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Artikel Tagged ‘Hans Tolzin’

Wir impfen nicht! – Eine Rezension

1. September 2014 35 Kommentare

Wir Impfen nicht!Der Aids-Leugner Michael Leitner hat einen Film mit dem Titel „Wir impfen nicht“ gedreht. Die Geschichte hätte sich anfangs um das tragische Schicksal des kleinen Leon drehen sollen, der angeblich an einer Impfung fast gestorben wäre.

Dummerweise (für den Film) gestand der Vater kurz darauf, dass er seinen Sohn fast tot geschüttelt hatte. Kein Impfschaden, einfach Kindesmisshandlung. Das Kind konnte gerettet werden, der Vater wurde schlussendlich verurteilt. Man könnte meinen: Ende der Geschichte. Aber den Film – den hat Herr Leitner trotzdem gedreht.

Wir haben ihn uns angesehen und halten nichts davon. Man kann uns hier sicher eine gewisse Voreingenommenheit vorwerfen; wir meinen: Wenn jemand HIV für einen Mythos hält, sollte er zu medizinischen Themen einfach grundsätzlich den Mund halten.

Der Film beginnt im Vorspann dann auch mit einer Suggestivfrage:

Würden Sie sich oder Ihren Kindern freiwillig eine der folgenden Substanzen injizieren lassen:
* Das Zell- und Nervengift Aluminium
* Oder das krebserregende Nervengift Formaldehyd?
* Dann vielleicht organische Quecksilberverbindungen wie Thiomersal?
* Oder einen Schwarm genetisch veränderter Mikroorganismen, die auf Embryonalzellen oder pürierten Mücken gezüchtet wurden?

Es wird angedeutet, dass Impfungen all das enthalten. Klingt schrecklich? Naja. Nicht wirklich. Mehr…

Ebola-Epidemie? – Best of Verschwörungstheorie

15. August 2014 7 Kommentare

Wer prinzipiell das Wesen von Verschwörungstheorien kennt und weiß, was so an Dämlichkeiten durch die Welt zieht, wie zum Beispiel die Strichcode-Verschwörung, hat sicher kommen sehen, dass auch zum Thema Ebola etwas kommt.

Hans Tolzins Idee
Da wäre mal die Idee von Hans Tolzin: Es gibt gar keine Ebola-Epidemie!

Die wahren Krankheitsursachen, die je nach Einzelfall sehr unterschiedlich ausfallen können, werden ignoriert, d. h. der Patient bleibt auf der Strecke. Die eher unspezifischen Symptome einer Erkrankung mit dem neuen Ebola-Etikett treten häufig im Zusammenhang mit Medikamenten- und Pestizidvergiftung auf.

Ah, die armen Menschen haben einfach nur eine Medikamenten- und Pestizidvergiftung. Der Arzt Sheik Umar Khan, der an Ebola starb, ist in Wirklichkeit sicher an den Medikamenten gestorben, die er genommen hat, während er die armen Pestizidgeplagten behandelt hat.

Das Alarmgeschrei der sogenannten Experten (ich benutze das Wort „sogenannt“ bewusst, denn ein Mediziner, der die individuellen Umstände einer Erkrankung ignoriert, ist alles Mögliche, aber sicherlich kein „Experte“) führt dazu, dass weltweit Millionen, wenn nicht gar Milliarden in die Entwicklung von Medikamenten und Impfprogrammen fließen.

Ja, die Leute von Ärzte ohne Grenzen (hier ein Interview mit einem ihrer Experten) sind sicher alle zu blöd, um zu erkennen, dass die Menschen in Sierra Leone in Wirklichkeit nur zu viele Medikamente nehmen.

Da ist doch die Theorie von Herrn Tolzin, seines Zeichens Milchwirt, Verzeihung: Molkereifachmann, viel plausibler. Warum auf Ärzte hören, wenn man einen Milchwirt, Verzeihung: Molkereifachmann zur Hand hat. Mehr…

Tolzins Stuttgarter Impfsymposium mit etwas GNM

3. September 2013 27 Kommentare

Hans Tolzin bei der Anti Zensur Konferenz des Sektenführers Ivo Sasek

Ende September 2013 findet ja mal wieder ein Impfgegnertreffen statt, organisiert vom in der Szene bekannten Hans Tolzin.

Eine ganz wunderbare (beziehungsweise eher wunderliche) Veranstaltung, die sich von der heute üblichen Erwartungshaltung, von Experten auf Basis von Fakten informiert zu werden, in außerordentlicher Weise abhebt.

