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Artikel Tagged ‘Impfgegner’

Deutschland verbrennt den Impfpass

6. Februar 2013 105 Kommentare

ImpfpropagandaUnser alter Freund Hans Tolzin hat offenbar Facebook entdeckt und träumt dort seine wirren Träume weiter, wie man am Titel des Posts ablesen kann.

Argumente hat er ja keine, darum wird vor allem mit „schockierenden“ Bildern Stimmung gemacht. Sehr gerne werden dabei schreiende Kinder und Spritzen gezeigt, dass Ganze garniert mit Verschwörungstheorien und wilden Behauptungen. Auf Fakten wird dabei so gut es geht verzichtet. Und wenn Daten präsentiert werden, dann werden sie verfälscht, dass es schon ans Kriminelle grenzt.

Er kommt nicht umhin, die gaaaannnnzzzzzz alten Fälschungen aus dem Fundus zu kramen.

So zum Beispiel dieses Bild hier: Mehr…

Kopp und das Impfstoff-Imperium

8. November 2012 127 Kommentare

Der Kopp-Verlag – wie immer Garant tagesaktueller, supergut recherchierter Berichte – hat mal wieder zugeschlagen. Brandaktuell wurde präzise erkannt, dass ein Cochrane Review Grippeimpfungen für nutzlos erklärt.

Ok, man muss zugeben, der Artikel ist weder brandaktuell noch präzise, das Review ist von 2010 und Impfungen findet es auch nicht nutzlos. Das Review findet nämlich eine klare Wirkung der Grippeimpfung, aber wegen solcher Kleinigkeiten macht man sich doch keinen Kopp. Von Fakten darf man sich nicht aufhalten lassen!

Der Artikel eines Jon Rappoport behauptet jedenfalls, dass „Impfstoff-Imperium ist zusammengebrochen“, was durch ein Cochrane-Review belegt sei. Kein Grippewirkstoff biete Erwachsenen Schutz vor Grippe. Rumms!

Mutigerweise wird tatsächlich auf eine Zusammenfassung des ursprünglichen Artikels der Cochrane Collaboration verlinkt, vermutlich in der Hoffnung, dass ihn sowieso keiner lesen wird. Mehr…

Dr. Pfeiffer: ein Impfgegner im Selbstversuch

13. Mai 2012 26 Kommentare

Drüben bei blooDNAcid auf den Scienceblogs, der gerade über die Wichtigkeit der Masernimpfung schrieb, tauchte In den Kommentaren bald ein Impfgegner auf und behauptete, dass es überhaupt keine Viren (und natürlich auch kein HIV) gebe und Grippeimpfungen schuld an der Spanischen Grippe 1918 waren. Die mehrfache Klarstellung anderer Poster, dass es die Grippeimpfung aber erst seit 1936 gibt, wird dabei geflissentlich ignoriert.

Und auch danach geht es munter weiter mit tiefsitzender Wirklichkeitsverleugnung. Wenn man es mit solchen Hardcore-Realitätsverweigerern zu tun hat, wünscht man denen ja gelegentlich die Krankheit an den Hals, damit diese am eigenen Leib erfahren können, was es bedeutet, krank zu sein. Die sollen doch in eine Quarantänestation gehen und dort mal tief einatmen.

Auch wenn es zutiefst unethisch ist: ein solches „Experiment“ wurde tatsächlich schon einmal durchgeführt. Mehr…

Die Pockenimpfung und die Anfänge der Impfgegner

27. März 2012 6 Kommentare

Die Pocken, eine Geißel der Menschheit, die mehr als 300 Millionen Menschenleben gefordert hat, ist heute lange ausgerottet. Aber der Weg dahin war steinig.

Kaum hatte Edward Jenner, heute auch als „Begründer der Immunologie“ bezeichnet, im Jahre 1798 die Methode publiziert, die dann als Impfung bekannt wurde, formierten sich ihre Gegner und lehnten diese strikt ab.

Die Gründe waren vielfältig. Kleriker mahnten, es sei nicht christlich zu impfen, da der Impfstoff vom Tier stamme; in der Bevölkerung herrschte generelles Misstrauen in die Medizin; Impfgegner schrieben Pamphlete, dass es prinzipiell nicht funktionieren könne; Eltern machten sich Sorgen wegen der Narben am Arm …

Impfgegner Propagandabild von 1802

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Techniker Krankenkasse lässt Versicherte für anthroposophische Pseudomedizin bezahlen

26. Dezember 2011 44 Kommentare

Dieser Artikel wurde am 17.12.2011 bereits bei den Ruhrbaronen veröffentlicht. Wir bedanken uns für die freundliche Möglichkeit zur Übernahme.

