Harmlose Masern und Anthroposophie bei derstandard.at

Der österreichische Standard ist, was die Medizinredaktion angeht, bei uns im Blog schon ein alter Bekannter. Im Mai des letzten Jahres hatten wir ihn und die österreichische Presseagentur für ihre Artikelserie zum Thema Parawissenschaften auch gelobt.

In diesem Jahr haben sie sich aber wieder ziemlich bekleckert, allerdings nicht mit Ruhm. So hatten sie im Jänner die glorreiche Idee, Pro & Kontra-Artikel zum Thema Impfungen zu bringen. Der Artikel Pro Impfen: „Die Impfskepsis der Ärzte ist ein Problem“ ist in Ordnung, aber über den Kontra-Artikel In Europa kann heute auf Impfen verzichtet werden kann man sich nur ärgern.

Dann später, im Februar, wieder eine besonders skurrile Kombination aus Artikeln auf der Startseite:

Standard_Anthro

In den Artikeln Von roten Popos und hitzigen Diskussionen und Impfen ist eine Art von sozialer Verantwortung wird die Impfrate von Influenza und Masern beklagt.

Das Seltsame ist: dazwischen darf sich ein Anthroposoph austoben.

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Frank N. Foode bei Kickstarter

Bei Kickstarter läuft zur Zeit noch eine interessante Kampagne mit dem Ziel, das Maskottchen Frank N. Foode (den freundlichen, genetisch modifizierten Organismus von nebenan) für „alle“ zugänglich zu machen.

Die Idee hinter dem Maskottchen ist es, sich über die Bezeichnung Frankenstein-Futter lustig zu machen. Man hat die Hoffnung, dass es durch diese freundliche Figur möglich ist, den Menschen die komplizierte Welt der Gentechnik und Landwirtschaft näher zu bringen und ihnen eine Persönlichkeit anzubieten, der sie um die Welt folgen können.

Frank hat inzwischen schon die weite Welt bereist und viele Fotos geschossen.

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Bayerischer Rundfunk: Psiram-Interview für Puls

Ralph Glander, Journalist beim BR, hat uns für das Jugendmagazin Puls interviewt. Hier die Fragen an uns: Den Wahnsinn im Zaum halten „The owls are not what they seem“, das haben wir von der Serie „Twin Peaks“ gelernt. Die Autoren von Psiram glauben auch nicht alles was sie sehen, hören und lesen. Im Netz klären … Weiterlesen

Eine neue Hoffnung für Scharlatane …

Liebe Scharlatane, Abzocker und ähnliche Zeitgenossen!   In letzter Zeit ist es für euch gar nicht gut gelaufen. Die esoterische Mauertrocknung ist vor Gericht kläglich eingegangen (wir berichteten), der gute Dr. Siebenhüner musste leider, leider vor Gericht eine schwere Schlappe einstecken und was des Verdrusses beim Geld-Einsacken mehr ist. Aber endlich gibt es wieder Hoffnung! … Weiterlesen

Wissenschaft: Oft wird das Ergebnis vorgegeben

Unter dem Titel „Gerichtsgutachten: Oft wird die Tendenz vorgegeben“ ist im Deutschen Ärzteblatt das Referat einer aktuellen Dissertation zu lesen. Unter ausdrücklichem Bezug auf den Fall ‚Gustl Mollath‘ heißt es im Untertitel: „Bei einer Befragung von Gutachtern gab etwa ein Viertel an, beim Gutachtenauftrag durch das Gericht eine Tendenz signalisiert bekommen zu haben.“ Und außerdem: … Weiterlesen

Cold Reading

Unser Forist Gefährliche Bohnen hat kürzlich in einer Diskussion einem unserer „Kritiker“ zu erklären versucht, wie Wahrsagen funktioniert. Wir fanden die Erklärung so einleuchtend, dass wir sie hier einem größeren Publikum vorstellen wollen.

Egal ob Wahrsagen, Hand- oder Fußlesen oder was auch immer man sich an Körperteilen, Planetenkonstellationen etc. für die Deutung von Schicksalen, Charakteren oder Diagnosen aussuchen will – im Grunde funktioniert das so:

Man braucht dafür nur etwas Übung, gute Menschenkenntnis und auch eine gewisse Portion Chuzpe.

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Traunstein, Homöopathie und Hogwarts

Als wir im vorletzten Jahr über die esoterische Masterarbeit zur Hellseherei an der Viadrina (Institut IntraG) berichteten und es in kürzester Zeit zu einem Aufschrei der Blogosphäre kam, der auch von diversen Zeitungen wie der Sueddeutschen oder dem Spiegel aufgegriffen wurde, war die Freude groß.

