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Turan Dursun

4. September 2009 3 Kommentare

Heute vor 19 Jahren wurde in Istanbul Turan Dursun ermordet. Wir möchten den heutigen Tag daher nutzen, auf diesen in Deutschland kaum bekannten Märtyrer von Meinungs- und Religionsfreiheit aufmerksam zu machen.

Biographie

Turan Dursun (1934 – 4. September 1990) war ursprünglich ein islamischer Gelehrter als Imam und später als Mufti in der Türkei, ehe er während seiner Studien der monotheistischen Religionen zum Atheisten wurde. Dursun schrieb mehrere Bücher über Religion, die Originalzitate in Arabisch und ihre Übersetzungen und Bedeutungen in Türkisch enthielten. Er war ein ausgesprochener Religionskritiker und wurde häufig von Fundamentalisten bedroht.
Schließlich wurde er vor seiner Wohnung in Istanbul ermordet. Seine Schriften und seine Bibliothek wurden zerstört und ein Islamisches Buch, das Dursun nicht gehörte, wurde auf seinem Bett hinterlassen.

Lebensgeschichte

Dursun wurde in eine religiöse Familie im Şarkışla-Distrikt der Provinz Sivas (eine Stadt in der Osttürkei) geboren. Als eines von acht Kindern erlebte Dursun seine Kindheit ab dem fünften Lebensjahr im Distrikt Tutak der Ağrı-Provinz, als sein Vater beschloss, die Familie dorthin überzusiedeln um den Besitz seines eigenen Vaters zu übernehmen. Turans Vater arbeitete dort als Imam um seine Familie zu unterstützen.
Schon bevor Turan geboren wurde, entschied sein Vater dass er ein „großer religiöser Mann, wie man ihn in Basra oder Al-Kufe noch nie gesehen hat“ werden würde. Deswegen sollte er in islamischen Glaubensschulen studieren, Korankurse belegen und Privatuntericht durch berühmte Lehrer erhalten, wie Sheik Ramazan, Mollah Nadir, Mollah Zahid, Çerkez Hodja und Tahir Efendi, wobei er viele türkische Städte und Dörfer bereiste. Die meisten Privatstunden die er erhielt waren kostenlos.
Dursun bewies einen enorme Willenstärke und Fähigkeit bei seinen Islamstudien, wie man sie bei islamischen geistlichen nicht immer findet. Als er 19 war sprach er fließend kurdisch, tscherkessisch und arabisch, zudem war er ein Ulema (islamischer Gelehrter), ein Gelehrter der Hadith (der islamischen Überlieferung), ein östlicher Ethnologe und ein religiöser Ethnologe. Er betrieb auch ein Studium der Anthropologie.

Die Jahre als Mufti

Nachdem er die entsprechenden Prüfungen bestanden hatte um ein Mufti (islamischer Rechtsgelehrter) zu werden, konnte er diesen Status trotzdem nicht erreichen, da er keinen Schulabschluss hatte. Dursun musste die Schulprüfungen ohne Schulbesuch absolvieren, und tat dies in großer Schnelligkeit. So wurde er 1958 zum Mufti.
In Sivas begann Dursun sich als Mufti der etwas anderen Art zu betätigen. Seine Position ausnützend begann er mit einer Vielzahl von Projekten um das Gebiet und seine Imame weiterzuentwickeln

  • Er organisierte 50 Baumanpflanzungen in verschiedenen Dörfern um Sivas
  • Er erzwang erfolgreich die Umwidmung eines Mufti-Quartiers in ein Krankenhaus
  • Er sammelte Weizen in den Dörfern zur Unterstützung des Krankenhausprojektes
  • Er legte Wert auf die nicht-religiöse Bildung der Imame, durch Kino und Besuch von Konferenzen
  • Er ermöglichte die Ausgabe von Schuldiplomen an Imame durch das Bildungsministerium
  • Er stimmte zu, dass die Imame Mustafa Kemal Atatürk die Ehre erweisen (als erster islamischer Geistlicher) im Gegenzug für Essenspakete des Militärs während einer Reise zu einer Konferenz
  • Er übte Druck auf den Bürgermeister von Sivas aus, sich um die erschöpfte Wasserversorgung zu kümmern

Dursun machte sich viele Freunde und Feinde in Sivas und wurde mehrfach bedroht. Er wurde nach Sinop ins Exil geschickt, in eine, wie er es nannte „heruntergekommene Hütte“. Unterstützung erhielt er von einem Ali Şarapçı, einem Lehrer der gequält und fälschlich als Kommunist bezeichnet wurde, wie Dursun auch.
1966 endete seine Muftikarriere.

