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Archiv für die Kategorie ‘Esoterik’

10 tote Babies durch homöopathisches Zahnprodukt

21. Februar 2017 52 Kommentare

Man denkt ja, dass einen nichts mehr überraschen kann, aber es passiert doch immer wieder, dass man sich fragt: Wie, wie nur? Jedem, der sich auch nur minimal mit dem Thema und der wissenschaftlichen Beweislage auseinandergesetzt hat, weiß: Homöopathie ist völlig wirkungslos. Und dann liest man von 10 toten und 400 toten kranken Kindern durch homöopathische Mittelchen.

Gepaart mit einer offensichtlich außerordentlichen Berufung zur Inkompetenz, schafft man es offenbar sogar als Homöopathie-Hersteller, ein tatsächlich direkt tödliches Produkt abzufüllen. Meine Güte.

Die FDA (US-Behörde für Arzneimittelsicherheit) sah sich letztes Jahr gezwungen, insgesamt 400 Fälle von kranken und sogar 10 Fälle von verstorbenen Kleinkindern zu untersuchen. Verdächtigt wurde ein homöopathisches Produkt, welches das Zahnen erleichtern soll.

Bereits 2010 hatte die FDA eine Warnung vor dem Mittel herausgegeben, der Hersteller Hyland’s hätte also durchaus Motivation und Gelegenheit haben können, die Sicherheit der im Normalfall überteuerten Süßigkeiten sicherzustellen.

Im September 2016 warnte die FDA dann aufgrund der gehäuften Todes und Krankheitsfälle erneut vor den homöopathischen Tabletten und dem Gel, was aber Hyland’s nicht davon abhielt, das Zeug weiter an den Mann zu bringen. Auf ihrer Webseite schrieben sie groß:

There is no current recall of Hyland’s Baby Teething Tablets … Hyland’s Baby Teething Tablets have safely treated the pain associated with teething for more than 85 years. There is NO scientific link between homeopathically-prepared belladonna, or Hyland’s Baby Teething Tablets, and seizures.

Es gibt derzeit keinen Rückruf, immerhin verkaufen sie es schon seit 85 Jahren erfolgreich. Nun, wir glauben ihnen ja, dass es keinen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen homöopathisch „korrekt“ präpariertem Was-auch-immer (inklusive Tollkirsche und Plutonium) und Krampfanfällen gibt. Homöopathische Mittel zeichnen sich ja dadurch aus, dass sie keinerlei Wirkstoff mehr enthalten und daraus folgend gar nicht wirksam sein können. Daher kann ja gar nichts passieren. Ähnliches hat sich übrigens wohl auch der Homöopathika-Produzent Nelson gedacht, bis Glassplitter hinein gerieten.

Vor 2 Wochen bestätigte die FDA dann, dass tatsächlich erhöhte Mengen von Belladonna, der Schwarzen Tollkirsche, in Hyland’s Teething Gel gefunden wurden.

Hyland’s ist aber offenbar noch immer der Meinung, dass es keinen endgültigen Beweis gibt, dass ihre Tabletten Kinder krank machen und sogar umbringen. Man hat zwar zugegeben, es gäbe gewisse „Inkonsistenzen“ bei den in den Tabletten gefundenen Giftstoffen, aber diese lägen nicht im gefährlichen Bereich und ihre Produkte seien absolut sicher. Und die über 400 Fälle und zehn toten Kleinkinder sind sicher purer Zufall.

Inkonsistenzen also. Hmm. Nun, die FDA hat die Ergebnisse einer Stichprobe veröffentlicht. Die Mehrzahl war zwar harmlos, aber das Spektrum der Ergebnisse ist doch erschreckend. Die Bandbreite ging von 0 (das heißt, nicht nachweisbar) bis 1100 ng Atropin bei 8 geprüften Tabletten EINER Charge. Scopolamin schwankte von 0 bis 390 ng.