Es ist doch mal etwas anderes, wenn Leute, die nicht viel Ahnung vom Thema haben, frei von der Leber weg ihre subjektive Meinung zum Besten geben können.

Und wenn die Fakten nicht so passen: Schwamm drüber. Geht ja nur um das Leben anderer Leute.

Falls sich also jemand im Bereich Impfungen zu gut informiert fühlt, dem kann auf dieser Veranstaltung geholfen werden. Mehr…

Deutschland verbrennt den Impfpass

6. Februar 2013 105 Kommentare

ImpfpropagandaUnser alter Freund Hans Tolzin hat offenbar Facebook entdeckt und träumt dort seine wirren Träume weiter, wie man am Titel des Posts ablesen kann.

Argumente hat er ja keine, darum wird vor allem mit „schockierenden“ Bildern Stimmung gemacht. Sehr gerne werden dabei schreiende Kinder und Spritzen gezeigt, dass Ganze garniert mit Verschwörungstheorien und wilden Behauptungen. Auf Fakten wird dabei so gut es geht verzichtet. Und wenn Daten präsentiert werden, dann werden sie verfälscht, dass es schon ans Kriminelle grenzt.

Er kommt nicht umhin, die gaaaannnnzzzzzz alten Fälschungen aus dem Fundus zu kramen.

So zum Beispiel dieses Bild hier: Mehr…

Leon: Misshandelt und als Impfschaden ausgegeben

10. Dezember 2012 38 Kommentare

Es ist wieder so eine Geschichte, die einfach in hilflose Wut versetzt und man gar nicht weiß, welchen der Beteiligten man am meisten verachten soll.

Letzte Woche wurde in München der Vater des kleinen Leon verurteilt, weil er seinen Sohn fast tot geschüttelt hatte. Nachdem ihm erklärt wurde, dass er bei einem Geständnis mit nur 2 Jahren auf Bewährung rechnen dürfe, nahm er dieses Angebot dankend an. Es sprudelte nur so aus ihm heraus, was an jenem Tag geschehen war.

Sein 19 damals 3 Monate alter Sohn hatte geschrien und ließ sich nicht beruhigen. Darauf hatte Andreas S. das Kind geschlagen und schließlich geschüttelt, bis es leblos zusammensackte. Erst dann wurde ihm bewusst, was er getan hatte.

Er führte Mund-zu-Mund Beatmung durch und rief den Arzt; das Kind konnte gerettet werden und offenbar geht es ihm inzwischen wieder gut (mit ein Grund für das milde Urteil). Im Krankenhaus verschwieg der junge Mann, dass er das Kind misshandelt hatte (er schämte sich seiner Tat) und behauptete: Es ist ein Impfschaden. Mehr…

Impfkritik – Zum Tod der 13-jährigen Natalie an Masern/SSPE

1. November 2011 42 Kommentare

Manchmal wird mir einfach schlecht. Der Impfgegner Hans Tolzin hat vor knapp 2 Wochen unter dem Titel: „Masern: Ärzteverband missbraucht Tod einer 13-jährigen für Impf-Marketing“ einen Artikel über die kleine Natalie, die mit 13 Jahren an den Folgen von SSPE verstarb, geschrieben.

Er behauptet, die Geschichte enthält einige Ungereimtheiten. Das wundert insofern nicht, da Herr Tolzin offensichtlich nicht in der Lage war, die diversen Zeitungsmeldungen, die es zum Thema gab zu lesen. Sein wirres Fantasiepamphlet beginnt gleich mal damit:

Zum einen wird nicht gemeldet, dass Natalie ungeimpft gewesen sei. Es ist als davon auszugehen, dass sie als damals etwa Dreijährig TROTZ ihrer eigenen Masernimpfung an Masern erkrankt ist. Womöglich hätte sie die Masern ohne diese Impfung sogar ganz normal überstanden und hätte danach lebenslang natürliche Immunität genossen.

Fakt ist, dass sich Natalie vermutlich mit 12 Monaten in einer Arztpraxis, in der ein Junge mit Masern saß, angesteckt hat. Nicht als Dreijährige. Kein Wunder, dass sich Herr Tolzin nicht auskennt, wenn er nicht einmal die Trivialfakten richtig wiedergeben kann. Danach geht es gleich weiter, mit der wilden Behauptung, dass sie vermutlich geimpft wurde und wenn sie nicht geimpft worden wäre, vermutlich gesund wäre. Wie kommt man zu so einer wirren Logik? Wenn man keine Fakten hat, erfindet man einfach irgendwas oder wie?

