Interaktive Übersicht durch Impfungen vermeidbarer Krankheiten

Das amerikanische Council on Foreign Relations, ein einflussreicher so genannter „Think Tank“, der sich mit auswärtigen Beziehungen und Weltpolitik beschäftigt, hat vor kurzem eine interaktive Weltkarte der durch Impfungen vermeidbaren Krankheiten online gestellt. Der Screenshot hier zeigt die Häufigkeit und Anzahl von Masern, Mumps, Röteln, Kinderlähmung, Keuchhusten und anderen Krankheiten im Jahr 2011 bis heute. … Weiterlesen

Der Spaltenzentimeter, Statistik und historische Kurzsichtigkeit

In seinem Buch „Gewalt“ (welches hier sicher noch ausführlicher besprochen wird) erwähnt Steven Pinker eine witzige Methode, wie man sich in einer Notlage, historische Ereignisse vernünftig in Relation zu setzen, auch behelfen kann. Pinker vertritt in seinem Buch die These, dass Gewalt im Laufe des Zivilisationsprozesses massiv abgenommen habe. Unter vielen anderen Hinweisen und Belegen erwähnt er die Methode des Historikers Rein Taagepera, um die so genannte „historische Kurzsichtigkeit“ deutlich zu machen: Er hat einfach mit dem Lineal gemessen, wieviele cm in einem (oder auch anderen) Geschichtsalmanachen über jeweilige Zeitperioden im Vergleich

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Der Preis des bewussten Lebens (11) – Bettinas Schrottverwertung

Nach einer kleinen schöpferischen Pause nun zur elften Folge unserer Serie. Und hier wird es wahlweise über- oder unterirdisch.   Es geht nämlich um Lichtkanalwerkzeuge, vertrieben von Bettina Fischer  aus Lindwedel vor den Toren von Hannover.     Bettina ist gewissermaßen Kanalarbeiterin:    „Ich bin lediglich Kanal dafür, daß diese Energien hier auf die Erde kommen. Ich bin … Weiterlesen

Bakterien mordende Viren – Die Nadel im Heuhaufen

Antibiotika werden immer mehr zum Problem. Nun, eigentlich nicht wirklich die Antibiotika selbst, sondern die Resistenzen die sich dagegen bilden. Mutationen, die Prinzipien der Evolution, haben uns zum heutigen Punkt gebracht, aber sie erlauben auch den Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika zu entwickeln. In den 60ern/70ern dachte man noch, der Krieg gegen die Bakterien sei gewonnen. … Weiterlesen

Der Preis des Wissens – Der Research Works Act ist gefallen

Wir hatten vor kurzem ja schon von dem Protest „einiger“ Wissenschaftler gegen Elsevier berichtet. Mittlerweile haben 7509 Wissenschaftler eine Erklärung unterzeichnet, nicht mehr mit dem Verlag zusammenzuarbeiten. Es scheint nun, als würde dieser Druck Wirkung zeigen. Elsevier hatte sich bis vor kurzem für den sogenannten Research Works Act stark gemacht. Diese Verordnung richtete sich gegen … Weiterlesen

Italien hebt Steuerbefreiung für Kirchenimmobilien auf

Seit einiger Zeit hat Italien einen katholischen, konservativen Ministerpräsidenten, der offenbar wenig Spaß versteht. Vor allem dann nicht, wenn es ums Geld geht. Die Regierung Monti hat jetzt – wie schon länger angedeutet – beschlossen, die kommerziell genutzten Immobilien der katholischen Kirche (in Italien) zu besteuern.

Bisher war es so, dass es eine Steuerausnahme für Gebäude der katholischen Kirche gab. Man braucht eine Herberge in Rom? Kein Problem. Man kann Angebote für „Pilgerfahrten“ diverser darauf spezialisierter Reiseveranstalter buchen und wird dann in Herbergen mit beschaulichen Namen untergebracht, die zu irgendwelchen Klöstern gehören und besonders günstig sind. Nur für Pilger versteht sich.

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Plötzlicher Herztod – Eine App zum Leben retten

Hinweis auf einen AED

Das medizinische Zentrum der Universität Radboud in den Niederlanden hat vor einiger Zeit eine Smartphone-App herausgebracht, die tatsächlich Leben retten kann. Aber dazu braucht sie etwas Hilfe – vor allem muss die Applikation und das Gerät, zu dem sie weist, bekannter werden.

