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Archiv für Mai, 2009

Esoterik statistisch untersucht …

29. Mai 2009 3 Kommentare

Vor einiger Zeit haben sich bei uns zwei Studenten der Sozialwissenschaften gemeldet, die Literaturtipps gesucht haben, in denen Esoterik wissenschaftlich untersucht wird. In ihrer Arbeit haben sie uns zwar nicht erwähnt, aber sie erlauben uns, ihre Ergebnisse ins Netz zu stellen. Interessante Lektüre …

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Anthroposophen gescheiter als Scientologen?

25. Mai 2009 12 Kommentare

Wie wir heute in den Nachrichten erfahren konnten, stehen die Scientologen in Frankreich kurz vor dem Aus. Zu offensichtliches Betrügen mit angeblichen Wundermitteln, den E-Metern, die poplige Widerstandsmesser aus dem Baumarkt waren – all das hat ein Französisches Gericht als Betrug angesehen, welcher den Betroffenen mindestens 20.000 Euro gekostet hat.

Obwohl beide “Weltanschauungen” ähnlich skurile Positionen vertreten, die auf ausserirdische Wesen zurückgreifen, scheinen es die Anthroposophen in Deutschland raffinierter zu treiben:

Die miteinander kooperierenden und personell mehr als eng verflochtenen Initiativen “Abgeordnetenwatch”, “Kandidatenwatch” und “Mehr Demokratie” residieren gemeinsam mit anderen Gruppierungen im Hamburger Rudolf-Steiner-Haus, dem “Veranstaltungshaus für Anthroposophie, Kunst und Kultur im Herzen der Stadt Hamburg”.

Lesen Sie selbst hier:
Abgeordnetenwatch und Hiltrud Breyer – im Hause und im Dienste Rudolf Steiners bei “Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie”

Towel Day

25. Mai 2009 6 Kommentare

Beda Stadler über Blumenkohl, Baumwolle und Moral als evolutionäres Erbe

22. Mai 2009 10 Kommentare

Eine Stunde Vortrag von Beda Stadler, die sich lohnt. Er wurde am 17. Mai vor den schweizer Freidenkern gehalten, ist also noch ganz frisch.
Vielen Dank an den Finder:
Achter

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Lorenzo Ravagli

20. Mai 2009 50 Kommentare


Beim Brightsblog und beim NPD-Blog kann man nachlesen, wie Lorenzo Ravagli mit Andreas Molau, dem NPD-Spitzenkandidaten für die Niedersächsische Landtagswahl 2008, zusammengearbeitet hat. Nun ist es sicherlich sehr interessant, mit wem der Herr Ravagli gemeinsam ein Buch schreibt. Aber er hat dieses Buch ja zurückgezogen. Und was schreibt Herr Ravagli sonst so im Web?
Kurzes googeln fördert dies zu Tage: Ein Beitrag, der ursprünglich in der Wochenschrift “Das Goetheanum” Ausgabe 25/2006 erschienen ist.

Da lesen wir unter der Überschrift “Distanzieren. Ritual einer Ersatzreligion” einige lustige Dinge.
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Ein cooler Typ

18. Mai 2009 3 Kommentare

Simon Singh ist Physiker und Wissenschaftsjournalist. Vor Jahren las ich sein Buch “Fermats letzter Satz”, welches mir die Welt der Mathematiker näherbrachte, mit Genuss. In diesem Jahr las ich “Trick or Treatment” in der deutschen Übersetzung mit dem unglücklichen Titel “Gesund ohne Pillen – Was kann die Alternativmedizin?”. Dieses Buch, das er gemeinsam mit Edzard Ernst schrieb, hat sich in kürzester Zeit zu einem Standardwerk über den Bereich der Alternativmedizin entwickelt. Den berufsmäßigen Quacksalbern sind solche Werke und alternativkritische Zeitungsartikel natürlich ein Dorn im Auge. Sie kratzen am dünnen Lack der pseudowissenschaftlichen Fassade, beschädigen das Ego und vermiesen das Geschäft. Die üblichen Reaktionen kennt man aus Diskussionen mit Fundamentalisten, es wird persönlich. Gern wird auch aus einer Sachaussage eine Beleidigung oder Verleumdung konstruiert, die dann justiziabel ist. Selbiges geschah 2008 mit Simon Singh in Großbritannien:

2008 hat die British Chiropractic Association (Britische Chiropraktische Vereinigung, BCA) Simon Singh aufgrund einiger Kommentare, die im Rahmen einer Kolumne der britischen Zeitung Guardian verfasste, auf Verleumdung verklagt. …
„Man könnte denken, dass moderne Chiropraktiker sich darauf beschränken, Rückenprobleme zu behandeln, aber Tatsache ist, dass sie immer noch einige ziemlich verrückte Ideen haben. Die Fundamentalisten behaupten, sie könnten alles heilen. Und selbst die moderateren Chiropraktiker haben fantastische Ideen. Die Britische Chiropraktische Vereinigung behauptet, ihre Mitglieder könnten helfen, Kindern mit Koliken, Schlaf- und Ernährungsstörungen, häufigen Ohrinfektionen, Asthma und übermäßigem Weinen zu behandeln, auch wenn es dafür nicht einen Iota an Beweisen gibt. Diese Organisation stellt das ehrbare Antlitz der chiropraktischen Profession und dennoch befördert es vergnügt betrügerische Behandlungen (bogus treatments).“(1)

hpd: Simon Singh vs. British Chiropractic Association

An der Formulierung “bogus treatments” störten sich die Alternativheiler, das heißt, sie werden sich an dem ganzen Buch und den Zeitungsartikeln gestört haben. Die Formulierung diente aber als juristischer Hebel. Wie in der verlinkten HPD-Mitteilung steht, läuft es derzeit vor Gericht nicht allzu gut für Singh. Ich hoffe, eine Solidaritätswelle wird zuerst durchs Netz und dann durch die Medien gehen. Es geht auch um Pressefreiheit und Maulkörbe.
Wie cool der Herr Singh ist, kann man sich hier auf youtube anschauen (“Stairway to heaven” rückwärts mit Untertiteln. Ein herrliches Beispiel, wie unsere Wahrnehmung von Erwartungen beeinflusst wird):

Die Facebook-Unterstützungsseite gibt´s hier:
For Simon Singh and Free Speech – Against the BCA Libel Claim .

Andere Blogs zum Thema:
Diax´s rake
Respectful Insolence
und natürlich SBM

19.05.09
Gimpys Blog

Links ohne Ende:
Simon Singh Case Response Roundup

Viel Spaß mit den Spinnern, Frau Apothekerin!

16. Mai 2009 9 Kommentare

Taufrisch aus der neuen “Pharmazeutischen Zeitung”:
In Berlin eröffnet endlich die erste “Saint Charles Apotheke”. Der Pharmakuchen ist fett und den LOHAS sitzt das sauer verdiente Geld locker in der Tasche. Es kann ja nicht angehen, dass die die ganze Kohle nur ins Reformhaus und zu Globetrotter schleppen. Der Markt für die ganzheitliche Verarsche bietet auch riesige Chancen für denkfaule und abergläubige Pharmazeuten. Das österreichische Franchisekonzept mit den “moderaten Lizenzgebühren” ist auch etwas für deutsche Kunden:

Die Franchisenehmer können ihre Apotheke komplett umstellen oder als “Saint Charles Apotheke” neu gründen (Lizenzgebühr monatlich 1.600 Euro), eine Shop-in-Shop-Lösung implementieren (750 Euro) oder einen Naturkosmetikladen “Saint Charles Cosmothecary” (1.200 Euro) eröffnen.

