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Artikel Tagged ‘Masern’

Masern und impfkritische Pfarrer in Texas

12. September 2013 1 Kommentar

Vor kurzem wurden bei einem Ausbruch der Masern in Texas wurden 21 Menschen angesteckt, darunter ein 4 Monate altes Baby. Die Krankheit wurde durch einen Reisenden aus Indonesien eingeschleppt und verbreitete sich schnell unter den 1500 Mitgliedern der „Eagle Mountain International Church“.

Es ist im Wesentlichen ein typisches Beispiel eines Masernausbruchs in den westlichen Ländern heutzutage. Texas hat zwar im Prinzip 98% Durchimpfungsrate, allerdings gilt das natürlich nicht für die fragwürdige Kirche. Mindestens 16 der infizierten Personen waren ungeimpft, die restlichen 5 könnten zumindest eine Impfung bekommen haben. Könnten, denn ob und wann sie geimpft wurden, ist undokumentiert.

Obwohl die Masern in den USA nicht mehr heimisch sind, werden sie ab und an doch aus anderen Ländern eingeschleppt. Wenn so ein Masernkranker dann auf eine entsprechend ungeimpfte Gemeinschaft trifft, hat man sofort eine Häufung von Fällen. Bei uns in Deutschland sind die Waldorfschulen eine Brutstätte für Masern: kaum ein Jahr vergeht, ohne dass es dort zu einem Ausbruch kommt. Mehr…

Masernimpfpflicht für Deutschland?

16. Juli 2013 148 Kommentare

Es ist eigentlich peinlich. Wie z.B. die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr eine Impfpflicht ins Gespräch gebracht, nachdem im ersten Halbjahr 2013 mehr als 900 Masernfälle in Deutschland gemeldet wurden. Auch andere Politiker und Gesundheitsexperten unterstützen ähnliche Regelungen, wie z.B. Jens Spahn, der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, der anmerkt, dass nur Geimpfte Kitas, Kindergärten oder Schulen besuchen dürfen.

Peinlich dabei ist aber nicht, dass diese Idee diskutiert und vielleicht umgesetzt wird – peinlich ist eher, dass es überhaupt soweit kommen musste. Die Masern hätten ja eigentlich schon bis 2010 aus Europa komplett verschwunden sein sollen, aber das hat leider überhaupt nicht funktioniert.

Propagandistische Darstellung aus impfgegnerischer Sicht

Impfgegner, die mit dem im englischen Raum sogenannten FUD-Prinzip, Fear (Furcht), Uncertainity (Unsicherheit) and Doubt (Zweifel) arbeiten, haben ihr Scherflein dazu beigetragen, dass uns diese Krankheit noch erhalten geblieben ist. Mehr…

Masernepidemie in Wales, Wakefield gibt Impfstoff die Schuld

2. Mai 2013 10 Kommentare

Als Andrew Wakefield vor 15 Jahren mit seiner betrügerischen Arbeit an die Öffentlichkeit trat, säte er eine fruchtbare Saat der Angst, für die wieder einmal die Ernte eingefahren wird.

Wakefield hatte damals einen Zusammenhang zwischen Autismus und dem Masernimpfstoff behauptet, der sich aber in zahlreichen Studien nicht nur nicht bestätigen lies: im Nachhinein wurde auch festgestellt, dass Wakefield vor der Veröffentlichung 55.000 £ von Anwälten erhalten hatte, die Eltern autistischer Kinder bei einer Klage gegen Impfstoffhersteller vertraten.

Doch im ersten Moment veröffentlichte die renommierte Zeitschrift Lancet sein Papier, die Medien sprangen an und in Folge dessen gingen die Impfraten zurück. Auch wenn Andrew Wakefield heute restlos diskreditiert und seine „Forschung“ im Mülleimer der Geschichte gelandet ist, wird er noch immer von diversen Impfgegnern als Held gefeiert. Denn natürlich war nicht er der Bestechliche, nein: alle anderen sind korrupt und unterdrücken seine Forschungsergebnisse.

mmr_graph In der Folge sanken die Impfraten und fielen schließlich bis 2004 auf 80%. Das mag nicht so wenig scheinen, aber es bedeutet, dass 2004 100.000 Kinder nicht geimpft wurden und das mit dieser niedrigen Impfrate die wichtige Herdenimmunität nicht gewährleistet ist – heißt, die Krankheit sich recht gut verbreiten kann.

