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Da sind wir wieder!

31. März 2010 98 Kommentare

Uff, soviel Aufregung. Was ist passiert?

  • Wir hatten ein Sicherheitsleck im Forum, wodurch Emailadressen sichtbar wurden. Wir haben das Forum daraufhin erst mal vom Netz genommen und mit einem anderen Forum geliebäugelt, aber wir hätten zu viele Daten verloren, und SMF gefällt uns einfach besser als phpBB. Wir haben deshalb zu einer radikalen Maßnahme gegriffen: Wir haben einfach alle Mailadressen in der Datenbank gelöscht. Eure Privatsphäre ist also wieder sicher, ihr könnt aber keine Benachrichtigungen vom System mehr erhalten.
  • Es gibt lustige Drohungen gegen angebliche Esowatcher („..vielleicht sogar mit physischer Gewalt..“, „.. zwei Kinder, die zu schützen sind ..“) Nach einer Beschwerde beim Provider wurde das ganze entschärft. Drohungen hindern uns aber nicht daran, unsere Arbeit zu machen.
  • Unser Provider Mediaon war fast einen ganzen Tag nicht erreichbar. Wir überlegen, mal wieder umzuziehen.

Das wars fürs erste.

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Tacansina Miwatani – das ‚Leichengerüst‘, das ein Bär sein wollte

19. März 2010 58 Kommentare

Tacansina Miwatani alias J.-Michael Kalagin, geb. J.-Michael Kohfink, ist ein recht umtriebiger „Schamane“, der nicht nur indigene Zeremonien verkauft, „Schamanen“ ausbildet und Seminare anbietet, sondern auch angeblich „schamanisches“ Familienaufstellen anbietet und über sein „Institut für Radiogeologie“ dubiose Gutachten für ebenso dubiose Gerätschaften zur Wasserverbesserung erstellt.

TM ist im deutschsprachigen Raum aktiv. Auf seiner Seite wird sein bürgerlicher Name nicht genannt, auf anderen Webseiten erscheint er als „Tacansina Kalagin“ oder „J-.Michael Kalagin“; die älteren Gutachten erstellte er als „J.-Michael Kohfink“. Als Verantwortliche für den Inhalt seiner Seite wurde zuvor seine Ehefrau Jeanette Kalagin genannt.

Weiterhin ist er aktiv in der „Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung der Senatoren“, wo er den Senator für Umweltschutz abgibt sowie mittlerweile zum Stellvertretenden Senatspräsidenten aufgestiegen ist. Diese Vereinigung unterhält zwar eine Webseite, taucht aber sonst in den Medien nicht auf.

Seinen „indianischen“ Namen möchte Kalagin übersetzt wissen als „Großer Bär der Mandan“. Beide Worte sind jedoch nicht Mandan, sondern Lakota (das zwar zur selben Sprachfamilie gehört, aber nur noch entfernte Ähnlichkeiten aufweist). Zudem ist „Tacansina“ zwar die Bezeichnung der Lakota für das Sternbild, das wir Großer Bär nennen; jedoch sehen die Lakota keinen Bären in diesem Sternbild, sondern das Wort bedeutet „Leichengerüst“. Auch „Miwatani“ ist das Lakota-Wort für das Volk der Mandan; die Eigenbezeichnung ist eine völlig andere. Die Wahl des Namens – Leichengerüst der Mandan – entbehrt jedoch nicht einer gewissen Trefflichkeit.

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Ein bisschen „homöopathische“ Brustkrebsforschung, oder: Wer hätte gedacht, dass Alkohol so giftig ist?

13. März 2010 5 Kommentare

Der vorletzte Blog hat sich bereits mit diesem Thema befasst, und wir hatten darin schon auf Oracs Blog verwiesen. Auf mehrfachen Wunsch haben wir den Artikel übersetzt. Orac ist Fachmann zu dem Thema – er forscht an Brustkrebs und arbeitet mit gleichen Zellinien, die in der kritisierten Studie verwendet werden.

(Dieser Artikel ist von Orac übernommen. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis von Orac)

Homöopathen sind lästig.