Bei einem pharmazeutischen Herstellungsprozess dürfen nur winzige Abweichungen bei den Wirkstoffen auftreten. Auf keinen Fall Unterschiede Faktor 1000. Hyland’s selbst gibt die Menge an Inhaltsstoffen mit „0.0000000000002 mg of Belladonna alkaloids“, d.h. mit 0,2 Millionstel Nanogramm an, was bedeutet, dass die gewünschte Menge Milliardenfach überschritten wurde.

Die Grenzwerte für Atropin liegen in der EU bei 1000 ng/kg (wir vermuten, in den USA sind sie ähnlich). Mit einer solchen Tablette hätte ein Kleinkind also bereits einen signifikanten Anteil der als sicher erachteten Tagesdosis zu sich genommen. Als vorgeschlagene Dosierung findet man 2-3 Tabletten vier mal am Tag. Damit überschreitet man den Grenzwert mit etwas Pech leicht, wenn man mehrere Tabletten mit überhöhter Menge erwischt. Dazu kommt, dass die Inhaltsmenge offenbar völlig zufällig ist, sie könnte bei einzelnen Tabletten noch wesentlich höher liegen.

Die FDA hat ja nur zwei Chargen untersucht und schon dabei enorme Unterschiede gemessen. Diese Messungen dürften also nur die Spitze des Eisbergs darstellen. In jedem Fall gehören solche Fabriken stillgelegt. Entweder sie stellen sicher, dass (messbar) keine Tollkirsche mehr in keinem einzigen ihrer überteuerten Fläschchen zu finden ist, oder sie werden dicht gemacht.

Und während Hyland’s sich dagegen wehrt, dass ihr Zeug (wie gesagt, abgesehen von kleineren „Inkonsistenzen“ absolut sicher! Ganz ehrlich!) von der FDA vom Markt genommen wurde, hat sich auch schon das „National Center for Homeopathy“, ein Dachverband für Homöopathie in den USA, vergleichbar mit dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V., eingeschaltet und meint dazu:

„The homeopathic community is deeply concerned about the actions of both of these agencies and has formed a task force to identify the most strategic and appropriate collective course of action. We will share more information about how individuals in the homeopathic community can support this effort if and when it is determined that a broader community response is appropriate.“

Faszinierend, würde Mr. Spock sagen. Man ist besorgt über das Vorgehen der beiden Behörden (hier sind die FDA und die Handelsaufsicht FTC gemeint) und wird eine Task Force gründen, die das beste strategische und passende gemeinsame Vorgehen identifizieren wird. Wie darf man das verstehen? Man ist besorgt darüber, dass die US-Behörden so gemein sind und man wird sich dagegen wehren, oder wie? Nach hilfreicher Unterstützung der Untersuchung hört sich das jedenfalls nicht an.

Liebe Homöopathen. Bitte. Bitte. Bitte. Wenn ihr schon etwas verschütteln müsst, dann verschüttelt bitte Sternenlicht oder meinetwegen Entenleber wie Boiron. Aber lasst das mit den wirklich gefährlichen Sachen bleiben. Warum muss es gerade Tollkirsche beim Zahnen sein? Ist doch sogar nach der reinen Leere Schwachsinn.

Den Schmerz beim Zahnen verursachen Zähne. Zermahlt ein paar Zähne. Das schlimmste, was euch bei falscher Dosierung passieren kann: es könnte ein wenig knirschen, wenn man in die Tabletten beißt. Und wenn ihr Zähne von Enten nehmt, könnt ihr euch sogar die Ente mit Boiron teilen. Aber bitte keine giftigen Substanzen. Keine Tollkirschen. Kein Plutonium. Kein HIV. Und so Sachen wie Hundekot und faules Rindfleisch lasst bitte auch bleiben. Nehmt Vakuum. Zucker. Wasser. Nur absolut harmlose Dinge.

Seht es ein, Ihr seid nicht kompetent genug, mit gefährlichen Dingen zu hantieren. Zehn tote Kinder sind mehr als zu viel. Danke.