Zum zweiten ist es schon recht abenteuerlich, ohne Nachweis zu behaupten, der 10 Jahre zurückliegende Kontakt zu einem bestimmten ungeimpften Kind sei die Ursache ihres Todes. Natalie hätte sich genau so gut bei einem frisch geimpften Kind anstecken können.

Ach, wird ja immer besser. Jetzt sind es schon die geimpften Kinder, die Natalie angesteckt haben sollen. Was kommt als nächstes? Einbrecher? Außerirdische?

Zum Dritten gibt es für die Masernimpfung gar keinen Wirkungsnachweis. Bei der Zulassung wird ausschließlich die Zahl der spezifischen Antikörper im Blut erhoben. Die zuständigen Bundesbehörden können jedoch laut der kritischen Zeitschrift „impf-report“ keinerlei wissenschaftliche Beweise dafür anführen, dass Menschen mit hohen Titerwerten gesünder sind als Menschen mit fehlenden Antikörpertitern. Der „impf-report“ hält deshalb die Schutzwirkung des Antikörpertiters für einen wissenschaftlichen Mythos.

Gesteigerte Realitätsverweigerung? Na wie schön, dass Sie das für einen Mythos halten. Lernen Sie mal recherchieren, es gibt da schöne Zusammenfassungen, wie z.B. diese hier.

Als viertes und letztes muss darauf hingewiesen werden, dass zahlreiche Medikamente, die von Schulmedizinern unverantwortlicherweise bei Masern zur Symptomunterdrückung verabreicht werden, als Nebenwirkung eine Gehirnentzündung verursachen können. Ich halte es für viel wahrscheinlicher, dass die angeblichen SSPE durch eine medikamentöse Behandlung ausgelöst wurde.

Tja, als Milchwirt müssen Sie das besser wissen. Ärzte haben ja keine Ahnung.
Immerhin, jetzt wissen wir wenigstens, was als nächstes kommt. Die pösen, pösen Schulmediziner sind schuld! Klar.

Masern sind eine harmlose Kinderkrankheit, die durch die Überwindung der Armut schon vor Jahrzehnten in Deutschland ihren Schrecken verloren hat und in der Regel ohne Komplikationen verlaufen.

Ja, klar. Total harmlos. Laut dem letzten Report für Europa hatten wir dieses Jahr bisher ja nur 28.307 Fälle von Masern. Dabei gab es bei 1.260 Komplikationen in Form einer Lungenentzündung, bei 22 kam es zu einer Enzephalitis und 8 Menschen starben. SSPE Fälle, wie Natalie sind da noch gar nicht berücksichtigt. Man geht von etwa 1 Fall pro 10.000 Infizierten aus. Was soll’s, stirbt ja nur 1 von 3.500 Kindern(mit den Zahlen von 2011, die CDC gibt eine Quote von 1 zu 500-1.000 an). Und ein paar hundert landen auf der Intensivstation. Und ein paar Jahre später sterben noch ein paar nach mehreren Jahren degenerativer Vegetation. Total harmlos.


Der Impfreport ist da!

1. September 2011 19 Kommentare

Nein, wir machen hier nicht plötzlich Werbung für die Spinnerseiten von Hans Tolzin, es ist tatsächlich ein richtiger Impfreport in den USA erschienen! Ein 667 Seiten langes Dokument, in dem die Risiken für Impfschäden aufgrund aktueller Daten bewertet wurden.

In den Staaten gibt es seit 1986 ein Gesetz, „National Childhood Vaccine Injury Act“, das ein Kompensationsprogramm „National Vaccine Injury Compensation Program (VICP) “ für Impfschäden eingeführt hat. Jeder Mensch, der glaubt, dass er/sie oder ein Familienmitglied einen Impfschaden erlitten hat, kann sich dort melden. Impfungen sind ja nicht frei von Nebenwirkungen (niemand leugnet das!), aber diese sind entweder mild oder bei schwerwiegenden äußerst selten.

Die „Health Resources and Services Administration (HRSA)“, die für diesen Prozess zuständig ist, hat das Institute of Medicine (IOM) beauftragt eine Liste von Vorfällen zu untersuchen, die mit Impfungen in Zusammenhang gebracht werden. Ziel war es Beweise für Zusammenhänge zu finden, um zukünftige Anträge schneller bearbeiten zu können.

Dazu untersuchte das IOM die Impfungen gegen Windpocken (Varicella-Zoster-Virus), Grippe (abgesehen vom H1N1-Virus), Hepatitis A, Hepatitis B, HPV, Masern, Mumps und Röteln (MMR), Meningokokken und Tetanus(eingeschränkt auf jene ohne Keuchhustenwirkstoff).