Rudolf Steiner um 1905
Rudolf Steiner um 1905 „Scharlatan und größenwahnsinniger Sektenführer“ (Quelle: Wikipedia)

Die „Techniker Krankenkasse“ (TK) will ab 1. Januar 2012 die Kosten für homöopathische, pflanzenheilkundliche und anthroposophische Medikamente erstatten. Gastautor Martin Ballaschk kommentiert die Entscheidung.
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Gestatten, Chuck Norris, Impfgegner

5. Dezember 2011 19 Kommentare

Leiter kein Witz...

Chuck vs. Evolution

Chuck Norris ist ein bekannter Mann, ein Prominenter, heutzutage allerdings vermutlich mehr durch das Internet-Meme als durch seine Schauspieler-Karriere.

Bedauerlicherweise ist er (unter anderem) aber auch ein Impfgegner. Er verbreitet, dass der Zusammenhang Impfung – Autismus eine Tatsache sei und dass Impfstoffe giftig seien.

Der Verdacht eines Zusammenhangs Impfung – Autismus gehört jedoch zu den am besten untersuchten überhaupt und ist in zahlreichen Studien klar widerlegt. Chuck Norris stürzt sich hier einerseits auf den Stoff Thiomersal, andererseits wirft er mit ad-hominem-Angriffen auf Wissenschaftler um sich.(Anm.: Thimerosal ist der US Name)

Die ad-hominem Angriffe mögen wahr sein oder auch nicht, in jedem Fall sind sie irrelevant für die Behauptung: „Link between autism, vaccines ‚biological certainty'“.

Etwas Hintergrund dazu:
Ende der 1990er wurde die Hypothese aufgestellt, dass Thiomersal in Impfstoffen theoretisch gefährlich sein könnte. Thiomersal ist das Natriumsalz einer organischen Quecksilberverbindung und man befürchtete, dass abhängig vom Gewicht des Kindes und der Anzahl der Impfungen in den ersten 6 Lebensmonaten Quecksilber-Grenzwerte überschritten werden könnten. Man stellte bereits damals fest, dass es keine Hinweise für eine konkrete Gefahr gebe. Aber die Möglichkeit ganz ausschließen wollte/konnte man auch nicht.

Die FDA beschloss damals lieber auf Seiten der Vorsicht zu irren und zog Thiomersal im Großen und Ganzen aus dem Verkehr. Eine Überlegung dahinter war auch, dass man das Vertrauen der Bevölkerung in Impfungen stärken und sie nicht verunsichern wollte. Seitdem hat man zahlreiche Studien durchgeführt und hat viele, starke Daten, die gegen einen Zusammenhang sprechen. Hier eine schöne Timeline

Ein paar Monate nach der Entscheidung wurde ein spekulativer Artikel veröffentlicht, der die Idee aufstellte, dass Thiomersal Autismus verursache. Impfgegner sprangen schnell auf den Zug auf, Wakefield hatte ja kurz vorher seine gefälschten Daten zum MMR-Impfstoff veröffentlicht, der eine oder andere Politiker, die üblichen Verdächtigen wie z.B. Mike Adams ebenso. Bekannteste Vertreterin der Idee wurde später wohl die Schauspielerin Jenny McCarthy, die sich selbst als „Indigo Mom“ sieht. Ihr hochbegabtes „Kristallkind“ sei durch Impfungen an Autismus erkrankt. Einige Zeit hat auch Jim Carrey, ihr damaliger Freund, mit Unsinn geglänzt.

Um beide ist es still geworden, dafür hält jetzt Chuck Norris die Fackel der Wissenschaftsfeindlichkeit hoch. Abgesehen von seinen Ideen zur Gefährlichkeit von Impfungen lehnt er die Evolutionstheorie ab, hat ein Problem mit Gentechnik und fällt auch sonst mit merkwürdigen Wortmeldungen auf.

