Lesereise 4: Wahrheit (Semantik, Erkenntnistheorie)

Teil 4 unserer Serie zur Philosophie Bunges

Intuitiv ist Wahrheit die Übereinstimmung mit der Realität, aber natürlich wird diese schlichte, „naive“, Korrespondenz verdächtig, wenn die Realität als solche zweifelhaft oder zumindest der mangelhaften Erkennbarkeit verdächtig wird. Verbunden, aber nicht identisch mit der Frage, was die Wahrheit ist, ist die Frage, woran man sie erkennt – ihr Kriterium.

Für den Mönch Vinzenz von Lerins (um 450) war die Wahrheit das, was immer und überall und von allen geglaubt wird, womit sie mit der katholischen Wahrheit zusammenfiel. Descartes hielt dafür, dass wahr ist, was klar und deutlich ist – aber der Skeptiker Bayle fragt, wie es denn um diese Klarheit bestellt ist, wenn Christen ihre Konfession wechseln. Gottscheds empörte Widerlegung besteht darin zu behaupten, dass diejenigen, die sich unsicher seien, nur nicht richtig durchblicken würden, und:

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Lesereise 5: Religion

Teil 5 unserer Serie zur Philosophie Bunges

„Verbindung von Religion und Ethik“

Nach dem Vorgesagten wird man von Bunge keine Verteidigung der Religion erwarten, und darin wird man nicht enttäuscht. Manche Gedanken sind natürlich mehr oder weniger atheistisches Gemeingut, aber dennoch hat er Bleibendes zu sagen. Ein kurzer Abriss findet sich bereits in Treatise (Vol. 6, eingeordnet ins Kapitel 14, „Kinds of Knowledge“, Abschnitt 4, „Illusionary Knowledge“, Unterabschnitt 4.2., „Ideology“). Ausführlicher ist das Kapitel 6, „Materialismus, Wissenschaft und Religion“ in der Natur der Dinge. Der „populäre Irrtum“ einer Verbindung zwischen Religion und Ethik, dieser zentrale Punkt der heutigen Gottesbeweise, wird in Abschnitt 5.5 regelrecht zertrümmert. Auf gedrängtem Raum kommen Bunge/Mahner fast ohne Beispiele aus; sie argumentieren nahezu ausschließlich aus der inneren Widersprüchlichkeit der „gottgegebenen“ Ethik heraus. Sie scheitert als Gottesgebot:

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Lesereise 6: Wissenschaftlichkeit und Philosophie, Szientismus

Teil 6 unserer Serie zur Philosophie Bunges

Die Kritik Bunges an der vorherrschenden Philosophie ist scharf; kein Wunder, dass er nicht gemocht wird. Der intellektuelle Mob bekundet seine Abneigung hemmungslos: Eine Rezension bei Amazon von Über die Natur der Dinge spricht vom „kaum zu überbietenden Blödsinn“ und empfiehlt „jedem Leser, den Brennwert dieses Buches empirisch zu ermitteln“. – Da kommen einem die öffentlichen Auftritte von Trump-Anhängern (einfachen, gläubigen Menschen) in den USA in den Sinn, die ihre Nike-Sportschuhe verbrannt haben, weil die Firma einen Werbespot mit dem von Trump als Hurensohn titulierten Football-Spieler Colin Kaepernick geschaltet hatte.

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In eigener Sache

Wir werden am Dienstag, dem 18.12.2018, nachmittags vom Netz gehen. Wir haben uns entschlossen aufzugeben … nee, April April. Es sind nur Wartungsarbeiten! Nur zur Info: Die Wartungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Es kann in den nächsten Tagen zu Ausfällen kommen.

In nicht eigener Sache: Kennen Sie Stuart Styron?

Sehen Sie, wir auch nicht. Stuart Styron (geb. 1975 in Arnsberg) ist ein deutsch-aramäischer Künstler und staatl. anerk. Schauspieler … dem es bisher nicht gelang, die Relevanzhürden der deutsch- oder englischsprachigen Wikipedia zu überwinden. Das scheint ihn zu allerlei Aktivitäten anzuspornen, die deutlich über die zehn Gebote oder die Lehre des Engelwerks hinausgehen. So bildet … Weiterlesen

Wider die Seuche der SUV – Teil 3

In Teil 2 werden die objektiven Eigenschaften von SUV im Vergleich mit herkömmlichen Autos bewertet. Das Fazit fällt vernichtend aus und wirft eine Frage auf:

Warum werden SUV überhaupt gekauft?

Damit steht die Entscheidungskompetenz der Konsumenten zur Diskussion.

Dass ein Sportwagen als Alltagsauto nicht recht taugt, erkennt so gut wie jeder: Zu wenig Sitzplätze, zu wenig Platz für Gepäck, zu unkomfortabel, zu viel Verbrauch etc.
Über Nachteile von SUV jedoch wissen die Konsumenten vor dem Kauf meist so gut wie nichts.

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Wider die Seuche der SUV – Teil 1

Eines der wichtigsten Ziele von PSIRAM wird auf unserer Homepage genannt. Wir möchten den Blick unserer Leser dafür schärfen, inwieweit das Handeln der Menschen von irrationalen Überzeugungen bestimmt wird:

Jeder Mensch nennt eine Vielzahl von Überzeugungen hinsichtlich unterschiedlichster Gegenstände des Alltags und der Wissenschaft sein eigen. …
Rationale Überzeugungen zeichnen sich dadurch aus, dass neue, widersprechende Erkenntnisse zur Anpassung oder sogar zum Verlust der Überzeugung führen.
Irrationale Überzeugungssysteme sind nicht durch logische Überlegungen oder Gründe gedeckt. … Irrationale Überzeugungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie aufgrund von Fakten nicht angezweifelt werden, sondern die Fakten stattdessen verzerrt werden, bis sie ins System passen. Dazu sind oft abstruse Kunstgriffe nötig

Wir hoffen, dass SUV-affine Leser nach der Lektüre dieser Artikelreihe von abstrusen Kunstgriffen Abstand nehmen und ihre Einstellung zu dieser Fahrzeuggattung überdenken.

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Die Natur, wie sie sein sollte

Gerade erhielten wir einen Beitrag von einem unserer Foristen. Er versetzt sich in die Ansichten, die man in Deutschland so über den Idealzustand hat, in dem sich die Natur zu befinden hätte. Wir meinen, dass seine Gedanken es verdienen, einem größeren Publikum bekannt zu werden.


Das Gerede vom Bienensterben ging vor etwa fünf Jahren los – und ich wundere mich seitdem, wieso in Deutschland die Preise für Honig nicht durch die Decke gegangen sind, sondern auf ziemlich gleichem Niveau bleiben…

Ach ja, Naturideale… hier mal differenziert nach politischen Grundüberzeugungen:

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