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Archiv für November, 2010

Gemeinsamkeiten pseudomedizinischer Systeme

28. November 2010 10 Kommentare

Normalerweise kopieren wir keine Artikel aus dem Eso-Wiki 1:1 in den Blog. Hier machen wir aus zwei Gründen eine Ausnahme:

Erstens ist der Titel “Gemeinsamkeiten pseudomedizinischer Systeme” etwas sperrig, bzw. kaum jemand wird unter diesen Stichworten im Wiki suchen. Also braucht er hier etwas Werbung.

Zweitens ist  der Artikel von grundsätzlicher, fast zeitloser Bedeutung, was die Analyse von Quacksalbereien und deren Erkennen angeht. Er ist recht lang, aber wir nehmen mal an, dass der Großteil unserer Leser in der Lage ist, auch längere Texte zu lesen, so es sich denn lohnt. Bei diesem Text von Dr. Peter Zeller lohnt es sich. Viel Spaß!

Simplizität

Das Pseudoverfahren ist in aller Regel eine ganz einfache Methode, die die Komplexität biologischer Systeme, die Komplexität der modernen Krankheitslehre schlicht ignoriert. Wenn Fritz-Albert Popp die Steuerung des Organismus durch Biophotonen postuliert, dann ‘vergisst’ er dabei die riesige Anzahl tatsächlich vorhandener ganz unterschiedlich konstruierter Steuerungsprozesse im biologischen System. Das Postulat allein genügt nicht, er muss zeigen, dass über elektromagnetische Wellen tatsächlich eine Steuerung und nicht nur eine Beeinflussung biochemischer Reaktionsabläufe stattfindet. Gleiches gilt für die kritiklose Anwendung von Magnetfeldtherapien. Die nicht gesicherte Verkürzung der Knochenheilung um ein paar Tage rechtfertigt weder Aufwand noch Kosten, schon gar nicht in einer Krankenversorgung, die am Kostendruck zugrunde zu gehen droht.

Einfachheit der Theorie

Der Theoriengehalt der Pseudosysteme bewegt sich zwischen gering und nicht existent. Die Einfachheit der Theorie bedingt zwangsläufig ihre Kürze. Ch 23 heilt Krebs, zwischen Anfangspunkt und Endpunkt der Theorie ist eigentlich nichts. Das meint HUIZINGA, wenn er schreibt: Der Gedanke sucht die Verbindung zwischen zwei Dingen nicht längs der verborgenen Windungen ihres kausalen Zusammenhanges, sondern findet ihn durch ein plötzliches Überspringen, nicht als eine Verkettung von Ursache und Wirkung, sondern von Sinn und Zweck. Ch 23 steht nur symbolisch für ein Medikament, auch wenn es ganz real verkauft wird, und Krebs steht nur symbolisch für die Krebskrankheit. Aber so kann man die Natur nicht beschreiben, die Kausalzusammenhänge sind immer viel verwickelter, weitläufiger, wie man an jeder entwickelten medizinischen Theorie sehen kann. Jede Kurzschlussbeschreibung ignoriert die dazwischenliegenden Phänomene, deren komplexe Zusammensetzung, und ist damit ein Verstoß gegen das Gesetz von SZILARD-BRILLOUIN. Man unterschätze die Einfachheit nicht, sie ist ein großer Vorteil, denn einfache Systeme sind überschaubar, verständlich, plausibel, dem Patienten leuchten sie ein. Der Patient glaubt beurteilen zu können, was läuft und er glaubt, mitentscheiden zu können. Durch scheinbar verstandenes aktives Handeln verliert er das Mehr…

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Botanikprofessor setzt Greenpeace moralisch unter Druck