Eine Menge Geld, dass erstmal erwirtschaftet werden muss. Dafür bietet “Saint Charles” natürlich auch etwas:

Was ihnen [den Apothekern] fehlt, suggeriert Tiedtke, haben Ehrmann und Rohla: Ein Sortiment, das sie von anderen unterscheidet.
Eines, für das die Kunden Preise zu zahlen bereit sind, die “erotische Margen” bescheren. In Wien, so Rohla, hat die Saint Charles Apotheke diesen Weg erfolgreich mit Kosmetik, Nahrungsergänzungsmitteln und Produkten, die der Kunde in einer herkömmlichen Apotheke nicht erwartet, beschritten. So gibt es unter dem Saint Charles-Label auch Wein und andere “Specials, die Spaß machen”. Fast alles an der Apotheke sei außergewöhnlich, sagt Rohla, das Umsatzwachstum, die Gewinnmargen, die Kundenakzeptanz.

Fragt sich nur, was da so außergewöhnlich ist. Natürlich sind die Gewinnmargen bei Quacksalberei toll. Schließlich muss man sich nur um die Verpackung und den Verkauf, nicht um den Inhalt kümmern. Beim Inhalt ist nur wichtig, dass er keinen Schaden anrichtet. Den Rest erledigt das Zuwarten. Homöopathische Zuckerkugeln kosten sieben Euro pro zehn Gramm und die Süßigkeit Liebesperlen zwei Euro die 75g-Packung. Das Färben der Liebesperlen macht diese eigentlich teurer, aber der Mythos Naturheilmittel treibt den Preis der Glaubuli in die Höhe.
Ein Kilogramm normaler Kristallzucker ist unter einem Euro zu haben. Die “erotischen Margen” sind also Realität, die Wirkung nicht.
Doch schauen wir einfach mal, was die Berliner “Pharmazeutin” so vor hat:

Traditionelle Europäische Medizin
Das glaubt sie mit Saint Charles gefunden zu haben. »Das ist richtige Pharmazie, altes Handwerk«, sagt sie mit Blick auf die Eigenprodukte, die in Österreich aus heimischen Heilkräutern gefertigt werden. Altes Wissen der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) soll hier zum Zuge kommen. Sie will klassische Pharmazie und Naturheilkunde verbinden und die Prävention in den Vordergrund stellen.
Zeeck hat in der Apotheke einen eigenen Raum für Beratung eingerichtet. Sie plant Veranstaltungen mit einer Heilpraktikerin über klassische Homöopathie, Ausflüge zu einem ökologisch betriebenen Pilzhof im Brandenburger Land, Events mit gesundem Buffet, Vortrag und Fragerunde, bei denen sich die Teilnehmer austauschen können. Den ganzheitlichen Ansatz will sie konsequent leben, mit Mülltrennung und Ökostrom. Stromfressende Leuchten hat sie ausgebaut und durch energiesparende ersetzt.

Ganzheitlich bedeutet ganz einfach, so wie man es eigentlich gewohnt ist, dass Selbst- und Patientenbetrugsmethoden ganz einfach unkritisch übernommen werden und, mit dem Etikett “echte Pharmazie”, dem livestylemagazingebildeten LOHASen angedreht werden.

Echte Pharmazie beschäftigt sich mit Bioverfügbarkeit, Compliance, Herstellung, Pharmakologie und Wirksamkeit von echten Medikamenten.

Ganzheitliche Pharmazie bläst wirkungslosen und überholten Blödsinn zu Phantasiegeschichten auf, nennt es hochtrabend Prävention oder Therapie und vertickert das dann an sich selbst überschätzende und pseudokritische Lohas. Diese sind jung, gesund und ökoromantisch. Das böse Erwachen kommt, wenn die Realität zuschlägt, wenn die Kinder wirklich krank sind oder sich der erblich bedingte Typ-II-Diabetes manifestiert. Spätestens dann sollten sich diese Leute nach echter Hilfe umsehen.
Mit einem tollen Wein, ein paar Tropfen Bachblüten oder Glaubuli ist es dann nicht mehr getan.

Hello, my name is measles…

15. Mai 2009 7 Kommentare


Via
Und hier kommt´s ursprünglich her.
Weitersagen!