Und wo gesät wird, dort wird geerntet. Mehr…

Deutschland verbrennt den Impfpass

6. Februar 2013 105 Kommentare

ImpfpropagandaUnser alter Freund Hans Tolzin hat offenbar Facebook entdeckt und träumt dort seine wirren Träume weiter, wie man am Titel des Posts ablesen kann.

Argumente hat er ja keine, darum wird vor allem mit „schockierenden“ Bildern Stimmung gemacht. Sehr gerne werden dabei schreiende Kinder und Spritzen gezeigt, dass Ganze garniert mit Verschwörungstheorien und wilden Behauptungen. Auf Fakten wird dabei so gut es geht verzichtet. Und wenn Daten präsentiert werden, dann werden sie verfälscht, dass es schon ans Kriminelle grenzt.

Er kommt nicht umhin, die gaaaannnnzzzzzz alten Fälschungen aus dem Fundus zu kramen.

So zum Beispiel dieses Bild hier: Mehr…

Ungeimpfte gefährden andere Kindergartenkinder

26. August 2012 32 Kommentare

Eine Studie aus Kalifornien hat festgestellt, dass die Anzahl der Kinder, die nicht geimpft sind, in den letzten 15 Jahren stark anstieg und nun mittlerweile in einigen Kindergärten die Herdenimmunität kompromittiert ist.

In den USA herrscht zwar prinzipiell Impfzwang, aber man kann je nach Bundesstaat relativ leicht bis relativ schwer eine Ausnahme erreichen. In Kalifornien genügt es, dazu eine eidesstattliche Erklärung abzugeben, dass man „Impfungen aus persönlichen Gründen ablehnt“. Dies können philosophische, religiöse oder auch medizinische Überlegungen sein. Die Seite VaccineSafty hat dazu eine Karte mit den Regelungen nach Bundesstaat zusammengestellt. Mehr…

Vorbeugen – Schützen – Immunisieren

22. April 2012 1 Kommentar

Die Europäische Impfwoche 2012 wurde gerade eingeläutet und der erste Blog von Seth Berkley ist online. Berkley ist seit Herbst der Chef der GAVI (Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung), die von Bill Gates aus dem Boden gestampft wurde. (Lesenswert, wie wir unbescheiden meinen)

Ziel ist es, durch Zugang zu Impfungen in Entwicklungsländern Menschenleben zu retten und die Gesundheit der Menschen zu verbessern. Seth Berkley zeigt sich enthusiastisch und schreibt von den Millionen Leben, die verändert wurden; Kindern, die gesund blieben, zur Schule gehen; Eltern, die sich weniger Sorgen um kranke oder verkrüppelte Kinder machen müssen.
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Interaktive Übersicht durch Impfungen vermeidbarer Krankheiten

9. März 2012 4 Kommentare

Das amerikanische Council on Foreign Relations, ein einflussreicher so genannter „Think Tank“, der sich mit auswärtigen Beziehungen und Weltpolitik beschäftigt, hat vor kurzem eine interaktive Weltkarte der durch Impfungen vermeidbaren Krankheiten online gestellt.

Karte vermeidbarer Seuchen 2011

Vermeidbare Seuchen 2011

Der Screenshot hier zeigt die Häufigkeit und Anzahl von Masern, Mumps, Röteln, Kinderlähmung, Keuchhusten und anderen Krankheiten im Jahr 2011 bis heute. Besonders auffällig die hübschen roten Punkte: die Masern.

Für eine Krankheit, von der man hoffte, sie bereits ausgerottet zu haben, ist sie leider noch sehr aktiv. In den letzten Wochen wurden wieder 17 Fälle in den USA gemeldet, darunter mindestens dreizehn Personen die sich explizit nicht impfen ließen. Zwei der Personen haben auch den Super Bowl besucht, es scheint aber zu keiner weiter Ansteckung gekommen zu sein (auf Holz klopf). Die Nachricht, dass die Masern beim Super Bowl anwesend waren, hat jedoch sicher einiges an Sorge und Bauchschmerz verursacht.