Da er kein Wissenschaftler ist, könnte man seine Wortmeldungen ja eigentlich leicht abtun. Er hat keine Kompetenz in dem Bereich, nur eine Meinung. Das Problem ist, er ist ein Prominenter und als solcher erreicht er viele Menschen. Grade erst hat Blizzard bekannt gegeben, dass Chuck Norris seine Fäuste in World of Warcraft schwingen wird. 10 Millionen Spieler, dazu viele Millionen Kinder/Jugendliche/Erwachsene die mit Chuck Norris Witzen aufgewachsen sind und seien wir uns ehrlich: Wenn Chuck Norris es sagt …

Immerhin vertrauen 24% der amerikanischen Bevölkerung dem was Prominente so von sich geben. Wir würden uns daher zu Weihnachten wünschen, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst werden und vielleicht zu Themen von denen sie keine Ahnung haben, einfach mal den Mund halten würden.

Lesetipp! SZ Wissen: Globulisierung des Kreißsaals

24. November 2011 12 Kommentare

Alternativmedizin
Globulisierung des Kreißsaals

23.11.2011, 12:52
Von Sebastian Herrmann

Viele Hebammen suggerieren, ohne Homöopathie, Aromatherapie, Akupunktur oder andere sogenannte alternative Behandlungen könne kein Kind zur Welt kommen. Schwangere lassen sich häufig darauf ein, weil diese Mittel als natürlich und dadurch automatisch als sicher gelten. Aber stimmt das überhaupt

http://www.sueddeutsche.de/wissen/alternativmedizin-die-globulisierung-des-kreisssaals-1.1197133
via @Evo2Me

Impfgegner – What’s the harm?

22. November 2011 27 Kommentare

Wir haben hier im Blog sehr viele Artikel zu Impfgegnern und es stellt sich die Frage: Warum? Warum die Mühe?

Die Antwort liegt im Leid, das die Impfgegner verursachen. Wir könnten hier, wie wir es schon getan haben, z.B. Natalie ins Feld führen, aber so tragisch solche „Einzelschicksale“ sind, so kann man doch daraus keine Folgerungen ableiten. Es könnte ja theoretisch ein beliebig seltenes Ereignis sein.

Masern:

Fangen wir daher mit einer Betrachtung der Masern an, von denen man in den 1990ern noch annahm, dass sie bis 2010 ausgerottet seien.
Dann kam der Studienfälscher Wakefield mit der Behauptung, dass der MMR Impfstoff Autismus verursache. Nachdem er seinen angeblichen Fund öffentlich gemacht hatte, fielen die Impfraten. Hatte Großbritannien 1996 noch eine 92%ige Durchimpfungsrate bei Masern, fiel diese bis 2002 um 8% ab, manche Teile Londons erreichten 2003 sogar nur mehr 61%. Das Ergebnis war, dass man 2006 wieder 3.705 Masernfälle erlebte und den ersten Toten seit 1992 zu beklagen hatte. (Anm.: Sterbefälle, die in den Jahren 1993 – 2005 in der GB-Statistik unter Masern angeführt sind, rühren von Langzeitschäden/Nachwirkungen von Masern wie SSPE her). 2008 wurden die Masern in Großbritannien wieder für endemisch erklärt.

In den Niederlanden, Deutschland, Schweiz und einigen anderen Ländern sind Masernausbrüche an Waldorfschulen keine Seltenheit. Die Anthroposophie lehnt Impfungen ab …

Der Measles Monthly Monitoring Bericht vom August hat für dieses Jahr 28.307 Fälle und 8 Tote durch Masern in Europa gezählt. Und das Jahr ist noch nicht um. Fälle wie der von Natalie sind leider kein so extrem seltenes Ereignis, wie man es sich wünschen würde. Das RKI hat seine Schätzung zu SSPE gerade auf 1:200 bei Kleinkindern korrigiert, bei 28.307 Fällen ist leider zu erwarten, dass einige dabei sein werden …

Amerika, Keuchhusten:
Vor der Impfung starben jedes Jahr zwischen 5.000 und 10.000 Menschen an Keuchhusten, heute immer noch 30 pro Jahr. Keuchhusten war in den 70ern nahe der Ausrottung, als eine britische Studie die Impfung mit Gehirnschäden in Verbindung brachte. Die Studie war zwar schnell zertrümmert, doch die Impfraten fielen. Dann, 1982, der Hit in den USA: eine „Dokumentation“ namens „Vaccine Roulette“, die sich um Fakten nicht die Bohne scherte und eine wahre Hysterie auslöste – dafür gewann sie einen Emmy. Impfstoffhersteller wurden mit unbegründeten Klagen überschüttet, wobei „unbegründet“ in den USA nicht unbedingt ein Problem ist … Die Impfstoffpreise stiegen ins unermessliche, die Regierung war gezwungen einzugreifen.