Wir würdigen “Dr. Meisenpiep”

13. Mai 2009 12 Kommentare

Zu den Größen in der Liga der Kämpfer gegen Esoterik und Scharlatanerie gehört ohne jeden Zweifel Richard Maxheim.

Lieber Richard, von hier aus herzlichen Dank für Dein Engagement. Deine Aktionen sind echte Klassiker und haben bleibende Wirkung. Weil Deine Website “Dr. Meisenpiep” gelöscht wurde, erhalten wir sie der Netzwelt in einem Archiv.

Zum allgemeinen Vergnügen noch ein paar Zitate:

Esoterikmessen

Zitat Richard:

“Nachdem nun mehrmals versucht wurde, meine kritische Aufklärungsarbeit mittels „rechtlicher Schritte“ abzuwürgen, bin ich dabei, den Spieß umzudrehen. Es ist nämlich tatsächlich so, dass nicht wenige der Anbieter bei den Grenzenlos-Messen auf ihren Internet-Seiten Dinge veröffentlicht haben, die gegen Rechtsvorschriften verstoßen. Das legt den Verdacht nahe, dass solche Rechtsverstöße auch während den Messen stattfinden. Es geht hier deshalb auch darum, aufzuzeigen, dass Stadtoberhäupter besser ihre Gewerbeaufsicht aktivieren sollten, statt solche Veranstaltungen durch ihre Schirmherrschaft abzuschirmen.

Was kommt da in Frage? Da ist zunächst das Heilpraktikergesetz. Fast jeder selbsternannte Wunderheiler beruft sich auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das die Anwendung dieses Gesetzes auf Geistiges Heilen verneint. Das Urteil wird dann so interpretiert, als sei es eine höchstrichterliche Anerkennung dieser fragwürdigen Kunst. Dabei ist es lediglich eine Feststellung, dass Geistiges Heilen mit Medizin überhaupt nichts zu tun hat und von daher das Heilpraktikergesetz nicht anzuwenden ist. Aber dafür dürfen gewisse Grenzen nicht überschritten werden.

Nun ist es aber so, dass solche Wunderheiler sich aufgrund ihrer Fehlinterpretation einiges grenzenlos herausnehmen, das sehr wohl gegen das Heilpraktikergesetzt verstößt. Da werden Verfahren aus der Fantasy-Kiste offeriert, die weit über das in dem Urteil erwähnte Handauflegen hinausgehen und sogar Diagnosen beinhalten. Das sind auf jeden Fall Verstöße gegen das Heilpraktikergesetzt, sofern der Wunderheiler nicht im Besitz einer Zulassung als Heilpraktiker ist.

Auch Verstöße gegen das Heilmittelwerbegesetz sind zu beobachten. Da werden Dinge angepriesen, denen heilenden Wirkungen unterstellt werden, für deren Wirksamkeit allerdings keine Nachweise vorliegen bzw. deren Unwirksamkeit schon längst erwiesen ist. Anbieter solcher Scharlatan-Produkte versuchen das gerne verbal auf die sogenannten geistige Ebene zu schieben und bilden sich ein, das sei ebenfalls durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes abgedeckt. Da sind sie aber auf dem falschen Dampfer.
Zivilrechtlich ist dann noch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb interessant. Ein Beispiel: Wenn ein Juwelier Schmuck anbietet, von dem er behaupte, dass von ihm besondere Energien ausgehen, dann verschafft er sich gegenüber seinem Mitbewerber, der nicht mit solchen faulen Tricks arbeitet, einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil. Der Konkurrent kann ihn deswegen verklagen. Bei Esoterikmessen treten regelmäßig MLM-Händler in Erscheinung, die minderwertigen Ramsch, mit angeblich besonderen „energetischen“ Eigenschaften, zu überhöhten Preisen verhökern. Es gibt Abmahnvereine, die für solche Hinweise sehr dankbar sind.