Chemtrails – Jetzt befallen sie auch Tiere

18. Januar 2017 26 Kommentare

Mit großer Erschütterung mussten wir feststellen, dass Chemtrails nun auch Tiere befallen. Wir sind im Internet – dem Wort der Wahrheit – über Bilder gestolpert, die an Schrecken kaum zu überbieten sind. Man betrachte nur diese schwarze, deutsche* Katze! Selbst ohne über den unglaublichen Scharfblick, den man als Chemtrail-Kenner und Abgesahnter der Kommisarischen Reichsregierung zwangsläufig entwickelt hat, zu verfügen, kann auch der Laie deutlich den Chemtrail auf ihrem Rücken erkennen. Ist es nicht abscheulich, wie diese Katze durch Chemtrails entstellt wurde? Statt des zarten lieben Gesichts hat dieses Biest eine Fratze, die kaum mehr an eine Katze erinnert. Man meint fast, es wäre überhaupt keine Katze. Das sanfte Fell ist struppig und und eher Gestrüpp als anschmiegsam.

Deutsche, von Chemtrails entstellte Katze (stinkt fürchterlich)

Und auch wenn es der geneigte Leser über das Internet nicht nachvollziehen kann, es ist unglaublich, wie eine so entstellte Katze stinken kann.

Aber dabei bleibt es nicht! Auch andere Tiere sind bereits befallen, wie etwa dieses Pferd:

Von Chemtrails entstelltes Pferd (Quelle)

Die Chemtrails haben den ganzen Körper umschlungen, es sieht damit praktisch aus wie ein wandelnder Zebrastreifen. Erschütternd, was Chemtrails diesen edlen Tieren antun. Auch hier zeigt man sich als Pferdekenner entsetzt, dass dieses Tier einfach nicht die selbe Eleganz wie ein typisch deutsches Ross besitzt. Und diese Frisur! Total verdorben! Man betrachte nur zum Vergleich diesen ursprünglichen, echten, reinen deutschen Hengst:

Edler deutscher Hengst(*) (Quelle)

Kein Vergleich! Diese Eleganz, diese typisch deutsche Figur, rein, ursprünglich, echt männlich deutsch.

Aber nicht einmal unter Wasser sind die Tiere vor den Chemtrails sicher. Dieser deutsche Karpfen ist ebenfalls bis zur Unkenntlichkeit entstellt:

Von Chemtrails gezeichneter Karpfen (kein Photoshop !!!!)

Da bleibt man sprachlos zurück. Natürlich wurde keines der Bilder mit Photoshop nachbearbeitet (**), um einen falschen Eindruck zu erwecken. Wir wollen das an der Stelle nur mal klarstellen. Chemtrails sind voll echt und müssen niemals nicht gefaked werden!

Aber es kommt noch schlimmer! Wir haben das Gerücht vernommen, dass Chemtrails nun sogar schon auf deutschen Tischen zu finden sind. In einer abartigen Praktik werden die Chemtrails dann direkt in die Nase gesaugt. Also, früher hätte es das nicht gegeben! Wehrmacht denn sowas?

(*) Bei dem Pferd auf dem Bild handelt es sich um eine Araberstute, siehe Bildquelle Wikipedia
(**) Es wurde Gimp verwendet

KategorienAllgemein, Esoterik, Satire Tags:

Bad Gögging 2016: noch ein Trommelevent – noch mehr Plastikschamanen

10. Juni 2016 10 Kommentare

Das Trommelevent 2015 hatten wir ja bereits gewürdigt. Nun soll Anfang Juni 2016 ein weiteres Trommelevent diversen Plastikschamanen, Zeremonieverkäufern und Scharlatanen eine Gelegenheit zur Selbstdarstellung und Kundenakquise bieten.

Wiederum organisiert Norbert Grüner das Event und sammelt zum Trommeln „für Mutter Erde“ (für wen denn auch sonst…) ganze Schamanenseilschaften ein. Grüner scheint zwar nicht unbedingt Erfahrung mit dem Organisieren solcher Events zu haben; es schaut so aus, als ob er vor 2015 auf diesem Gebiet auch nicht tätig war. Das deutet nicht gerade auf umfangreiche Joberfahrung hin, aber nun gut: auch Zwerge haben klein angefangen.