Es gelang, die Lage unter Kontrolle zu bringen, aber auch heute noch sind Impfgegner in den USA sehr erfolgreich. Die Krankheit feiert ein „Comeback“. Immer mehr Eltern entscheiden sich, nicht zu impfen. Obwohl die Impfung zu 90% wirksam ist, reicht das aufgrund der fehlenden Herdenimmunität nicht. Eine Studie hat ermittelt, dass 1 von 20 ungeimpften Kindern Keuchhusten bekommt. Im Vergleich dazu nur eines von 500 bei Geimpften. Da immer noch wesentlich mehr Kinder geimpft sind, beträgt der Anteil der Ungeimpften an der Gesamtzahl nur ca. 12 %. Impfgegner gehen mit dieser Zahl hausieren, da sie offensichtlich Statistik entweder nicht verstehen können oder nicht verstehen wollen.

Zwischen 1999 und 2004 starben laut einer Untersuchung 91 Babies an Keuchhusten, alle waren jünger als 7 Monate, 58% waren unter 2 Monate alt. In der Conclusio der Studie wurde auf die unzureichend vorhandene Herdenimmunität als Ursache hingewiesen.

Kinderlähmung:
Muslimische Fundamentalisten haben sich irgendwann in den Kopf gesetzt, dass Impfungen böse sind. In Pakistan und Afghanistan wurden Fatwas gegen die Impfung gegen Kinderlähmung ausgesprochen. Ebenso in Nigeria. Das Ergebnis war, die Kinderlähmung kehrte in einigen vormals „gesäuberten“ Gebieten zurück. Nicht nur in Nigeria selbst, auch in den Nachbarländern traten vermehrt Fälle auf. Wie genetische Tests zeigten, war nun einer der Exportartikel Nigerias die Kinderlähmung. 2006 traten dort auch mehr als die Hälfte aller weltweit registrierten Fälle von Kinderlähmung auf. Da selbstverständlich auch andere Impfungen abgelehnt wurden, kam es auch zu Masernepidemien; 2007 kostete ein Ausbruch 200 Kindern das Leben.

Heute sind Indien, Pakistan, Afghanistan und Nigeria die einzigen Länder, in denen die Kinderlähmung wirklich noch heimisch ist.

Diese Liste könnte leider nahezu beliebig erweitert und fortgesetzt werden. Impfgegner kosten Leben.

Impfkritik – Zum Tod der 13-jährigen Natalie an Masern/SSPE

1. November 2011 42 Kommentare

Manchmal wird mir einfach schlecht. Der Impfgegner Hans Tolzin hat vor knapp 2 Wochen unter dem Titel: „Masern: Ärzteverband missbraucht Tod einer 13-jährigen für Impf-Marketing“ einen Artikel über die kleine Natalie, die mit 13 Jahren an den Folgen von SSPE verstarb, geschrieben.

Er behauptet, die Geschichte enthält einige Ungereimtheiten. Das wundert insofern nicht, da Herr Tolzin offensichtlich nicht in der Lage war, die diversen Zeitungsmeldungen, die es zum Thema gab zu lesen. Sein wirres Fantasiepamphlet beginnt gleich mal damit:

Zum einen wird nicht gemeldet, dass Natalie ungeimpft gewesen sei. Es ist als davon auszugehen, dass sie als damals etwa Dreijährig TROTZ ihrer eigenen Masernimpfung an Masern erkrankt ist. Womöglich hätte sie die Masern ohne diese Impfung sogar ganz normal überstanden und hätte danach lebenslang natürliche Immunität genossen.

Fakt ist, dass sich Natalie vermutlich mit 12 Monaten in einer Arztpraxis, in der ein Junge mit Masern saß, angesteckt hat. Nicht als Dreijährige. Kein Wunder, dass sich Herr Tolzin nicht auskennt, wenn er nicht einmal die Trivialfakten richtig wiedergeben kann. Danach geht es gleich weiter, mit der wilden Behauptung, dass sie vermutlich geimpft wurde und wenn sie nicht geimpft worden wäre, vermutlich gesund wäre. Wie kommt man zu so einer wirren Logik? Wenn man keine Fakten hat, erfindet man einfach irgendwas oder wie?

Zum zweiten ist es schon recht abenteuerlich, ohne Nachweis zu behaupten, der 10 Jahre zurückliegende Kontakt zu einem bestimmten ungeimpften Kind sei die Ursache ihres Todes. Natalie hätte sich genau so gut bei einem frisch geimpften Kind anstecken können.