Inzwischen habe ich schon einiges in diese Richtung unternommen. In etwa der Hälfte der Fälle wurden die Verfahren gegen die angezeigten Verdächtigen von den Staatsanwaltschaften eingestellt; wegen Geringfügigkeit oder weil die Betroffenen sich rausreden konnten. In einem Fall war die zuständige Staatsanwältin offensichtlich überfordert. Bei Verfahrenseinstellungen bekommt man als Anzeigenerstatter in der Regel eine entsprechende Mitteilung mit Begründung. Wird der Verdächtige aber zu einer Geldstrafe oder zu einem Bußgeld verdonnert, erfährt man meistens nichts mehr davon.
Es ist aber amüsant zu beobachten, wie sich die Internet-Seiten der Angezeigten in kurzer Zeit dramatisch verändern, ja sogar ganz verschwinden. Einige Betroffene wurden bei keiner Grenzenlos-Messe mehr gesichtet.”

Germanische Neue Medizin

Zitat Richard:

“Von nun an machte ich mich an die Arbeit, zunächst an allen Orten, an denen Veranstaltungen mit Pilhar geplant waren, auf die Hintergründe aufmerksam zu machen. Ich informierte die Raumvermieter, die zuständigen Gesundheitsämter sowie die örtliche Presse. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Aber immerhin konnte jede dritte Veranstaltung mit Helmut Pilhar gekippt werden, weil die Vermieter ihre Raumvergabe zurückzogen. Es gab auch eine ganze Reihe Presseberichte und in Basel brachte das lokale Fernsehen mehrere Beiträge darüber. Parallel dazu nahm ich mir die Treffpunkte der Hamer-Stammtische vor. Es war interessant, wo sich diese Leute überall schon eingeschlichen hatten, z.B. in kirchlichen oder kommunalen Gemeindehäusern, auch bei der Caritas in Hoyerswerda, mit der Tarnung einer „Selbsthilfegruppe Zivilisationskrankheiten“. Die Pilhar-Vorträge fanden oftmals an solchen Orten statt, z.B. bei der Volkshochschule in Wasserburg. Es lag meistens daran, dass sich die Verantwortlichen für die Raumvergabe nur ungenügend oder gar nicht über den Referenten informiert hatten. Aber damit war jetzt Schluss. Es sollte niemand mehr sagen können, er hätte von nichts gewusst.
Die Offenlegung der tatsächlichen Hintergründe der „medizinischen Vorträge“ war dem Elektroingenieur wohl dermaßen unangenehm, dass er fortan keine genauen Angaben über die Veranstaltungsorte auf seiner Homepage mehr veröffentlichte und alle Daten über die Hamer-Stammtische löschte. Trotzdem konnten noch viele weitere Veranstaltungen und Treffs aufgedeckt werden. Gerade diese Geheimnistuerei weckte das Interesse der Zeitungsredakteure vor Ort.”

Kryon-Kult

Zitat Richard:

“Wegen des Kryon-Kongresses habe ich heute (01.03.2009 ) einen Offenen Brief an den Freiburger Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon geschrieben. Den Text kann man bei nachrichten.com lesen:

Weitere Briefe/Kopien gingen an folgende Adressen:

Junges Freiburg / DIE GRÜNEN, CDU, SPD, Unabhängige Liste, Freie Wähler (FW), FDP,

Grüne Alternative Freiburg,

Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG Konzerthaus-Management

Erzbischöfliches Seelsorgeamt Religions- und Weltanschauungsfragen

Badische Zeitung Redaktion Freiburg-Stadt
Leitung: Uwe Mauch

Der Sonntag in Freiburg Redaktion, Chilli Freiburg Redaktion, Uniradio Freiburg Redaktion”

Somit lieber Richard wünschen die EsoWatcher dir nur das Beste und vor allem eine entspannte Zeit nach den vielen Jahren deiner nervenaufreibenden Aufklärungsarbeit.

Wir würden uns aber selbstverständlich freuen, wenn du in absehbarer Zeit evtl. doch wieder in den Ring steigen solltest!