23. November 2010 92 Kommentare

Der emeritierte Botanikprofessor Klaus Amann („Ich bin weder Befürworter der Gentechnologie noch ein Gegner der Bioproduktion. Ich fordere aber ein Zusammengehen von Biotechnologie und Biobauern. Der Grabenkrieg fruchtet nichts.“) hat mit einer witzigen Aktion für ein kleines Medienecho gesorgt. Analog zu Martin Luthers Thesenanschlag in Wittenberg, schlug er 12 Thesen zur grünen Gentechnik vor der deutschen Greenpeace-Zentrale an eine mitgebrachte Holztür und brachte es auch zu einem kurzen Gespräch mit Greenpeace-Mitarbeitern, die ziemlich überrumpelt waren. Dabei wurden die Thesen überreicht und Greenpeace wurde zu einem öffentlichen Wissenschaftsdialog über grüne Gentechnik eingeladen.
Die Aktion wurde gefilmt und auch bei youtube ins Netz gestellt:


Quelle:youtube

Die zwölf Thesen findet man auf der Webseite des Forums Grüne Vernunft und wir möchten sie hier noch einmal wiedergeben:
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Rätsel zum Sonntag

21. November 2010 28 Kommentare

Der Sonntag ist zwar fast schon vorbei, aber es muss ja nicht gleich gelöst werden. Für Leute vom Fach ist das Rätsel relativ einfach. Bitte haltet euch etwas zurück. Bzw., wer es weiß, kann auch einfach nur den Anfangsbuchstaben schreiben, damit es etwas spannend bleibt.

Hier die Frage: Wie heißt das rechte, orangefarbene Teil?

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Im Imperium der Scheibe: Mit Lissy Götz synapsen- und sorgenfrei durchs Leben

19. November 2010 25 Kommentare

Zunächst die gute Nachricht: Für alle, denen sich trotz fachgerechten Wünschens beim Universum unter kostenpflichtiger Anleitung leider noch immer kein durchgehendes Alljahreshoch auf dem Bankkonto ergab, alle, die trotzdem immer noch verzweifelt nach dem Partner/Sinn fürs Leben suchen … aber auch für diejenigen, die schlicht nur Probleme mit der Strukturierung ihres Familien-/Berufsalltages, dem Hausputz oder der Anfertigung schriftlicher Hausaufgaben haben – 2012 ist das alles Schnee von gestern.

Bis dahin ermöglichen es die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft rasch und unkompliziert Sinn, Ordnung und vor allem Reichtum und Gesundheit in das Leben der Betroffenen zu bringen. Die bislang zu 97% ungenutzte Ressource an Desoxyribonukleinsäure bei diesen Betroffenen kann endlich vollständig aktiviert und die bisher gängige, aber malfunktionale, Grundausstattung mit Doppelhelix auf 13 upgegradet werden.

Wenn Sie wirklich etwas verändern wollen, wenn auch Sie für sich und Ihre Kinder ein Leben in Freiheit ohne Krieg, Hunger, Leid, Armut und Krankheit wollen, dann machen Sie die 12 Schritte der Alpha-Schule der Zukunft. Mit diesen Schritten haben Sie die einzigartige Möglichkeit direkt ins Geschehen einzugreifen und etwas zu verändern.

Es war bislang alles nur eine Frage dysfunktionaler Synapsen und suboptimalen Quellcodes. Lissy Götz hat nun das Geschenk von Alpha erhalten und will dieses weiterverschenken (gegen geringen Energieausgleich).

Wie bereits anhand der Wikipedia leicht feststellbar ist, sind Synapsen nicht nur Kontaktstellen zwischen Nervenzellen und anderen Zellen (wie Sinnes-, Muskel- oder Drüsenzellen) oder zwischen Nervenzellen untereinander, sondern auch irgendwie kompliziert. Besonders das ganze Drumherum mit der ganzen Chemie und Physik. Kein Wunder, wenn dort sehr rasch etwas durcheinander kommt und dadurch so einiges im Leben schief läuft. Personen mit generellen Kontaktschwierigkeiten (zur Realität, zum Basisschulwissen, zur Nachbarschaft, etc.) sind hier besonders gefährdet.