Es war ermutigend zu sehen, wie sich Journalisten, Blogger, Wissenschaftler und viele mehr über die Zustände empörten und ihrem Ärger Luft machten.

Und es war auch schön zu sehen, wie der Druck auf Hogwarts an der Oder wuchs.

Kurz darauf stufte die Hochschulstrukturkommission das IntraG (Viadrina) auch auf Ramsch-Niveau hinab und Harald Walach wurde dann auch mit dem verdienten Goldenen Brett (vorm Kopf) ausgezeichnet für sein Bemühen, wissenschaftsbefreite Theorien in die akademische Welt hineinzubringen.

Man hatte danach den Eindruck, dass das Pseudoinstitut den Kopf unten hielt, um nur ja nicht mehr aufzufallen. Die Abstrafung durch Medien und Hochschulkommission hatte Wirkung gezeigt.

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Kinderlähmung: Weitere Attentate in Pakistan

Der Kampf gegen die Kinderlähmung nähert sich einerseits dem Ende, aber er ist in gewisser Hinsicht auch in die schwerste Phase eingetreten. Die letzten Meter sind offenbar die härtesten.

Waren es 2010 noch 1.352 Fälle, fiel die Zahl 2012 auf 223. Ein gewaltiger Erfolg. Leider sah es 2013 nicht so gut aus: die Fallzahlen stiegen erneut auf 389 Fälle. Und wie man auf polioeradication.org lesen muss, sind mit Stand 5. Januar 2014 schon wieder 4 Fälle bekannt.

Dass in den Kriegswirren Syriens die Kinderlähmung, wohl aus Pakistan eingeschleppt, wieder auftrat, war nur einer der Krisenherde des Jahres. Die U.N. hat in einem Kraftakt begonnen, 22 Millionen Kinder im Nahen Osten mit Impfungen (Polio, Masern, Mumps, Röteln) zu versorgen, davon 1,6 Millionen in Syrien. Man geht davon aus, dass dafür etwa. 40 Millionen US Dollar notwendig sind.

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Mauerwerkstrocknung mit Magnetokinese: Verbrauchertäuschung!

350px-Aquapol5Wir haben’s ja schon immer gewusst: Mauerwerkentfeuchtung mit „Magnetokinese“ ist Kappes. Und das darf man mit dem Segen der Justiz auch bisher schon offen so sagen. Das hinderte Vermarkter wie den operierenden Thetan Wilhelm Mohorn mit seiner Firma „Aquapol“ nicht, für diese seltsamen Gerätschaften mit phantastischen Behauptungen zu werben. Das allerdings könnte jetzt unangenehme Folgen nach sich ziehen.

Ein Wettbewerbsverband hatte den Hersteller einer solchen Gerätschaft auf Unterlassung der Werbung für deren behauptete Wohltaten verklagt und bekam nun Recht. Die Gründe des am 26. September verkündeten Urteils des OLG Frankfurt offenbaren dabei noch Weiteres: zum einen das typische Hase-und-Igel-Spiel, mit dem die Branche die Öffentlichkeit zu narren versucht – und zum anderen die fehlende Bereitschaft der Justiz, sich damit an der Nase herumführen zu lassen.

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Endlich ein Malaria-Impfstoff?

Seit Jahrzehnten arbeitet man daran, die Menschen gegen die Malaria zu immunisieren; sie ist eine der schlimmsten Krankheiten, die der Menschheit noch verblieben sind. Laut WHO gab es 2010 219 Millionen Fälle mit 600.000 Toten. 90% davon betrafen Afrika. Und das, obwohl man Fortschritte erzielt hat: Seit 2000 fielen die Sterblichkeitsraten um 26 Prozent.

Ein Impfstoff würde die Last durch die Seuche gewaltig lindern. Bis dahin bietet der UNICEF Shop für kleines Geld Dinge wie Moskitonetze an.

Der Weg zu einem Impfstoff hat sich bis jetzt als schwierig erwiesen und auch der neueste Kandidat, der in einigen Medien die Runde machte, ist leider nur suboptimal. Doch wie heißt es so schön: In der Not frisst der Teufel Fliegen.

Bereits in den 1990ern prüfte man einen Impfstoff namens SPf66, aber der Kandidat erwies sich nach ersten positiven Tests leider als Fehlschlag.

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