Sie sind lästig aus mehreren Gründen. Der erste ist ihr magisches Denken, und, machen wir uns nichts vor, ihr Denken ist reine Magie, und zwar Analogie-Magie. Das ist alles, was hinter dem Simile Prinzip steckt. Normalerweise sagt es aus, dass „Gleiches Gleiches hervorruft“, aber die Homöopathie dreht das herum und behauptet, das gelte nur für normale Konzentrationen, und wäre bei hohen Verdünnungen genau umgekehrt. Irgendwie würde der magische Vorgang des heftigen Schüttelns bei jeder Verdünnung das Mittel dazu befähigen, das zu heilen was es normalerweise hervorruft. Wissenschaftler wissen natürlich, das dieses ganze Schütteln und Verdünnen Quatsch ist, wenn man bedenkt, dass eine typische homöopathische C30 Zubereitung eine Substanz so verdünnt, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass auch nur ein Molekül übrig bleibt.

Dies bringt uns zum zweiten magischen Prinzip, das hinter der Homöopathie steckt: Das Gesetz der Ansteckung, das besagt, dass Dinge, die mal Kontakt hatten, weiter aufeinander wirken wenn der Kontakt beendet ist. Die perfekte Verkörperung davon ist das behauptete „Wassergedächtnis“, mit dem die Homöopathen sich um die Tatsache herummogeln wollen, dass ihre Zubereitungen kein einziges Molekül Wirkstoff enthalten. Irgendwie soll das Wasser sich „erinnern“, dass es mit dem Wirkstoff Kontakt hatte und auf magische Weise vergessen, mit was es sonst noch Kontakt hatte, wie Fäkalien, Lebensmitteln und allem anderen. Denn Wasserfälle und andere natürliche Prozesse schütteln das Wasser nicht genau so gut.

Besonders lästig an den Homöopathen ist aber, dass Sie so fest an ihre Magie glauben, dass Sie immer wieder versuchen, die Wissenschaft zu missbrauchen um ihren Glauben zu „beweisen“. Kürzlich flatterte mir eine neue Studie ins Haus die beweisen soll, dass ihr Unsinn funktioniert:

Frenkel M, Mishra BM, Sen S, Yang P, Pawlus A, Vence L, Leblanc A, Cohen L, Banerji P, Banerji P. (2010). Cytotoxic effects of ultra-diluted remedies on breast cancer cells. Int J Oncol. 2010 Feb;36(2):395-403

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Blog-Teleskop #47

7. März 2010 Keine Kommentare

Und jetzt kommen wir zu etwas völlig anderem: Dem Blog-Teleskop! Florian Freistetter hat uns eingeladen, mal zur Abwechslung über etwas sinnvolles zu schreiben und – Voila. Hier also unsere laienhafte Zusammenfassung, was sich in der Welt der Astronomie aufregendes getan hat:

Zum Schluss noch einen Blick über den Zaun: Was bewegt Astrologen? Eine gewisse Esther Blanche-Scheidler versuchts mal wieder mit Klagen gegen den Wahrsager-Check Blog. Das übliche halt …

Solidarität mit einem Scharlatan

3. März 2010 5 Kommentare

Der Mann auf dem Bild rechts heißt Ali Sabat. Er ist Libanese und tritt im libanesischen Satellitenfernsehen auf, wo er den Leuten die Zukunft vorhergesagt hat. Offensichtlich ist er auch ein gläubiger Moslem, denn er war auf Pilgerfahrt in Mekka. Das hätte er besser nicht getan. Denn in Saudi-Arabien gibt es eine Religionspolizei. Zukunftsdeuterei und ähnliches sieht diese Religionspolizei nicht gerne. Sie haben ihn im Mai 2008 verhaftet und am 9. November 2008 wurde er zum Tode verurteilt. Seine Chancen stehen wohl eher nicht so gut, denn in Saudi-Arabien zieht man sowas durch: Am 2. November 2007 wurde ein gewisser Mustafa Ibrahim, ein ägyptischer Apotheker, wegen Zauberei enthauptet. Willkommen im 21. Jahrhundert, liebe Saudis.

Quelle für diese und weitere Fälle: http://www.hrw.org/en/news/2009/11/24/saudi-arabia-witchcraft-and-sorcery-cases-rise

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Waldorfpädagogik aus Sicht der Erziehungswissenschaft

2. März 2010 12 Kommentare

Klaus Prange ist Professor im (Un)Ruhestand an der Abteilung Allgemeine Pädagogik der Eberhard-Karls Universität Tübingen. Man kann von ihm also einen kompetenten und sachlichen Beitrag über Waldorfpädagogik erwarten. Diesen hat er bei den Ruhrbaronen geliefert. Er fällt nur leider, leider nicht gut aus für die Anthros. Seine drei Kernthesen lauten:

  • Die Anthroposophie ist eine Heilsbotschaft für Verlassene und Enttäuschte, für Sinnsucher und Heimatlose.
  • Die Waldorfpädagogik und die Waldorfschule sind der Versuch, diese Heilsbotschaft über Erziehung auf Dauer zu stellen.
  • Die anthroposophische Pädagogik ist eine Mogelpackung für Herrschaft. Sie beutet das vielfach anzutreffende Orientierungsbedürfnis aus, um die Herrschaft einer selbsterwählten Elite zu begründen.