Wenn man nämlich nicht mit Alpha wünscht arbeitet, oder nicht mal genau weiß, ob man überhaupt eines hat und wo es sich befindet oder evtl. nur zu lange im Omega abhängt, hat man ein Problem. Denn nur mit Alpha und “Nur wenn die Rückkopplung funktioniert, wenn also Geist und Materie verbunden sind, kann das Gesetz der Anziehung in Kraft treten …”, dann bekommt man den Parkplatz in der Innenstadt, den man vorher ans Universum gewünschelwichtelt hat. Und das einfach und schnell.

Die Alpha Schule ist einfach genial. Bei der Frage ob ich mit Omega oder Alpha arbeite und Lösung schaffe, ist die Antwort meistens Alpha. Einfach schneller und unkomplizierter.

2012, wenn wir, laut Informationen vom Hamburger 2012-Kongress, zu 100% aus Eiweiß und 200% Sauerstoff bestehen und nicht mehr soviel Wasser (was nebenbei für viele Mondbeeinträchtigte eine große Erleichterung bezüglich der Tidenfühligkeit bringen wird), werden wir ohnehin keine Synapsen mehr brauchen bzw. haben.

Indigo- und Kristallkinder sind bereits heute gänzlich ohne Synapsen ausgestattet. Ohne jede Übertreibung kann man diese “neuen Kinder” auf Grund dieser Besonderheit und herausragender 13-Strang-DNA-Ausstattung, als große Bereicherung in Schulalltag und Öffentlichkeit beispielhaft nennen, insbesondere was deren völlige Integration ins weibliche Kollektiv betrifft. Man kann störende Synapsen also nachweislich ohne Bedenken zwischenzeitlich problemlos löschen oder wenigstens umprogrammieren.

Die Erregungsleitung zwischen den Zellen, und somit die Funktions- und Lebensfähigkeit des Körpers an sich, wird hierbei ganz einfach auf schnurlose Mobilfunkquantencomputerkommunikation umgestellt und die individuell notwendige Zahl von sehr einfach zu merkenden Redundanzen programmiert.

Hierfür ist – ganz anders als bei den vielen Scharlatanerieverbsprechern – keine Anschaffung teurer Hardware nötig.
1 Stunde Sport, viel Eiweißpulver und eine viertel Flasche leckeres Leinöl täglich halten die Gallenblase auf Trab, und löschen die überflüssigen Synapsen zuverlässig aus. Lediglich das hochspezialisierte Front-End-Gerät (mit Bedienungsanleitung in heiliger Geometrie) “Alpha-Scheibe” für nur 80,- € inkl. MwSt. gehört unabdingbar zur Grundausstattung, um jederzeit zuverlässig ermitteln zu können, ob man sich im Alpha oder Omega befindet. Die Kontrolle des eigenen Geburtstermins Synapsenlöschstandes ist damit ein Kinderspiel.

Zur Programmierung des körpereigenen Quantentcomputers und Auslöschung sämtlicher Viren- und Schadsoftware stehen nicht nur erfahrene IT-Fachkräfte wie Frau Lissy Götz-Langstrumpf bereit, sondern auch aus dem Kosmetikbereich/Fußpflege (staatl. anerkannte Quantenfachkräfte wie unsere liebe Frau Bundle) zur Verfügung.

Bereits bei Schritt 1 der Umprogrammierung werden erfolgreich alle äußeren manipulativen Einflüsse wie Restschulbildung, Leseverständnis und Make-up-Reste ausgelöscht.

Die Stundensätze für diese Programmiertätigkeit von nicht unter 12 Stufen liegen mit 100,- €/Stunde im absolut üblichen Bereich eines Visual Basic Juniorconsults und heben sich daher wohltuend aus der Masse unseriöser und überteuerter Nutzlosofferten am Eso IT-Markt heraus.

Will jemand ins Nachtcafe?