Erste atheistische Gedanken

In einem Interview mit Şule Perinçek erinnert sich Dursun an eine der ersten Gelegenheiten wo ihm Zweifel an der Existenz Gottes kamen. Mit elf Jahren verliebte er sich in ein Mädchen namens Safi, deren ältere Schwester Sabo behindert war. Sabo tat Dursun leid, und eines Tages erschien ihm im Traum Gott. Nachdem er ihn schwören lies, dass er nicht zornig werden würde, fragte Dursun Gott warum er die Erde geschaffen hätte, wenn er doch auch den Himmel geschaffen hätte und warum Sabo behindert und Safi wunderschön währe.
In dem gleichen Interview sagt Dursun, dass er immer „kritisch und rebellisch gegen das Konzept eines Gottes“ war, aber der Übergang zum Atheismus entwickelte sich langsam. Dursun entdeckte was er „Mohammeds Überlieferungen“ nannte, als er von den heiligen Büchern erfuhr, die vor dem Koran existierten. Er sagt: „Ich hatte schon vorher Kenntnis des Judentums und des Christentums, aber nur durch islamische Interpretationen. Ich kannte ihre eigenen Quellen nicht. Ich lernte Sie erst ab 1960 kennen.
Dursun begann das Christentum zu erforschen, als geplant wurde, ihn dem Papst als intelektuellen Mufti vorzustellen. Um sich auf dieses Treffen vorzubereiten und um „mit ihm [dem Papst] mit mehr Stärke reden zu können“, studierte Dursun das Christentum aber bemerkte „sofort“ den „Schwindel“, als er sein umfangreiches Wissen des Islam mit christlichen Informationen verglich.
Nachdem er zu negativen Schlussfolgerungen über Religion gekommen war, wurde Dursun „wütend“ dass Mohammed ihm wertvolle Jahre seiner Kindheit und Jugend genommen hatte. Er sagte: „So viele Menschen können ihre Kindheit wegen ihm nicht ausleben. So viele Menschen leiden unter seinen Desastern. So viele Menschen kennen Gut als Böse und Böse als Gut weil Sie denken, die Dunkelheit die er gewählt hat existiert wirklich. Menschliche Gefühle und menschliche Schöpfung haben wegen ihm in vielerlei Hinsicht keinen Fortschritt gemacht.
Dursun war eine zeitlang Theist, ehe er zum Atheisten wurde. Zuerst machte er sich klar „wenn es einen Gott gibt, dann nicht den Mohammeds“. Er begann verschiedene Experimente, um herauszufinden ob Gott wirklich existiert während seines geistigen Kampfes mit ihm. Er studierte Evolution und Anthropologie. Er sagt, seine theistische Phase dauerte „zwei oder drei Jahre“.

Leben als Produzent und Schriftsteller

Nach seiner Entlassung als Mufti, versucht Dursun sich in Istanbul seinen Lebensunterhalt zu verdienen und muss sogar als Müllmann arbeiten. Die Entscheidung, als Mufti aufzuhören war hart, aber Dursun sagte, er hatte das Prinzip „niemals einen Widerspruch zuzulassen zwischen meinem Denken und meinem Handeln“.
Durch einige Freunde, die er sich als gebildeter Mufti gemacht hatte, schaffte er es bei der türkischen Radio und Fernsehanstalt (TRT) unterzukommen, wo er zuerst in der Verwaltung beschäftigt war, ehe er nach einer bestandenen Prüfung auch mit der Produktion in Berührung kam.
Unter anderem hat er „Die Türken in der Geschichte“, „Der Ursprung der Menschheit“ und „Gegen Abend“ (inoffizielle Titelübersetzungen) produziert. Es gibt auch eine Produktion, die nie gesendet werden durfte, „Vor und Nach der ersten großen Nationalversammlung“. Dursun verließ den TRT 1982, nach 16 Jahren Dienst.
Im Jahr 1987 lernte Dursun Doğu Perinçek kennen, einen selbst ernannten sozialistischen Politiker mit stark nationalistischen Untertönen, der das Magazin „2000’e Doğru“ (Auf nach 2000) herausgab. Dursun schrieb für das Magazin eine Kolumne „Din Bilgisi“ (Kenntnis der Religion). Er schrieb auch für andere Publikationen wie Saçak, Teori und Yüzyıl. In den 80gern schrieb er zahllose Bücher, unter anderem seine türkische Übersetzung von Ibn Khalduns Muqqadimah, das sein umfangreiches Wissen über den Islam und die Sprachen des Nahen Ostens zusammenfasste. Diese bereitete den Weg für interne Kritik durch die Massenmedien, vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte des Islam.