Wer wissen möchte, wie er das sachlich begründet, dem sei sein Artikel ans Herz gelegt.

Veranstaltungshinweis in Österreich

24. Februar 2010 Keine Kommentare

Der Verein Update.basiswissen veranstaltet am 25. Februar um 19:30 in der Musikschule Unterweissenbach bei Linz in Österreich einen  Vortrag mit dem Titel „DER ADEL, DIE KIRCHE, DIE NOT UND DIE GIER“-
Die Wurzeln unserer Gesellschaftsordnung in der Französischen Revolution
. Gehalten wird der Vortrag von Mag. Julia Ponta aus Wien. Für kurzentschlossene Österreichische Leser vielleicht ein Tipp…

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10^23 in der Pharmazeutischen Zeitung

11. Februar 2010 1 Kommentar

10^23 hat es in die PZ geschafft: www.pharmazeutische-zeitung.de

Protestaktion gegen Homöopathie
PZ / In Großbritannien haben Homöopathie-Gegner vor mehreren Filialen der Apothekenkette Boots protestiert. Das Unternehmen verkauft homöopathische Arzneimittel, obwohl die Geschäftsführung selber nicht an die Wirkung dieser Präparate glaubt.

Publikumswirksam nahmen die Protestanten große Mengen an Globuli, zum Beispiel Arsenicum album, ein, um damit deren Wirkungslosigkeit zu demonstrieren. In Anlehnung an die Avogadro-Konstante haben die Protestanten ihre Kampagne 10 hoch 23 genannt.

Sie verlangen, dass Boots die Mittel aus dem Sortiment nimmt. Jährlich gebe das staatliche Gesundheitssystem NHS etwa vier Millionen Pfund für Homöopathika aus. Dieses Geld könne besser investiert werden, da die Homöopathie eine »unwissenschaftliche und absurde Pseudo-Wissenschaft« sei.

Boots erklärte in einer Stellungnahme, dass die Homöopathie sowohl vom NHS als auch von vielen Medizinern und Patienten anerkannt sei. Man unterstütze aber den Aufruf nach mehr Forschung und der Sammlung von Wirksamkeitsnachweisen der Homöopathie.

Auch hierzulande ist nicht jeder vom Nutzen der Homöopathika überzeugt. Im Handelsblatt spricht sich Axel Meyer, Professor für Evolutionsbiologie an der Universität Konstanz, für die »Abschaffung der Bezahlung homöopathischen Unsinns« in Deutschland aus. Man konnte laut Meyer wissenschaftlich bisher keine Wirkung durch Homöopathie nachweisen. Ergo gehöre sie als Leistung der Krankenkassen abgeschafft. /

Etwas Homöopathiekritisches in dieser Zeitung ist ein Novum.

Global Scaling – Betrug für Leichtgläubige

4. Februar 2010 3 Kommentare

Wir habe in der Vergangenheit schon öfter Fälle von schlichtem Anlagebetrug dokumentiert. So kann man bei uns einiges über die Felix Würth AG nachlesen oder über einen Herrn Lehner, der einige Leute auch schon ganz schön Geld gekostet hat. Heute haben wir einen neuen Fall: Mit  Global Scaling sind etliche Leute abgezockt worden- die Staatsanwaltschaft ermittelt. „Prof.“ Müller behauptet, mit der GSDI nichts zu tun zu haben. Wir finden folgendes Video in dem Zusammenhang aufschlussreich:

Zu sehen ist Gerhard Steinbach, der deutsche Repräsentant der GSDI.

www.update.basiswissen.at

25. Januar 2010 41 Kommentare

Heute wollen wir euch einen neuen Verein vorstellen, der vor allem die Österreicher unter unseren Lesern interessieren wird: Update Basiswissen.
Sie haben sich „Wissenschaftsvermittlung“ auf die Fahnen geschrieben. Das tun Sie unter anderem durch interessante Vorträge. Noch ist da nicht viel, aber der Verein ist ja auch noch sehr jung.
Auch die Themenseite ist bunt, interessant und bereits gut gefüllt.

Wir werden Update Basiswissen jedenfalls im Auge behalten und über interessante Vorträge berichten.

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