Weitaus schlimmer sind von der Anzahl her aber natürlich die Ausbrüche in anderen Ländern, speziell der Ukraine, die bereits im Jänner über 4.778 Fälle meldete.

Zu einem großen Teil muss man wohl (zumindest in den westlichen Ländern) die Behauptungen des verurteilten Betrügers Andrew Wakefield dafür verantwortlich machen, der den Masern-Impfungen angedichtet hatte, dass sie Autismus verursachen. Diese Behauptungen werden immer noch, obwohl längst widerlegt, immer und immer wieder wiederholt.

Das Ergebnis sind die dicken roten Punkte auf der Karte, die Menschenleben symbolisieren, die gefährdet wurden und so dementsprechend auch verloren gingen.

Auf der Webseite mit der interaktiven Karte kann man sich die Daten von 2008 bis heute ansehen und diese auch herunterladen. Ein Klick auf einen Datenpunkt führt zu der Quelle, wo man Details zu den Fällen nachlesen kann.

Techniker Krankenkasse lässt Versicherte für anthroposophische Pseudomedizin bezahlen

26. Dezember 2011 44 Kommentare

Dieser Artikel wurde am 17.12.2011 bereits bei den Ruhrbaronen veröffentlicht. Wir bedanken uns für die freundliche Möglichkeit zur Übernahme.

Rudolf Steiner um 1905
Rudolf Steiner um 1905 „Scharlatan und größenwahnsinniger Sektenführer“ (Quelle: Wikipedia)

Die „Techniker Krankenkasse“ (TK) will ab 1. Januar 2012 die Kosten für homöopathische, pflanzenheilkundliche und anthroposophische Medikamente erstatten. Gastautor Martin Ballaschk kommentiert die Entscheidung.
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Impfgegner – What’s the harm?

22. November 2011 27 Kommentare

Wir haben hier im Blog sehr viele Artikel zu Impfgegnern und es stellt sich die Frage: Warum? Warum die Mühe?

Die Antwort liegt im Leid, das die Impfgegner verursachen. Wir könnten hier, wie wir es schon getan haben, z.B. Natalie ins Feld führen, aber so tragisch solche „Einzelschicksale“ sind, so kann man doch daraus keine Folgerungen ableiten. Es könnte ja theoretisch ein beliebig seltenes Ereignis sein.

Masern:

Fangen wir daher mit einer Betrachtung der Masern an, von denen man in den 1990ern noch annahm, dass sie bis 2010 ausgerottet seien.
Dann kam der Studienfälscher Wakefield mit der Behauptung, dass der MMR Impfstoff Autismus verursache. Nachdem er seinen angeblichen Fund öffentlich gemacht hatte, fielen die Impfraten. Hatte Großbritannien 1996 noch eine 92%ige Durchimpfungsrate bei Masern, fiel diese bis 2002 um 8% ab, manche Teile Londons erreichten 2003 sogar nur mehr 61%. Das Ergebnis war, dass man 2006 wieder 3.705 Masernfälle erlebte und den ersten Toten seit 1992 zu beklagen hatte. (Anm.: Sterbefälle, die in den Jahren 1993 – 2005 in der GB-Statistik unter Masern angeführt sind, rühren von Langzeitschäden/Nachwirkungen von Masern wie SSPE her). 2008 wurden die Masern in Großbritannien wieder für endemisch erklärt.