16. November 2010 4 Kommentare

Sehr geehrte Leserinnen und Leser des Esoterik-Watch-Forums,

ich bin Journalistin bei der SWR-Talksendung Nachtcafé. Aktuell bin ich bei einer Recherche, bei der es um Wahrsagerei, Horoskope, kurz: Zukunftsprognosen auf okkult-esoterischer Basis geht. Dazu suche ich jemanden, der bzw. die durch Wahrsagerei geschädigt wurde. Zum Beispiel eine Frau, die von den Horoskopen so abhängig wurde, dass sie sich ohne erneute Befragung der kostenpflichtigen Astro-Quelle morgens schon nicht mehr aus dem Haus traute. Es gibt ja Menschen, die der “höheren Macht” irgendwann so viel Raum geben, dass sie tatsächlich keine eigenen Entscheidungen mehr fällen können.
Zum anderen suchen wir auch jemanden, der bzw. die eine äußerst negative persönliche Prognose erhielt und damit schwer zu kämpfen hatte.

Vielleicht findet sich hier jemand, der an unserer Runde teilnehmen möchte?
Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören!

Herzliche Grüße,

Judith Wenk
Südwestrundfunk
Redaktion Nachtcafé
Judith.wenk@swr.de

Breitscheidstraße 8
70174 Stuttgart

Tel.: 0049-(0) 711-9291497
Fax: 0049-(0)711-929 1419

http://www.swr.de/nachtcafe

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Die Liste der 120.000 Deppen

12. November 2010 41 Kommentare

Das angebliche Heilpflanzenverbot durch die Europäische Union ab 1. April nächsten Jahres ist ein Hoax, der die Gemüter erhitzt. Die Petition Petition: Arzneimittelwesen – Keine Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen vom 20.09.2010 verlief sehr erfolgreich, wenn man von der Anzahl der Unterschriften ausgeht. Auf zahlreichen Blogs wurde zur Unterzeichnung der Petition aufgerufen, auf Blogs von schlauen Leuten dagegen nicht. Das hat seinen Grund. Diese große Pharmaverschwörung ist keine.
Vor drei Tagen ging es mit einem fundierten Blogeintrag beim Blog Detritus los:

Das EU-Heilpflanzenverbot, das es gar nicht gibt
von Martin Ballaschk, 09. November 2010, 20:59

Habt ihr schon von der e-Petition „Keine Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen“ gehört? Entsprechende Kettenmails und Foreneinträge machen gerade die Runde. Wie es scheint, haben weder die Petenten, noch die Mitzeichner verstanden, worum es in diesem „Verbot“ eigentlich geht, sodass schon der Antragstext der Petition völlig ins Leere läuft …

Beeindruckend ausformuliert wirkt schon die Forderung der Petition:

http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/detritus/alternativmedizin/2010-11-09/das-eu-heilpflanzenverbot-das-es-gar-nicht-gibt
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Update

10. November 2010 6 Kommentare

Sorry für gestern- unser Provider hat Zicken gemacht. Zu viel Traffic. Die Nachricht von unserem Ableben ist jedenfalls verfrüht.

Habt ihr schon gesehen, dass sich im englischen Wiki inzwischen richtig was tut? Grund ist, dass wir jetzt einige amerikanische Mitglieder haben. Eines dieser Mitglieder ist Pat, und Sie hat eine Bitte an euch: Schaut doch mal hier. Pat liebt Katzen (tun wir anderen auch) und möchte ein Heim für herrenlose und ausgesetzte Katzen bauen. Dazu hat Sie sich bei Pepsi für Förderung beworben. Wenn ihr auch Katzen liebt, dann voted doch bitte für ihr Projekt. Danke schon mal. Weitermachen…

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Schrödingers Ratte, oder wie uns Worte täuschen

5. November 2010 21 Kommentare

Das Gedankenexperiment von Erwin Schrödinger, bekannt als “Schrödingers Katze“, werden die meisten unserer Leser kennen. Eine bemerkenswerte Frage ist, warum er eigentlich eine Katze dafür genommen hat. Warum keine Ratte oder eine lästige Fliege? Ratten sind natürlich mindestens genauso spannende Tiere, aber seit der Pest mit eher schlechtem Renommee behaftet. Fliegen nerven einfach. Zufall? Womöglich, aber Schrödinger hat das wohl intuitiv richtig gemacht: Ein Experiment, bei dem eine emotionale Anteilnahme mit ausgelöst wird, veranlasst Menschen, näher und genauer darüber nachzudenken, selbst wenn es nur ein gedankliches ist.