Ebenso wie im letzten Jahr wird flankierend ein Kunsthandwerkermarkt stattfinden, auf dem esoterischer Schnickschnack verkauft wird. Etliche der teilnehmenden Schamanen waren auch 2015 schon dabei, so z.B. Viola Flambé, die sich White Buffalo Woman nennt und nicht nur indigene Zeremonien wie Schwitzhütten und Visionssuchen im Angebot hat, sondern auch germanische Runen und keltischen Klimbim.

Wacha Nabi

Manfred Jobst – „Wacha Nabi“

Ebenfalls wieder dabei ist der Münchner Manfred Jobst oder „Wacha Nabi“, der behauptet, sein Großvater sei Chickasaw gewesen. Jobst weist aber auf seine Ausbildung bei einem Zeremonieverkäufer aus der kanadischen Ethnie der Blackfoot hin, die er mit einem Heilpraktikerschein kombiniert. Anscheinend ist sein Geschäft aber nicht ganz so lukrativ wie erwünscht, da ein Artikel im „Müncher Merkur“ vom 4.9.2014 erwähnt, dass er als Autoteileverkäufer arbeite, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Und wenn man schon arg um Kundschaft für seinen Schamanenladen buhlt, achtet man wohl recht wenig darauf, mit wem man gemeinsam öffentlich auftritt. Im Fall von Jobst ist das z.B. die Teilnahme an einem esoterischen Event, den 10. Erlebnis- und Lichttagen vom 1.-3. Mai 2015, bei denen auch Armin Risi und Jeet Liuzzi als Referenten auftraten. Liuzzi berichtete über das Event auch in seinem YouTube-Kanal. Sowohl Risi als auch Liuzzi propagieren diverse Verschwörungstheorien und haben Verbindungen nach rechtsaußen. Mehr…

BILD Dresden: Wenn eine ahnungslose Esoterikerin und ein anhnungsloser Journalist meinen, sie seien die Oberchecker

30. Mai 2016 1 Kommentar

Die größte deutsche Boulevardzeitung, BILD, brachte am 24.5.2016 in der Regionalausgabe Dresden einen Artikel über eine geplante Veranstaltung mit Henry Red Cloud unter der Schlagzeile: „Bitte helft meinem armen Volk | Urenkel von Häuptling Red Cloud fleht Sachsen an“.

Der Artikel bedient etliche Stereotype und verbreitet Desinformation – nun gut, wir sprechen hier von der BILD, die einen gewissen Ruf erarbeitet hat, was den Umgang mit Fakten betrifft, falls diese einem „hübschen“ Artikel im Wege stehen:

„Henry Red Cloud (53) hofft in Sachsen auf Rettung für sein leidgeprüftes Volk, sammelt am 1. Juni Spenden.
Sabine SunTurtle (49), seine Vertraute in Europa: „Die zu den Sioux gehörenden 28 000 Lakota leben heute in einem 11 000 Quadratkilometer kleinen Reservat in South Dakota. 85 Prozent sind arbeitslos, darben bei 1500 Dollar Sozialhilfe pro Kopf und Jahr. Die Perspektivlosigkeit treibt viele in Drogensucht, Alkoholismus.“

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BILD Dresden: When a clueless Newager and a clueless journalist think they’re doing a great job

30. Mai 2016 Keine Kommentare

The largest German tabloid, BILD-Zeitung, on May 24, 2016, ran a regional article on a planned event with Henry Red Cloud which was titled: „Please help my poor people | Greatgrandson of Chief Red Cloud begs Saxons“.

The article employs lots of stereotypes and desinformation – okay, we’re talking about BILD who built up a certain reputation for not caring too much about facts if and when these might stand in the way of a „good“ article:

„Henry Red Cloud (53) hopes to find salvation for his sorely afflicted people, gathering donations on June 1.
Sabine SunTurtle (49), his confidante in Europe: „The 28,000 Lakota belonging to the Sioux today live in a reservation of only 11,000 square kilometres in South Dakota. 85% are unemployed, suffering want at an annual $ 1,500 per person in social benefits. The lack of perspective causes many to become dependent on drugs and alcohol.“

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William Burchett/ Jervis alias Medicine Turtle – ein Krimineller sattelt um auf Plastikschamane