Bücher

  • Enzyklopädie des Islam (14 Bände) (Kur’an Ansiklopedisi)
  • Die Quellen der heiligen Bücher (3 Bände) (Kutsal Kitapların Kaynakları)
  • Das ist Religion (4 Bände) (Din Bu)
  • Kulleteyn (Autobiographie seiner Kindheit)
  • Das ist Sharia (Şeriat Böyle)
  • Allah
  • Koran
  • Islam und die Nur Sekte (Müslumanlık ve Nurculuk)
  • Briefe an İlhan Arsel (İlhan Arsel’e Mektuplar)
  • Briefe an die Berühmten (Ünlülere Mektuplar)

Web

(Dieser Beitrag basiert auf dem englischen Wikipediaeintrag http://en.wikipedia.org/wiki/Turan_Dursun

Nächstenliebe vergewaltigt: Gewünschte Hinrichtungen radikal-katholisch im Namen des Herrn?

2. September 2009 26 Kommentare

Wir reden von Religion, wir reden vom Christentum. Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Vergebung und ethisches Handeln in allen Lebenslagen. Dies ist der Codex, den Christen beherzigen und der ihnen auch zugeschrieben wird.

In der Realität sieht es jedoch anders aus, denn unter dem Deckmantel des Christentums tummeln sich radikale Gruppierungen, die, mit Verlaub, eher an diktatorische Regime erinnern als an Verkünder der Botschaft Jesu.

Von unzähligen evangelikalen Strömungen mal abgesehen, findet man auch ein besonders brutales Beispiel in den Reihen der Katholen: Die Anhänger der so genannten Pius-Bruderschaft.

Es ist noch nicht allzu lang her, dass diese Glaubensgemeinschaft durch den Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson in die Schlagzeilen geriet, ansonsten würden sie viele wahrscheinlich gar nicht kennen. Bei einer weltweiten Mitgliederzahl von 600.000 auch nicht verwunderlich.

Aber, selbst wenn es sich nur um eine ganz kleine Minderheit handelt, sollte man diverse Anhänger dieser Bruderschaft unbedingt näher betrachten.

Ein herausragendes Beispiel für die Anschauungen, Werte und Ziele bietet die Internetseite Kreuz.net.

Trotz inhaltlich eindeutiger Stellungnahmen und Sympathien für die Pius-Brüder, bezieht sich das Selbstverständnis diese Seite ganz allgemein auf den katholischen Glauben:

kreuz.net ist die Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind.

Was ist nun so ungewöhnlich und schockierend an ihren Überzeugungen?
Ganz einfach und eindeutig: Alles. Man lese und staune:
– Sie verbreiten Judenhass: http://kreuz.net/article.9697.html

„Die Christen mögen in einem Augenblick umkommen
Bis heute wird in jüdischen Kreisen ein angebliches Gebet verrichtet, das Gott um die Vernichtung und ewige Verdammnis der Kirche bittet. Das 18-Bitten-Gebet ist das jüdische Hauptgebet. Es wird dreimal pro Tag verrichtet.
Die zwölfte Bitte richtet sich gegen die „Abgefallenen und Ketzer“ – insbesondere gegen die Kirche. […]“

– Sie definieren jeglichen Schwangerschaftsabbruch als grausamen Mord:

„[…] Um jeden Widerstand zu beseitigen, benützen die Baby-Völkermörder ähnliche Mittel wie die NS-Völkermörder:
1. Auch im ideologischen Nachfolgestaat des NS-Reiches, der Volks-Tötungs-Demokratie Österreich, wird Morden aus erbgesundheitlichen Gründen bis zur Geburt nicht bestraft.
2. Die obersten Richter der Tötungs-Demokratien betreiben so wie ihre Berufskollegen im Dritten Reich Rechtsbeugung im Sinne der ideologischen Ziele der Herrscher. Sie unterwerfen sich den Forderungen der Tötungs-Ideologen, indem sie sich darauf berufen, daß in Österreich die Kinder-Todesstrafe nach dem Vorbild anderer Länder besteht. […]“

http://kreuz.net/article.9703.html

„[…] Dr. Josef Preßlmayer erkennt: „Wer die an diesem Verbrechen beteiligten Kinderschlächter ehrt, ist selbst ein Verbrecher und macht sich mitschuldig an diesem Baby-Holocaust! […]“

– Sie verdammen den Sexualkundeunterricht in Schulen und sie sprechen Kondomen ihren Nutzen gegen Aids und Geschlechtskrankheiten ab:

„[…] Der Elternverein gibt Beispiele: „So zieht man Kondome über Penisse aus Holz“. „So setzt man ein Diaphragma ein“. Oder: „So hat man Sex“.
Mit solchen Obszönitäten mißbrauchen Schulen im Rheinland acht- und neunjährige Grundschulkinder – empört sich Regine Schwarzhoff vom Elternverein: „Ein absolutes Unding“.
Die Kinder würden „maßlos überfordert“ und „in ihrem Schamempfinden verletzt.“
Minister für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen ist Barbara Sommer (60). Sie ist Mitglied der Abtreibungs- und Homopartei CDU. […]“

http://kreuz.net/article.9741.html

„[…] In Benin haben die zivilen Verantwortlichen schon lange verstanden, daß Kondome keinen Schutz bieten und daß sie falsche Freunde und ein wahrhafter Ausdruck des Leichtsinns sind. Ihre Vorzüge sind zweifelhaft, und ihre Wirksamkeit gleich null. […]
Das Präservativ war wie eine schöne, offene Autobahn, welche die freie und schnelle Ausbreitung des Virus ermöglichte. […]“

– Sie propagieren und befürworten den Exorzismus.

– Sie betreiben eine gnadenlose Hetze gegen Homosexualität:

„[…] Auf dem Video-Portal ‘youtube.com’ ist ein Video zu sehen, das vermutlich von homofaschistischen Aktivisten gedreht wurde.
Es zeigt einen Teil des Straßenterrors von Homo-Radikalen bei einem Aufmarsch von Widernatürlichen in Stuttgart.
Auf dem Video sieht man einen geisteskranken Mann im Frauenkostüm. Er versucht, die Gebetsmahnwache der Piusbruderschaft durch Verbalattacken und Fleischesentblößung zu stören. Ihm springen eine unansehnliche Dame und ein weiterer Sodomist bei. Letzterer ist als Priester verkleidet. […]
Es hat sich nur ein Buchstabe geändert. Was für die NS-Faschisten die SA-Aufmärsche waren, sind für die HS-Faschisten die jährlichen Homo-Aufmärsche. […]
Die Teilnehmerzahlen bei den HS-Aufmärschen leiten sich aus der Tatsache ab, daß es etliche Homo-Aktivisten gibt, die von Aufmarsch zu Aufmarsch pilgern, um eine zahlenmäßige Relevanz der Homo-Perversen vorzugaukeln. […]
In Stuttgart behaupteten Widernatürliche im Vorfeld ihres Homo-Aufmarsches, daß in der Stadt 60.000 Widernatürliche lebten.
Seit dem Tag der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Stuttgart am 15./16. März 1933 ist diese Stadt nie mehr so beleidigt worden. […]
Denn Führer Beck hat vor einigen Jahren längst die Endlösung der Sexfrage ins Visier genommen. Nach der gesellschaftlichen Durchsetzung der Homosexualität möchte er nämlich herangehen und als nächstes die Kinderschänderei legalisieren. […]“

Diese Zitate spiegeln den gesamten Artikel und geben einen sehr deutlichen Einblick in den Hass, der hinter den Äußerungen steht. Die kontinuierliche Verwendung des Nazi-Jargons und entsprechende gezielte Gleichsetzungen mit Homosexuellen sind so unglaublich, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob hier nicht ein Straftatbestand vorliegt, zumindest die totale Verharmlosung des 3. Reiches und damit einhergehend des gesamten Holocausts.