Impfungen haben wie jedes Medikament Nebenwirkungen. Die hat Aspirin auch. Wo sind die Aspiringegner?

Bei den eingereichten Impfschäden hat man zumeist einen zeitlichen Zusammenhang („Nach der Impfung trat … auf“). Allerdings bedeutet ein zeitlicher Zusammenhang noch nicht, dass auch ein ursächlicher Zusammenhang besteht.

Am Beispiel Grippeimpfung in Österreich:
Laut Statistik Austria haben 34% der Über-60-Jährigen Impfschutz. 2010 starben 30.458 Menschen (Sterbefälle 2010) über 60, d.h. pro Tag im Schnitt 83 Menschen. Also starben auch an jedem Tag, an dem geimpft wurde im Schnitt 83 Menschen. Aus welchen Gründen auch immer. Davon rein zeitlich 28 nach Impfungen. Das ist natürlich nur ein Schnitt. Man braucht hier statistische Methoden, um zu prüfen, ob es auf der Basis dieser Zahlen überhaupt einen Zusammenhang geben könnte.

Für die Familien ist das tragisch und man vermutet natürlich aufgrund des zeitlichen Zusammenhangs, dass die Impfung etwas damit zu tun haben könnte. Aber als Einzelperson kann man das unmöglich sagen. Alle Fälle müssen betrachtet werden.

Für diesen Report wurden vom IOM alle eingereichten vermuteten Vorfälle (unabhängig davon, ob ein Impfschaden anerkannt wurde oder nicht) gesichtet. Beweise gesammelt und schließlich alle aufgetretenen Effekte klassifiziert. Der Bericht ist sehr ausführlich und detailliert, 667 Seiten.

Und jetzt kommt der Clou. Das Fazit war: Es gab keine Überraschungen. Keine wirklich neuen Erkenntnisse! Mancher mag hier die Stirn runzeln und meinen, wozu dann der Bericht? Das Gegenteil ist der Fall! Der Bericht bestätigt einmal mehr den aktuellen Kenntnisstand. Erneut wird die Beweislage untermauert, dass Impfungen extrem sicher sind. Wir wissen schon lange, dass manche Impfungen zu Anaphylaxie als Nebenwirkung haben können und dass Menschen mit Immundefekten schwere Nebenwirkungen erleiden können. Keine Neuigkeiten hier.

Besonders unangenehm für die Impfgegner: Es wird auch erneut bestätigt, dass MMR keinen Autismus verursacht. Alle Beweise sprechen dagegen.

(Bild: Kleine Zeitung)

Um zu zitieren:

„Despite looking very hard, it was really hard to find that vaccines cause injuries and the injuries they do cause are generally pretty mild and self-contained.“

Impfungen sind ein großartiges Werkzeug unserer Zeit, das zwar wie jedes Medikament Nebenwirkungen haben, aber diese Nebenwirkungen sind entweder leicht oder sehr, sehr selten von schwerer/langfristiger Natur.

Und die Impfgegner? Spucken natürlich Gift und Galle. Die „üblichen Verdächtigen“ im englischen Raum sind natürlich nicht begeistert. Age of Autism, eine Webseite, die den verurteilten Betrüger und Studienfälscher Wakefield als Helden feiert, Mike Adams, der Health Ranger, ein guter alter Aidsleugner (und natürlich findet er auch Wakefield und Scientology super) sowie Safeminds, eine Organisation, die die Autismusgeschichte natürlich auch promotet und für die Wissenschaft und Fakten ganz schlimme Dinge sind.

Dieser Impfreport ist eine bittere Pille für die Impfgegner, es wird bestimmt nicht lange dauern, bis sie mit einer hübschen Verschwörungstheorie aufwarten werden… Vielleicht haben ja Aliens den Report gefälscht?