16. Mai 2016 Keine Kommentare

Sowohl für Psiram als auch für unsere Freunde bei NAFPS (New Age Frauds and Plastic Shamans) ist Mr Wieheißterdenn ein alter Bekannter. NAFPS hat seit 2006 mit ihm zu tun, als er gerade in Europa angekommen war, frisch mit einer Luxemburgerin verheiratet. Kennengelernt hatte er sie, als er noch wegen bewaffneten Bankraubs im Knast saß. Ja, Mr Burchett war in Haft; er hatte zwei Haftstrafen eingefahren, die sich zusammen auf 15 Jahre beliefen und nacheinander abzusitzen waren. Davon hat er auch 13 oder 14 Jahre abgerissen. Wie es scheint, war gute Führung für Burchett noch nie eine naheliegende Alternative. Und noch während seiner Haftstrafe beschloss Burchett, dass er lieber Cherokee sein wollte. Was durchaus lächerlich ist, zumal er feuerrotes Haar hat, von leuchtendem Weiß ist und sein Wissen über indigene Kulturen offenbar aus Hollywood-Billigstproduktionen stammt.

FirewakerInteressanterweise ist er unter dem Namen „William A. Burchett“ verurteilt worden und eingefahren, stellte aber bereits 2002 aus der Haft heraus einen Antrag auf Namensänderung auf „William A. Jervis“. Dieser wurde von einem Gericht abgelehnt; ob also sein tatsächlicher Name laut Pass immer noch Burchett lautet oder ob er später erfolgreich eine Änderung beantragt hat, ist unbekannt. Jedoch ist festzustellen, dass noch bei seiner Entlassung aus der Bewährungsaufsicht am 30. Juni 2005 die offiziellen Dokumente hierzu von „William Burchett“ sprechen. Jedenfalls, aus dem Bau raus und nun auch die Bewährungsaufsicht losgeworden, heiratete er und ließ sich in Luxemburg nieder. Die Geschichte hat aber kein Happyend. Rasch fand Burchett es nicht mehr prickelnd, sich als DJ bei einem kleinen Radioprojekt in Luxemburg durchzuschlagen und gründete einen „Indianerclub“, den er auf zahllosen Internetseiten und Plattformen bewarb, so z.B auf französischen Nudistenseiten. Als das auch nicht so einschlug, warb er mit auf dem Gelände seines Clubs durchgeführten Schwitzhütten. Mehr…

William Burchett / Jervis aka Medicine Turtle – A criminal turned plastic shame-on

16. Mai 2016 Keine Kommentare

For Psiram as well as for our friends at NAFPS (New Age Frauds and Plastic Shamans), Mr Whatshisname is an old acquaintance. NAFPS has been dealing with him since 2006, when he was fairly newly arrived in Europe, apparently married to a woman from Luxemburg, with whom he got into contact while still in prison for armed robbery. Yes, Mr Burchett is a former inmate, he was granted two consecutive prison sentences amounting to a combined duration of 15 years in the clink, of which he served some 13 or 14 years. Apparently, good conduct is an option which never occurs to Burchett. And already while in prison, Burchett decided he’d rather be a Cherokee. Which is somewhat hilarious, with him being red-haired and of a very brilliant white, and since he picked up his knowledge about indigenous cultures from some Hollywood D productions.

FirewakerInterestingly enough, he was sentenced as „William A. Burchett“, but already while in prison applied for an official change of name to „William A. Jervis“ in 2002. This was denied by a court, so whether his legal name is still Burchett or whether he successfully applied again after his stint in prison is unknown, but even when released from supervision on June 30, 2005, official documents speak of him as „William Burchett“. Anyways, having been released from prison and then from supervision, he got married and settled down in Luxemburg, but this story does not have a happy ending. Soon enough, Burchett was fed up with being a DJ in a small Luxemburg radio project, and started his own „Indianer club“ which he advertised on many internet sites and platforms, like e.g. nudist sites in France. When this did not kick off, Burchett started advertising „sweatlodge“ ceremonies at these premises. Mehr…