In den Niederlanden, Deutschland, Schweiz und einigen anderen Ländern sind Masernausbrüche an Waldorfschulen keine Seltenheit. Die Anthroposophie lehnt Impfungen ab …

Der Measles Monthly Monitoring Bericht vom August hat für dieses Jahr 28.307 Fälle und 8 Tote durch Masern in Europa gezählt. Und das Jahr ist noch nicht um. Fälle wie der von Natalie sind leider kein so extrem seltenes Ereignis, wie man es sich wünschen würde. Das RKI hat seine Schätzung zu SSPE gerade auf 1:200 bei Kleinkindern korrigiert, bei 28.307 Fällen ist leider zu erwarten, dass einige dabei sein werden …

Amerika, Keuchhusten:
Vor der Impfung starben jedes Jahr zwischen 5.000 und 10.000 Menschen an Keuchhusten, heute immer noch 30 pro Jahr. Keuchhusten war in den 70ern nahe der Ausrottung, als eine britische Studie die Impfung mit Gehirnschäden in Verbindung brachte. Die Studie war zwar schnell zertrümmert, doch die Impfraten fielen. Dann, 1982, der Hit in den USA: eine „Dokumentation“ namens „Vaccine Roulette“, die sich um Fakten nicht die Bohne scherte und eine wahre Hysterie auslöste – dafür gewann sie einen Emmy. Impfstoffhersteller wurden mit unbegründeten Klagen überschüttet, wobei „unbegründet“ in den USA nicht unbedingt ein Problem ist … Die Impfstoffpreise stiegen ins unermessliche, die Regierung war gezwungen einzugreifen.

Es gelang, die Lage unter Kontrolle zu bringen, aber auch heute noch sind Impfgegner in den USA sehr erfolgreich. Die Krankheit feiert ein „Comeback“. Immer mehr Eltern entscheiden sich, nicht zu impfen. Obwohl die Impfung zu 90% wirksam ist, reicht das aufgrund der fehlenden Herdenimmunität nicht. Eine Studie hat ermittelt, dass 1 von 20 ungeimpften Kindern Keuchhusten bekommt. Im Vergleich dazu nur eines von 500 bei Geimpften. Da immer noch wesentlich mehr Kinder geimpft sind, beträgt der Anteil der Ungeimpften an der Gesamtzahl nur ca. 12 %. Impfgegner gehen mit dieser Zahl hausieren, da sie offensichtlich Statistik entweder nicht verstehen können oder nicht verstehen wollen.

Zwischen 1999 und 2004 starben laut einer Untersuchung 91 Babies an Keuchhusten, alle waren jünger als 7 Monate, 58% waren unter 2 Monate alt. In der Conclusio der Studie wurde auf die unzureichend vorhandene Herdenimmunität als Ursache hingewiesen.

Kinderlähmung:
Muslimische Fundamentalisten haben sich irgendwann in den Kopf gesetzt, dass Impfungen böse sind. In Pakistan und Afghanistan wurden Fatwas gegen die Impfung gegen Kinderlähmung ausgesprochen. Ebenso in Nigeria. Das Ergebnis war, die Kinderlähmung kehrte in einigen vormals „gesäuberten“ Gebieten zurück. Nicht nur in Nigeria selbst, auch in den Nachbarländern traten vermehrt Fälle auf. Wie genetische Tests zeigten, war nun einer der Exportartikel Nigerias die Kinderlähmung. 2006 traten dort auch mehr als die Hälfte aller weltweit registrierten Fälle von Kinderlähmung auf. Da selbstverständlich auch andere Impfungen abgelehnt wurden, kam es auch zu Masernepidemien; 2007 kostete ein Ausbruch 200 Kindern das Leben.

Heute sind Indien, Pakistan, Afghanistan und Nigeria die einzigen Länder, in denen die Kinderlähmung wirklich noch heimisch ist.

Diese Liste könnte leider nahezu beliebig erweitert und fortgesetzt werden. Impfgegner kosten Leben.

Impfkritik – Zum Tod der 13-jährigen Natalie an Masern/SSPE

1. November 2011 42 Kommentare

Manchmal wird mir einfach schlecht. Der Impfgegner Hans Tolzin hat vor knapp 2 Wochen unter dem Titel: „Masern: Ärzteverband missbraucht Tod einer 13-jährigen für Impf-Marketing“ einen Artikel über die kleine Natalie, die mit 13 Jahren an den Folgen von SSPE verstarb, geschrieben.