Ach, wird ja immer besser. Jetzt sind es schon die geimpften Kinder, die Natalie angesteckt haben sollen. Was kommt als nächstes? Einbrecher? Außerirdische?

Zum Dritten gibt es für die Masernimpfung gar keinen Wirkungsnachweis. Bei der Zulassung wird ausschließlich die Zahl der spezifischen Antikörper im Blut erhoben. Die zuständigen Bundesbehörden können jedoch laut der kritischen Zeitschrift „impf-report“ keinerlei wissenschaftliche Beweise dafür anführen, dass Menschen mit hohen Titerwerten gesünder sind als Menschen mit fehlenden Antikörpertitern. Der „impf-report“ hält deshalb die Schutzwirkung des Antikörpertiters für einen wissenschaftlichen Mythos.

Gesteigerte Realitätsverweigerung? Na wie schön, dass Sie das für einen Mythos halten. Lernen Sie mal recherchieren, es gibt da schöne Zusammenfassungen, wie z.B. diese hier.

Als viertes und letztes muss darauf hingewiesen werden, dass zahlreiche Medikamente, die von Schulmedizinern unverantwortlicherweise bei Masern zur Symptomunterdrückung verabreicht werden, als Nebenwirkung eine Gehirnentzündung verursachen können. Ich halte es für viel wahrscheinlicher, dass die angeblichen SSPE durch eine medikamentöse Behandlung ausgelöst wurde.

Tja, als Milchwirt müssen Sie das besser wissen. Ärzte haben ja keine Ahnung.
Immerhin, jetzt wissen wir wenigstens, was als nächstes kommt. Die pösen, pösen Schulmediziner sind schuld! Klar.

Masern sind eine harmlose Kinderkrankheit, die durch die Überwindung der Armut schon vor Jahrzehnten in Deutschland ihren Schrecken verloren hat und in der Regel ohne Komplikationen verlaufen.

Ja, klar. Total harmlos. Laut dem letzten Report für Europa hatten wir dieses Jahr bisher ja nur 28.307 Fälle von Masern. Dabei gab es bei 1.260 Komplikationen in Form einer Lungenentzündung, bei 22 kam es zu einer Enzephalitis und 8 Menschen starben. SSPE Fälle, wie Natalie sind da noch gar nicht berücksichtigt. Man geht von etwa 1 Fall pro 10.000 Infizierten aus. Was soll’s, stirbt ja nur 1 von 3.500 Kindern(mit den Zahlen von 2011, die CDC gibt eine Quote von 1 zu 500-1.000 an). Und ein paar hundert landen auf der Intensivstation. Und ein paar Jahre später sterben noch ein paar nach mehreren Jahren degenerativer Vegetation. Total harmlos.


Über Impfgegner bei NovoArgumente

22. August 2011 1 Kommentar

Epidemie der Angst: Vom Aufstieg der Impfgegner
Von Dr. Michael Fitzpatrick

Ausbrüche von Masern, Mumps, Keuchhusten und der Haemophilus Influenzae B (HiB) bei Kindern in den USA zeigen, dass Impfgegner dort erfolgreich auf dem Vormarsch sind. Verbreitete Ängste bezüglich der negativen Nebenwirkungen von Impfungen – hauptsächlich hervorgerufen durch die alten Befürchtungen, es gebe einen möglichen Zusammenhang mit Autismus – haben dazu geführt, dass sich Impfmüdigkeit breit macht und Krankheiten zurückkehren, die durch Impfungen vermieden werden können. Der Impfexperte Paul Offit aus Philadelphia schildert anhand dramatischer Fälle aus der letzten Zeit, wie aufgrund von Anti-Impf-Kampagnen Kinder schwer an HiB Meningitis und Keuchhusten erkrankten oder gar zu Tode kamen. Offits jüngstes Buch Deadly Choices: How The Anti-Vaccine Movement Threatens Us All bietet dabei einen guten Überblick über die jüngste Ausbreitung einer Anti-Impf-Stimmung vor allem in den USA, wobei neben den medizinischen und wissenschaftlichen Aspekten auch die Rolle der Gerichte und der Medien beleuchtet wird.

Den kompletten Artikel gibt es hier.

Die Impfgegnerin Jenny McCarthy war schon zweimal bei uns im Blog zu Gast:

Wenn Playmates glauben…
Hello, my name is measles…

und Andrew Wakefield hat sich seinen Wikiartikel redlich verdient:

Andrew Wakefield (dt.)
Andrew Wakefield (engl.)