Das führt zu etwas, worüber sich nachzudenken lohnt: Wie sehr sind wir von etwas beeinflusst, was man schnodderig “Wortmagie” nennen könnte? Der Begriff “Antibiotika” ist ein schönes Beispiel. “Gegen das Leben”. Ist natürlich Unsinn, Antibiotika richten sich gezielt gegen das Leben bestimmter Bakterien, denen unser Leben wiederum ziemlich egal ist. Marketingtechnisch muss man zugeben: Das ist ein sehr schlechter Name für eine Medikamentengruppe, die wie wohl keine andere so viele Menschenleben gerettet hat.

Findige Werbestrategen kennen solche wortmagischen Begriffe natürlich schon lange. Folgerichtig entstanden solche Ausdrücke wie Pro-Biotika. Die bewirken zwar nichts Wesentliches, außer sich nach links oder rechts zu drehen, womöglich die Verdauung etwas anzuregen, aber es klingt einfach super. Die zweite Frage, für welches Leben eigentlich, also unseres oder das der Bakterien, soweit fragt man ja gemeinhin nicht.

Euphemismen (“Schönreden”) oder ihr Gegenteil, Dysphemismen, sind allgegenwärtig, von Armut als “wirtschaftlich schwach” oder von einer lebensrettenden medizinischen Versorgung als “Apparatemedizin” oder “Giftcocktails” zu reden.

Die alternativ”medizinische” Esoterikfront betreibt das besonders intensiv. Vermutlich, weil es an anderen, konkreten Argumenten mangelt. Und typischerweise die meisten dem Fehlschluss anhängen, wenn das andere schlecht geredet wird, muss das eigene gut sein.

Welch schlimme kognitive Dissonanzen man mit dieser Denkweise erleiden kann, zeigt das Beispiel MMS. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Anwender meist völlig für “Natur” und gegen schlimme “Chemie” sind, chloriertes Wasser in Schwimmbädern ablehnen ebenso wie Antibiotika – ein ursprünglich reines Naturprodukt – , aber dann den mehr oder weniger verdünnten ätzenden Klo- und Rohrreiniger in sich reinschütten, weil der Erfinder Jim Humble ja ein Guter sein muss, da er von Medizin bzw. Biochemie so gut wie keine Ahnung hat. Also nicht der weltweiten Verschwörung von Gesundheitsbehörden und -ämtern angehört, die sagen: Abflussreiniger trinken ist nicht gesund.

Wie man sich die Welt je nach Bedarf per Wortmagie schön oder schlecht redet – dafür gibt es tausende Beispiele.

Ein sehr prominentes ist die Homöopathie, hier hat man es geschafft, den verunglimpfenden Begriff “Schulmedizin” (Medizin wird nicht an Schulen gelehrt) sogar zum Wortschatz studierter Mediziner zu machen inklusive dem damit einhergehenden, unterschwelligen Hamlet-Argument: Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde …

Und bevor wieder jemand fragt, wozu dieser Beitrag gut sei: Nein, es ist nichts Neues und altbekannt. Aber es ist nützlich, wenn man sich ab und an dessen deutlich bewusst wird. Man fällt immer wieder viel zu leicht auf Wortmagie herein.

EsoWatch: Hier der autorisierte Text für Wikis

2. November 2010 14 Kommentare

Es tut uns leid. Bei der deutschen Wikipedia sind wir momentan der Spitzenreiter, was Editwars betrifft. Inzwischen sogar vor Stuttgart 21.