Er behauptet, die Geschichte enthält einige Ungereimtheiten. Das wundert insofern nicht, da Herr Tolzin offensichtlich nicht in der Lage war, die diversen Zeitungsmeldungen, die es zum Thema gab zu lesen. Sein wirres Fantasiepamphlet beginnt gleich mal damit:

Zum einen wird nicht gemeldet, dass Natalie ungeimpft gewesen sei. Es ist als davon auszugehen, dass sie als damals etwa Dreijährig TROTZ ihrer eigenen Masernimpfung an Masern erkrankt ist. Womöglich hätte sie die Masern ohne diese Impfung sogar ganz normal überstanden und hätte danach lebenslang natürliche Immunität genossen.

Fakt ist, dass sich Natalie vermutlich mit 12 Monaten in einer Arztpraxis, in der ein Junge mit Masern saß, angesteckt hat. Nicht als Dreijährige. Kein Wunder, dass sich Herr Tolzin nicht auskennt, wenn er nicht einmal die Trivialfakten richtig wiedergeben kann. Danach geht es gleich weiter, mit der wilden Behauptung, dass sie vermutlich geimpft wurde und wenn sie nicht geimpft worden wäre, vermutlich gesund wäre. Wie kommt man zu so einer wirren Logik? Wenn man keine Fakten hat, erfindet man einfach irgendwas oder wie?

Zum zweiten ist es schon recht abenteuerlich, ohne Nachweis zu behaupten, der 10 Jahre zurückliegende Kontakt zu einem bestimmten ungeimpften Kind sei die Ursache ihres Todes. Natalie hätte sich genau so gut bei einem frisch geimpften Kind anstecken können.

Ach, wird ja immer besser. Jetzt sind es schon die geimpften Kinder, die Natalie angesteckt haben sollen. Was kommt als nächstes? Einbrecher? Außerirdische?

Zum Dritten gibt es für die Masernimpfung gar keinen Wirkungsnachweis. Bei der Zulassung wird ausschließlich die Zahl der spezifischen Antikörper im Blut erhoben. Die zuständigen Bundesbehörden können jedoch laut der kritischen Zeitschrift „impf-report“ keinerlei wissenschaftliche Beweise dafür anführen, dass Menschen mit hohen Titerwerten gesünder sind als Menschen mit fehlenden Antikörpertitern. Der „impf-report“ hält deshalb die Schutzwirkung des Antikörpertiters für einen wissenschaftlichen Mythos.

Gesteigerte Realitätsverweigerung? Na wie schön, dass Sie das für einen Mythos halten. Lernen Sie mal recherchieren, es gibt da schöne Zusammenfassungen, wie z.B. diese hier.

Als viertes und letztes muss darauf hingewiesen werden, dass zahlreiche Medikamente, die von Schulmedizinern unverantwortlicherweise bei Masern zur Symptomunterdrückung verabreicht werden, als Nebenwirkung eine Gehirnentzündung verursachen können. Ich halte es für viel wahrscheinlicher, dass die angeblichen SSPE durch eine medikamentöse Behandlung ausgelöst wurde.

Tja, als Milchwirt müssen Sie das besser wissen. Ärzte haben ja keine Ahnung.
Immerhin, jetzt wissen wir wenigstens, was als nächstes kommt. Die pösen, pösen Schulmediziner sind schuld! Klar.

Masern sind eine harmlose Kinderkrankheit, die durch die Überwindung der Armut schon vor Jahrzehnten in Deutschland ihren Schrecken verloren hat und in der Regel ohne Komplikationen verlaufen.

Ja, klar. Total harmlos. Laut dem letzten Report für Europa hatten wir dieses Jahr bisher ja nur 28.307 Fälle von Masern. Dabei gab es bei 1.260 Komplikationen in Form einer Lungenentzündung, bei 22 kam es zu einer Enzephalitis und 8 Menschen starben. SSPE Fälle, wie Natalie sind da noch gar nicht berücksichtigt. Man geht von etwa 1 Fall pro 10.000 Infizierten aus. Was soll’s, stirbt ja nur 1 von 3.500 Kindern(mit den Zahlen von 2011, die CDC gibt eine Quote von 1 zu 500-1.000 an). Und ein paar hundert landen auf der Intensivstation. Und ein paar Jahre später sterben noch ein paar nach mehreren Jahren degenerativer Vegetation. Total harmlos.