue, bessere Erkenntnisse ersetzt werden. Genau das scheint aber der Grund zu sein, warum vielen Menschen ein reiner Glaube mit stabilen Dogmen vertrauenswürdiger erscheint als etwa eine wissenschaftliche Theorie, die vielfach bestätigt wurde: Glaube gibt (trügerische) Gewissheit, Wissenschaft wirft immer weitere Fragen auf und fordert den Verstand, alles immer wieder zu hinterfragen. In sofern ist Glauben der bequemere Weg, führt aber eben nicht zu Erkenntnissen über die Beschaffenheit unserer Welt. In den letzten zwei Wochen haben wir wieder viele Links gesammelt, die geglaubt, besser aber hinterfragt werden dürfen und selbst neue Fragen aufwerfen. Und natürlich freuen wir uns immer über Vorschläge für den kommenden Wochenrückblick.

Weiterlesen

css.php