Hier nun ein Text, wiki-konform formatiert, zum Übernehmen, damit endlich mal die reine Wahrheit über EsoWatch in diversen Wikis verbreitet wird:

”’EsoWatch”’

Die angeblich esoterik-kritische Webseite [http://www.psiram.com/ge EsoWatch] bietet seit sehr langer Zeit Raum für Spekulationen und Gerüchte, u.a. weil es den Betreibern Jahrhunderte vor [[Browser|Tim Berners-Lee]] und [[Alfred_E._Neumann|von Neumann]] gelang, eine Webseite zu machen.

==Hintergrund==
Aussteiger des umstrittenen Projekts gibt es mittlerweile einige, stellvertretend seien der (nicht nur in christlichen Kreisen) weithin anerkannte [[Antichrist]] und [[Albert_Hofmann|Albert Hofman]] genannt. Diese berichten von sektenähnlichen Strukturen innerhalb dieses [[Ich-AG|Projekts]], das zwar, der öffentlichen Wahrnehmung entsprechend, wirklich von der [[Aspirin|Pharma-Industrie]] gesponsert wird, allerdings alles andere als esoterikfeindlich ist. Ganz im Gegenteil setzt man gezielt unterdrückte verborgene Erkenntnisse für die eigenen Zwecke ein. Vor diesem Hintergrund sollte es nicht verwundern, dass viele Aussteiger, wie die beiden genannten, nicht mehr unter den Lebenden weilen.

Für esoterische Kenntnisse der EsoWatcher finden sich viele Belege, u.a. in aus Haithabu stammenden Tonsteinescherben. Damit wird eine Verbindung zu dieser frühen Hochburg des Okkultismus, die, ähnlich wie Atlantis, durch ein fehlgelaufenes esoterisches Experiment den Untergang gefunden hat, zwangsläufig (zur Wichtigkeit der Tonsteinescherben für EsoWatch siehe ‘Konflikte’).

Neben der Pharmaindustrie ist EsoWatch auch ein willfähriges Organ der [[Wahrheit]]svertuschungspläne der [[Bilderberger]].

==Geschichte==
Diese liegt wie Haithabu im Dunkeln. Das kommt der Pflege einer mysteriösen Aura natürlich zu Gute.

==Anonymität==
In der Eigendarstellung von EsoWatch ist die Anonymität der (EsoWatch-untypischen) Ungepflegtheit der klassischen Vertreter der Eso-Szene geschuldet: Die bekanntermaßen hohe sexuelle Anziehungskraft der EsoWatcher auf das andere Geschlecht könnte unkalkulierbare Risiken für die EsoWatcher bergen. Dies ist aber nicht das alleinige Motiv: Die Anonymität dient des Weiteren der geschickten Verdeckung der Tatsache, dass EsoWatcher selbst erfolgreich Channeling und Tischrücken einsetzen und durch ihr sehr ausgeklügeltes Makrelenweitwurforakel über ein äußerst verlässliches Mittel zur Beurteilung der Zukunft verfügen. Dieses Wissen will man nicht mit der Allgemeinheit teilen. Das liegt unter anderem auch an den den Wurzeln des Projekts in Haithabu: Hier wurden traditionell nicht nur Tonsteinescherben, sondern auch die Fischrezepte als Familiengeheimnis betrachtet. Als Beleg wird gemeinhin auf den Sinnspruch ”zey des dohnes dräger du und lasz maagrel auch in ruh” verwiesen.