Mehr Details findet man wie immer auch bei Orac von den Scienceblogs, einem Blog, dass man abonnieren sollte. Oder auf Deutsch im Ärzteblatt

Tolzin empfiehlt: Esst mehr rohes Gemüse

3. Juni 2011 7 Kommentare

Dass die EHEC-Epidemie sich vorzüglich dazu eignet, Verschwörungstheorien und krude Meinungen zu deren Ursache in Umlauf zu bringen, hat uns bereits der KOPP-Verlag bewiesen. Auch ein alter Bekannter, Hans Tolzin, konnte zum Thema EHEC einfach nicht schweigen. Seine Weisheiten in Sachen Bakteriologie, Pathologie und Epidemiologie sonderte er in dem für ihn typischen Muster aus Infragestellung der Krankheitsursache und Aufbau einer Verschwörungstheorie über Ärzte, Labors und die Pharmaindustrie ab. Es ist eigentlich nichts Neues: Bakterien sind allesamt nützlich, Krankheiten sind die Folge von Umweltgiften, falscher Ernährung und Medikamenten, Ärzte und Wissenschaftler haben alle keine Ahnung, sind macht- und geldgierig, allein Tolzin weiß alles ganz genau und die böse Pharmaindustrie ist Nutznießer dieser angeblich erfundenen Epidemie. Eigentlich schon langweilig, denn in solchen Tolzin-Pamphleten braucht man einfach nur den Namen der Krankheit und des Erregers auszutauschen, dann passt es auf beinahe fast alles, was Tolzin zu sagen hat. Nur einen Satz müssen wir explizit erwähnen: Tolzin schlussfolgert zielsicher:

Essen sie mehr rohes Gemüse!
Wir empfehlen: Er soll es uns doch bitte vormachen.

Impfgegner und Aids-Leugner – Kreuzzug gegen die Schulmedizin

15. März 2010 9 Kommentare

Ein Artikel aus dem FAZ-NET von Peter-Philipp Schmitt

Liest sich wie ein Streifzug durch Esowatch. Von Andrew Wakefield, Hans U. P. Tolzin, Thiomersal, Garri Rober, Ryke Geerd Hamer, Aids-Leugner, Matthias Rath, Torsten Engelbrecht, Claus Köhnlein, Juliane Sacher und Squalen.

Keine andere sogenannte Impfstudie hat in Europa wohl mehr Schaden angerichtet als die des Briten Andrew Wakefield. Darin behauptete der Mediziner, dass es einen Zusammenhang zwischen der kombinierten Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln bei Kindern und – in der Folge – eine erhöhte Autismusrate gebe. Wakefields Untersuchung, die 1998 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ erschien, brachte Verunsicherung, die Impfbereitschaft sank in vielen Ländern Europas beträchtlich. Bis heute beziehen sich Impfkritiker und -gegner auf die Wakefield-Studie. Ausgerechnet die Dreifach-Impfung, die Kinderärzte einsetzen, um ihren kleinen Patienten zwei Stiche weniger verpassen zu müssen, geriet in Misskredit – und mit ihr gleich alle anderen Impfungen.

Wakefield wurde für seine „Studie“ von impfkritischer Seite bezahlt, er fälschte seine Studienergebnisse, bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für seine Thesen, stattdessen wird sie in etlichen seriösen Untersuchungen auf der ganzen Welt immer wieder widerlegt, und „Lancet“ widerrief den Artikel Wakefields wegen offensichtlich inkorrekter Teile – das alles bleibt in pseudowissenschaftlichen Werken zum Beispiel eines Hans U. P. Tolzin unerwähnt. Tolzin, der nicht etwa Arzt ist, sondern gelernter Molkereifachmann, betreibt die Internetseite www.impfkritik.de und gibt zudem den „Impfreport“ heraus, eine „Zeitschrift für unabhängige Impfaufklärung“.

Hier gehts zum ganzen Artikel.

Wo man Impfgegner treffen kann

8. Januar 2010 3 Kommentare

Als kleines Schmankerl zwischendurch ein Tipp vom Milchwirt, wo man Impfgegener („Gleichgesinnte“) treffen kann:

Es gibt in unserer Nähe mehr solcher Menschen und man kann sie leichter finden, als wir ahnen. Ein Aushang im Bioladen oder dem Wartezimmer des Heilpraktikers meines Vertrauens, eine Kleinanzeige, Kontakt zum nächsten Naturheilverein, dem Waldorfkindergarten oder die Waldorfschule können uns dabei helfen, diese Menschen zu finden. Treffen Sie sich zum Beispiel mit gleichgesinnten Eltern alle vier, sechs oder acht Wochen zu einem Elternstammtisch, und tauschen Sie sich zum Thema Kindergesundheit und Impfungen aus. Sie werden sehen, allein das Wissen, nicht allein zu sein, ist sehr unterstützend.

http://www.impfkritik.de/download/Neujahrsbotschaft2010.pdf
Das ist aus der Neujahrbotschaft vom Hans. Hier kann man ihm sogar mal teilweise zustimmen.
Der Impfgegner ist schon eine interessante Varietät des Homo sapiens:
Die Brutpflege des gemeinen Impfgegners ist für Primaten einzigartig.

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