– Weil dies jedoch immer noch nicht reicht, um „Schwule & Lesben“ zu diffamieren, ist man selbstverständlich davon überzeugt, dass Homosexualität heilbar sei:

„[…] Heilung von Homosexualität ist sehr ähnlich wie die Heilung von Alkohol, niedrigem Selbstwertgefühl oder lebenslangen ungesunden Gewohnheiten. […]
Nach und nach erfährt der Klient seine Homosexualität als etwas „Fremdes“.
Er beginnt dann, seine homosexuellen Phantasien als ein Symptom, ein Signal, dafür zu nehmen, daß er wichtige Bereiche seines Gefühlslebens vernachlässigt hat.
Er erkennt, daß gewisse Streßmomente der Auslöser dafür sind, daß er sich wieder von Männern angezogen fühlt besonders sind es Ängste, Einsamkeit, Langeweile, Neid, Versagen und vor allem, wenn er sich von andern Männern erniedrigt fühlt. […]“

http://kreuz.net/article.9291.html

„[…] Das Herauswachsen aus der Homosexualität geschieht durch eine Veränderung in der Identität, die über die Lösung des zugrundeliegenden emotionalen Konfliktes erfolgt. […]“

So, und wen sollte es da zu guter Letzt noch wundern, wenn schon von „zugrundeliegenden emotionalen Konflikten“ die Rede ist, dass man hier gleich noch auf die Germanische Neue Medizin des rechtsradikalen Ryke Geerd Hamer verweist?

Ein Blick in die rechte Spalte von Kreuz.net unter „Leserzeitung“ genügt, denn hier findet sich die Bestätigung. Der Link führt zur Internetpräsenz von Helmut Pilhar, dem Hauptpropagandisten der Germanischen Neuen Medizin.

FAZIT: Eine derartige Ansammlung menschenverachtender und antidemokratischer Tendenzen lassen jeden Ungläubigen und jeden gemäßigten Andersgläubigen erschaudern, auch mit Sicherheit jeden liberalen Christen, der beschämt sein muss, dass sich so etwas Christ und Katholik nennen darf. Kaum auszudenken, wenn diese Leute wirklich könnten, wie sie wollten. Was wäre dann?
Die Todesstrafe für Homosexualität und Frauen und Ärzte, die „abtreiben“?
Ganz so spekulativ scheint dies nicht zu sein, denn der Chef der deutschen Pius-Brüder, Schmidberger, hat sich bereits „vorsichtig“ zum Thema geäußert:

Chef deutscher Pius-Brüder plädiert für Todesstrafe, und nennt Aids eine „Strafe Gottes“

Und das alles, wohl gemerkt, im Namen des Herrn!!!

Piusbruderschaft: Gefährliche Minderheit? Video

Buchempfehlung: Die Reimbibel.

15. Juli 2009 3 Kommentare


Nun hält sich ja EsoWatch aus religiösen Themen eher raus, aber nachdem z.B. 55% aller US-Amerikaner meinen, was in der Bibel stünde, sei wörtlich zu nehmen und die Deutschen bemerkenswert selten in diesem Buch lesen, ist es ein Akt der Aufklärung, die Reimbibel zu empfehlen. Damit ist es wirklich für jeden des Lesens Mächtigen möglich, sich kurz und prägnant – sogar noch mit hohem Unterhaltungswert – ein Bild über den Inhalt der Bibel zu verschaffen. „Reimbibel“ klingt etwas angestaubt und langweilig. Es sei hiermit versichert, dass dies höchstens für den Titel, aber nicht für den Inhalt zutrifft. Wir haben mit dem Autor,

Prof. Wolfgang Klosterhalfen, ein Interview geführt.

EsoWatch: Mögen Sie Wilhelm Busch?

Klosterhalfen: Ich liebe ihn. Er gehörte zu meiner Kindheit und Jugend.

EsoWatch: In welcher Tradition sehen Sie sich? Wilhelm Busch, Walter Moers, …

Klosterhalfen: Meine Vorbilder sind die üblichen Verdächtigen von Goethe und Schiller bis Robert Gernhardt.