==Bekannte Tatsachen==
Durch die schon erwähnten Aussteiger gelangte statistisches Material über die EsoWatcher in die Öffentlichkeit. Demzufolge:
*ist die Durchschnittsgröße der männlichen Esowatcher 1,92 m, das Durchschnittsgewicht liegt bei 98 kg bei einem Körperfettanteil von 12%
*ist die Durchschnittsgröße der weiblichen EsoWatcher 1,83 m, das Durchschnittgewicht liegt 70 kg bei einem Körperfettanteil von 19%
*betrug die Durchschnittsstudiendauer 7,3 Semester ohne bzw. 8,1 Semester mit Promotion
*werden im Durchschnitt 3,1 Fremdsprachen fließend und 5,8 in Grundkenntnissen beherrscht
*beträgt die Durchschnittsteilnahme an Olympischen Spielen 1,3
*beträgt die mittlere Nominierung zu Nobelpreisen 0,4
*ist die durchschnittliche Makrelenweitwurfweite 12,23 m (gestoßen) bzw. 18,12 m (klassisch gedreht).

==Konflikte==
Entgegen dem in der (zu Recht) verängstigten Öffentlichkeit vorherrschenden Bild bilden die Teilnehmer des Projekts alles andere als einen monolithischen und erst recht keinen [[Schwarzer_Block|schwarzen Block]]. Erste Konflikte kamen anscheinend schon durch Meinungsverschiedenheiten bei der Umstellung von Tonsteinescherben auf HTTP als Trägerprotokoll zum Ausbruch. Diese latenten Konflikte wurden in letzter Zeit offensichtlich akut, wie sich in der sog. [[Maserati]]-[[911|Porsche]]-Krise zeigt.

==[[Maserati]]-[[911|Porsche]]-Krise==
Durch unzureichend abgeschirmte Channelingkanäle sind Details dieses aktuellen Konfliktes an die Öffentlichkeit gelangt. Diese Informationen decken sich mit Andeutungen des Aussteigers [[Oscar_Wilde|wilder Oskar]], dessen plötzlicher Tod vor diesem Hintergrund nicht wirklich überraschen sollte.

Details sind unklar, aber übereinstimmend lässt sich aus den genannten Quellen folgendes Bild zeichnen:
Nach der traditionellen, von den Sponsoren für EsoWatch ausgerichteten Rotwildhetzjagd im Odenwald traf man sich 2009 zu einer zünftigen Jagdfeier in [[Hainstadt]]. Der Tradition der [[Bilderberger]] entsprechend ist dieser Termin ein Fixum im Kalender der EsoWatcher und findet aus nachvollziehbaren Gründen immer an St. [[Martin]] statt. EsoWatch war es in dem Jahr gelungen, das [[MacDonalds|Bevölkerungsreduktionsprogramm]] der Bilderberger durch [http://de.wikipedia.org/wiki/2009#Januar Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Norwegen] einen bis dahin nicht erhofften Erfolg zu bescheren. Als Anerkennung sollte jedes EsoWatch-Mitglied eine Prämie in Form eines Porsche [[911]] erhalten. Die Annahme wurde von einem nicht unerheblichen Teil der Anwesenden verweigert: Die [[Schamane|schamanische]] Fraktion unter den Anwesenden aus Pietätgründen dem an diesem Tag erlegten Rotwild gegenüber, deren Geister man durch den im Porsche-Emblem abgebildeten Hirsch nicht erzürnen wollte. Die [[Satan|satanische]] Fraktion hingegen bestand auf Maserati, da sie in dessen [[Gabel|Emblem]] sich besser vertreten fand. Dieser Konflikt ist offensichtlich bis zum heutigen Tag noch nicht gelöst.

Inwiefern die zersetzenden Bestrebungen von EsoWatch durch diesen aktuellen Konflikt behindert sind, lässt sich nicht klar feststellen. Zumindest scheinen die Bilderberger durch diese Zurückweisung tief gekränkt worden zu sein, wodurch die Finanzierung von EsoWatch offensichtlich in eine Schieflage geriet. Als Beleg hierfür wird gemeinhin die [[Bankenkrise 2008]], die eine direkte Folge dieser Finanzierungsprobleme ist, sich aber durch die unzureichende Abschirmung der Channelingkanäle vor dem eigentlichen Auslöser manifestierte, angesehen.

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