öffentlich-rechtliche Verdummung

6. Mai 2009 9 Kommentare

MDR Fernsehen

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat den Auftrag einer medialen Grundversorgung ohne kommerzielle Interessen und sollte unabhängige Informationen sowie sachlich korrekte Beiträge liefern. Immerhin wird zur Finanzierung dieses Angebotes auch von jedem Besitzer eines Fernsehers eine Gebühr durch die GEZ eingetrieben, der sich kaum jemand entziehen kann. Hätte man damit als potenzieller Nutzer dieser Programme auch die Möglichkeit, das Angebot zu beeinflussen, könnte man damit leben. Was sich aber einige Sender, allen voran der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), leisten, widerspricht dem Informations- und Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehen eklatant.

Besonders brisant ist es, wenn es um Gesundheitsthemen geht. Hier verbreitet der MDR in der Sendung „Hauptsache gesund“ haarsträubenden Unsinn.

So können wir erfahren, dass man gestörte Narben, weil diese Meridiane unterbrechen, was zu allen möglichen Krankheiten führen soll, wieder entstören kann, so dass jahrelange Beschwerden ruckzuck in wenigen Minuten verschwinden.

“Die Narbe durchschneidet das Konzeptionsgefäß, den Nierenmeridian und den Magenmeridian, sodass die Leitbahnen gestört werden. So kann der Kopfschmerz im Schläfenbereich allein durch diese Narbe unterhalten werden. Wenn die Narbe behandelt wird, fällt der Reiz weg. Die normale Durchblutung findet statt und der Kopfschmerz verschwindet.”

und weiter erfährt man:

“Die erste Narbe eines Menschen ist der Bauchnabel. Bei den meisten Menschen ist er beschwerdefrei. Aber es gibt auch viele, die gerade an dieser Narbe überempfindlich sind: “Der Nabel ist vom Säuglingsalter an gestört und muss behandelt werden. Dann können viele Bauchbeschwerden, und Rückenbeschwerden davon korrigiert werden“.

Dabei dürfen die allbekannten Eso-Begriffe nicht fehlen. Da ist von einer „Tuina-Massage“ die Rede, bei der es um die „Wiederherstellung eines aus dem Lot gekommenen Gleichgewichts im Körper“ geht, die inneren Organe „anspricht“ und deren „Funktion reguliert“. Kopfschmerzen kann man ganz einfach behandeln, indem man sich Senfkörner auf einem Pflaster hinter das Ohr klebt. Ganz egal, ob man einen simplen Kater nach durchzechter Nacht hat oder einen Hirntumor und dass bei Bluthochdruck ein Streichholz mit Pflaster hinters Ohr geklemmt, helfen soll.

siehe hier

Außerdem bekommt man schamanisch anmutende Tipps, wo und gegen was man sich mit Beifußzigarren (Moxibustion) behandeln lassen kann.

Über Moxibustion heißt es:

„Nach dem Anzünden (der Beifußzigarren, Anm. Red.) strömt die Wärme über die Nadeln zu den sensiblen Körperpunkten. Die Gefäße weiten sich. Mit der besseren Durchblutung kommt das Gewebe wieder ins Gleichgewicht. Das mindert beispielsweise Schmerzen.“

Unklar bleibt, wieso ein heißes, entspannendes Bad oder eine Dusche nicht viel besser wirkt, ohne Qualm und Verbrennungen auf der Haut. Weiter wird in dem uns wohlvertrauten Vokabular geschwurbelt:

„Moxibustion wird in der chinesischen Medizin auch eingesetzt als zuleitendes Verfahren bei Mangelzuständen, z.B. bei andauernder Konditionsschwäche, bei Depressionen oder bei der Unterfunktion innerer Organe.“

Solche „Ratschläge“ würde man eher von einem drittklassigen Privatsender erwarten, dass aber mit solchem Unsinn auch noch öffentliche Gelder verschwendet werden, ist ein Skandal.

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