EsoWatch: Wer reimt besser und treffender als Sie?

Klosterhalfen: Zum Beispiel Busch und Gernhardt. Die konnten ihre Reime außerdem noch meisterhaft illustrieren und hätten theoretisch wunderbare Reimbibeln abliefern können.
Ich glaube aber nicht, dass sie jemals mit dem Gedanken gespielt haben, sich das anzutun.

EsoWatch: Wie meinen Sie das?

Klosterhalfen: Wenn man eng am Bibeltext bleiben will, was ich versucht habe, ist man künstlerisch sehr eingeschränkt. Der Inhalt ist ja genau vorgegeben. Und selbst bei der Wortwahl bleibt oft nicht viel Spielraum, zumal sich die Zeilen auch noch reimen sollen.

EsoWatch: Wann kamen Sie auf die Idee, eine Bibel in Reimen zu schreiben? Das ist doch ein etwas ungewöhnlicher Einfall.

Klosterhalfen: Der Vorsitzende eines kapitalstarken, weltweiten Kirchenkonzerns mit etwa einer Milliarde Kunden, der vom deutschen Staat jährlich mit einigen Milliarden Euro subventioniert wird, hat im Mai 2006 in Auschwitz behauptet, „eine Schar von Verbrechern“ habe das deutsche Volk „gebraucht und mißbraucht“. Diese skandalöse „Entnazifizierung“ von Volk und Kirche und der verlogene Slogan „deus caritas est“ haben zu „Josephs Legenden“, meinem ersten antiklerikalen Gedicht geführt.
In diesem Zusammenhang fing ich an, die Bibel zu lesen und war (und bin weiterhin) entsetzt über deren grauenvolle Inhalte und über die Diskrepanz zwischen dem was dort steht und dem was von Berufschristen gepredigt wird. Von den Deutschen ab 16 Jahren lesen nur vier Prozent häufig in der Bibel. Ich möchte daher mit meiner kritisch kommentierten Reimbibel dazu beitragen, dass mehr Menschen zur Kenntnis nehmen, was tatsächlich in der Bibel steht, und wie stark und umfangreich die Kritik an Bibel, christlichem Glauben und Kirche ist. Wie wichtig eine solche Aufklärung ist, zeigt das Beispiel Irland, wo die Meinungsfreiheit gerade durch ein mittelalterliches Blasphemie-Gesetz eingeschränkt worden ist. Wenn genug Gläubige sich hinreichend stark verletzt fühlen, dürfen Wohnungen durchsucht werden und dem Gotteslästerer, Religions- oder Kirchenkritiker droht eine Geldstrafe bis 25.000 Euro.

EsoWatch: Wie erklären Sie sich, dass Tausende von Theologen es ausgerechnet Ihnen überlassen haben, die erste Reimbibel seit dem Mittelalter anzufertigen?

Klosterhalfen: An mangelnder Intelligenz oder fehlendem Fleiß lag es nicht. Man hat vermutlich erkannt, dass es nicht opportun ist, all den widerwärtigen und widersprüchlichen Unsinn (Ausnahmen bestätigen die Regel) in leicht lesbarer Form zu präsentieren und sich daher auf einzelne Bibelgeschichten beschränkt und diese geschönt dargestellt.

EsoWatch: Was stört Sie am meisten am Christentum?

Klosterhalfen: Die religiöse Gehirnwäsche (mit Drohungen, Versprechungen, ständigen Wiederholungen von Behauptungen) bei wehrlosen Kindern und bei Jugendlichen durch Autoritäts- und Vertrauenspersonen. (Vorwort zur Reimbibel)
Die damit verbundene Gewöhnung, nicht bewiesene und nicht nachprüfbare Behauptungen als Wahrheiten zu akzeptieren: Religion ist die Mutter aller Esoterik.
Die gerade in letzter Zeit in vielen Variationen geäußerte, unverschämte Behauptung, Ungläubige seien moralisch minderwertig, z.B. „Moral braucht Gott“; „Der Humanismus, der Gott ausschließt, ist ein unmenschlicher Humanismus.“ (Enzyklika „Caritas et Veritate“, 29.7.2009). Die Verlogenheit der Kirchen: Umgang mit der Bibel und der Kirchengeschichte; Vortäuschen von Frömmigkeit; Kontrolle des Arbeitsmarkts im sozialen Bereich; Etikettenschwindel bei kirchlichen Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Caritas, Diakonie und Misereor, die nur zu einem geringen Teil aus Kirchensteuern finanziert werden.
Dass man immer noch an diesem elaborierten Wahnsystem festhält, in dem studierte Ebenbilder Gottes weniger versierten Ebenbildern Gottes gegen erhebliche Gebühren Logenplätze im Himmel vermitteln.