Infomed-„Weltkongress“ Mai 2016 – die „Welt“ musste mal wieder umziehen

13. Mai 2016 4 Kommentare

Mit der Tätigkeit des Infomed-Instituts haben wir uns ja schon zuvor befasst. Zur Erinnerung: Infomed hat zunächst jahrelang die LMU geräuchert, bis die Dreistigkeit, mit der die Infomedis das Logo der LMU kaperten und den Eindruck eines Uni-Instituts hervorrufen wollten, der LMU doch mal ungut auffiel. Die darauf bei der LMU einsetzende Schnappatmung wurde durch den flugs folgenden Rausschmiss der famosen Veranstaltung kuriert, woraufhin die Infomedis den nächsten Kongress – man hat ja Auswahl in München – an der TU abwickelten.

Leider wurde daraus keine lange, glückliche Beziehung: die TU wurde anscheinend fix ins Bild gesetzt, wen man sich mit Infomed in den Pelz gesetzt hatte und nun ist der nächste Tagungsort dran: die Alte Kongresshalle. Ist schon irgendwie so ein ganz klein wenig suboptimal ohne Uni-Renomee, aber nützt ja nix – man hat es sich an beiden Unis vergeigt und muss jetzt sehen, wo man einen Fuß in die Tür bekommt. Übrigens wird wohl auch in der Kongresshalle geräuchert: für Samstag und Sonntag wird jeweils morgens um 6 bzw 7:30 Uhr ein „Ritual“ angekündigt. Ein weiteres, gerne gepflegtes Ritual ist anscheinend der Auftritt der „ bekannte[n] und geschätzte[n] Stadträtin Lydia Dietrich“ von den Grünen, die den Kongress eröffnen wird. Mehr…

Visionssuche in der Wüste, oder: Wie eilig haben Sie es zum Friedhof?

10. März 2016 15 Kommentare

mumie

Dass etliche esoterische Angebote zwar dem Portemonnaie der Anbieter, nicht jedoch der Gesundheit der Kundschaft förderlich sind, ist uns bei Psiram ja nicht neu. Nur wenige allerdings bieten den Kunden einen potenziell derart schnellen Ausweg aus der irdischen Misere wie eine Veranstalterin von Visionssuchen aus Berlin.

Angelika Brosin führt dort eine Shiatsu-“Praxis“, ist aber offenbar auch an Zuverdienst interessiert. Daher organisiert sie für die Kundschaft (maximal vier Teilnehmer) eine Visionssuche in der Wüste, und zwar in der Rub al-Khali. Diese befindet sich im Süden der arabischen Halbinsel; der Name bedeutet auf Deutsch „Leeres Viertel“, und dies darf als Hinweis darauf gesehen werden, wie lebensfeindlich die Umwelt dort ist. Mehr…

John Fire Lame Deer Jr & Dr Stephan Götze: Casting the net for the (prospective) affluent, or: Hogwarts-on-Rhine just opened shop

23. November 2015 Keine Kommentare

Yes, dear readers: Hogwarts presents a new branch – the „University of Applied Management Studies“ in the town of Mannheim in Germany! (Its original German title is somewhat less impressive with an „Academy of Economy for Management“.) Its Wikipedia article is somewhat on the advertising side and offers but a modest list of references. Having taken up business in April 2011, the academy had 379 students in the winter term of 2014/15.

S_Götze

Stephan Götze

Already since 2013, Dr Stephan Götze has been working hard at reducing his employer to laughingstock teaching hogwash. Hired as a „lecturer for Sustainability and Marketing & Research“, however, this is not all he’s getting paid for. An unsavoury blend of professional work and private pastimes comes on top of that.

Besides Marketing & Research, Götze has been a „shamanic“ student of Archie Fire Lame Deer. Although Archie Fire was trained as a medicine person, he was viewed highly controversially by the Lakota for accepting white persons at ceremonies and teaching and training them. Mr Fire has helped to produce a plethora of Wanabi shame-ons training more and more „shamanic“ exploiters who picked up little, understood only part of that, and pass on even less. Mr Fire also caused the first reported fatality of a Newager when his client Ronald Delgado died in a vision quest led by Fire on July 12, 1980. Mehr…