Es geht darum, die Position von automatisierten externen Defibrillatoren (AED) über Smartphones abfragen zu können und damit bei plötzlichem Herztod schnell lebensrettende Maßnahmen einleiten zu können. Am plötzlichen Herztod sterben allein in Deutschland mehr als 100.000 Menschen pro Jahr!

Es kann also jeden treffen und/oder jederzeit in der Nähe passieren.

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Paracelsus-Messe 2012

In den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen findet vom 24.-26. Februar dieses Jahres die 20. Paracelsus-Messe statt. Ein Termin, den man unbedingt versäumen möchte, wenn einem die eigene Gesundheit am Herzen liegt. Auf dieser „wunderbaren“ Messe wird jedes Klischee bedient und diverse Pseudomediziner geben sich ein Stelldichein.

Das Ganze beginnt gleich am ersten Tag mit Bioenergetischer Meditation nach Victor Philippi, danach geht es mit etwas Feng Shui weiter (die sollten mal lieber Sheng Fui versuchen), man erfährt wie man sich vor Erdstrahlen und Elektrosmog schützt, Vitalpilze verschönern das Leben (raucht man die?) und vieles mehr. Und das nur am ersten Tag auf der Hahnemann-Bühne. Nebenan sind noch die Kneipp- und die Paracelsus-Bühne.

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Neutrinos, CERN und ein kaputtes Kabel

Es scheint, als sei das „schneller als das Licht Neutrino“, das im September des Vorjahres vom CERN gemeldet wurde und um 60 Nanosekunden zu früh ankam, auf ein defektes/schlecht angeschlossenes Kabel zwischen der GPS-Einheit und einem Computer zurückzuführen. Forscher aus aller Welt haben schon überlegt, wie sich dieses Ergebnis mit Einsteins spezieller Relativitätstheorie, die so schnelle Neutrinos verletzen würden, vereinbaren ließe.

Ein defektes Kabel, das jetzt entdeckt wurde, würde aber ebenfalls alles erklären. Man weiß allerdings zur Zeit noch nicht, ob das Kabel wirklich schuld ist; erst eine weitere Messung könnte hier Klarheit verschaffen.

Keine unerwartete Wendung. Nicht unerwartet insofern, da es nicht wahrscheinlich schien, dass dieses

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Mit Moralin gegen Ritalin

Ein Artikel des Schweizer Journalisten Stefan Schaer, den wir mit freundlicher Genehmigung des Autoren übernehmen durften. Er wurde bereits hier auf seinem Blog veröffentlicht.  Er beschreibt sehr gut, wie unkritisch oft auch seriöse Medien (leider wieder mal) mit medizinischen Themen umgehen. Bei EsoWatch gibt es auch Hintergrundinformation zum Thema Ritalinkritik.

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Thesen-Journalismus macht seit Jahren Schule. Auch bei sogenannten Leitmedien neigen viele (nicht alle!) Schreibenden dazu, anstelle einer breit abgestützten Recherche die eigene Meinung (oder die Meinung der Zeitung) ins Blatt zu stellen. Was ins Bild passt, wird unkritisch ausgebreitet, was nicht passt, wird kurzerhand todgeschwiegen.
Einen exemplarischen Text hat am vergangenen Montag die «Frankfurter Allgemeine», die NZZ Deutschlands, publiziert. Christiane Hoffmann und Antje Schmelcher liefern mit «Wo die wilden Kerle wohnten» einen einseitigen, moralisierenden und in vielen Teilen schlicht falschen Rundumschlag gegen das Medikament Ritalin, das bei Kindern mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom) eingesetzt wird.

Mit der Aussage «90 Prozent der ADHS-Diagnosen sind falsch» legt der Artikel gleich zu Beginn den Ton fest. Sicherlich, Ritalin wird manchmal zu schnell verschrieben. Aber  von 90 Prozent auszugehen, ist eine Behauptung, für welche die Autorinnen keine brauchbare Quelle – zum Beispiel wissenschaftliche Studien – präsentieren. Sie stützen sich einzig auf die Aussage der Direktorin einer Kinderklinik – das muss für FAZ-Journalistinnen offenbar reichen.

Der «Richtigkeitsgehalt» des restlichen Textes bewegt sich auf ähnlichem Niveau: Plattitüden, Behauptungen und Lügen folgen einander Abschnitt für Abschnitt. Die Autorinnen gehen davon aus, dass ADHS anerzogen ist. Medizinische, angeborene Ursachen schliessen sie von vornherein aus. Was umso erstaunlicher ist, als die Wissenschaft derzeit in die gegenteilige Richtung tendiert. Bei Wikipedia lesen wir:

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