EsoWatch: Für wen haben Sie Ihr Buch geschrieben?

Klosterhalfen: Zunächst einmal für mich selbst, um meinem Ärger auf sozial akzeptable Art Ausdruck zu verleihen. Ansonsten für alle Menschen, die von der Bibel und von den Machenschaften der Kirchen so wenig Ahnung haben wie ich vor noch etwa drei Jahren. Und das dürfte die große Mehrheit der deutschsprachigen Bevölkerung sein. Ich nehme aber an, dass nur ohnehin ungläubige oder schon stark am Glauben zweifelnde Menschen meine Bibel mögen werden. Vielleicht werden Pfarrer/inn/en und weitere irdische Sprecher/inn/en des Herrn einzelne Gedichte für ihre religiösen Verdummungsveranstaltungen nutzen. Mit gefällt dabei der Gedanke, die Reimbibel könnte zu einem trojanischen Pferd werden. Im Grunde gehört die Reimbibel in jeden jüdischen, christlichen und säkularen Haushalt, in dem Deutsch gesprochen wird 😉 .

EsoWatch: Gibt es eine englischsprachige Reimbibel?

Klosterhalfen: Meines Wissens nicht. Ich hoffe sehr, dass es bald auch englische, französische, spanische usw. Reimbibeln geben wird.

EsoWatch: Warum haben Sie Ihr Buch bei BoD veröffentlicht?

Klosterhalfen: Weil es schnell geht, das finanzielle Risiko gering ist und mich eine verbesserte Neuauflage nur 39 Euro kostet. Wer nicht schon bekannt ist oder gute Beziehungen hat, hat bei großen Verlagen praktisch keine Chance. Ich hatte wenig Lust zu antichambrieren. Lektor/inn/en renommierter Verlage, die von meinem Opus begeistert sind, dürfen sich aber jederzeit bei mir melden 😉 .

Herr Klosterhalfen, vielen Dank für das Interview!

Weiteres zur Reimbibel
Zu kaufen hier.

Das 4. Gebot

19. Februar 2009 21 Kommentare

Scheint für die Piusbruderschaft von enormer Bedeutung zu sein:

Deshalb weisen wir die Schülerinnen in ihre Schranken, wenn sie uns frech kritisieren oder sich mit uns auf eine Stufe stellen. Die so genannte antiautoritäre Erziehung hat es ja erreicht, dass die Kinder heute den Respekt vor den Älteren verloren haben, weil sie von ihren Lehrern systematisch angewiesen worden sind, die Fehler ihrer Eltern und Lehrer bewusst zu machen und zu kritisieren. Dies verstößt massiv gegen das 4. Gebot.

Aber nicht, dass das genügen würde, wo kämen wir denn hin, wenn Kinder einmal im Recht wären und Erwachsene das zugeben müssten, Eltern sind Stellvertreter Gottes und üben dessen Macht aus!

Der Auftrag zu lehren und zu erziehen, ist uns von Gott gegeben. Wir sind – wie die Eltern – Stellvertreter Gottes und von den Schülerinnen als solche zu achten.

Damit ist es dann aber auch noch nicht genug:

Ehrfurcht, Respekt und Achtung erfordern das Bewusstsein der Unterordnung und Eingliederung, das Wissen darum, dass Gerechtigkeit eben nicht meint: „Jedem dasselbe“, sondern: „Jedem das Seine.“


Mehr Erziehungstipps gibt es hier.

Obergeil!

27. Oktober 2008 6 Kommentare

Das ist doch mal ein Angebot!
Tim Minchin packt auf die James-Randi-Wette noch ein Piano, ein Bein und seine Frau obendrauf:

If You Open Your Mind Too Much, Your Brain Will Fall Out (Take My Wife)

If anyone can show me one example in the history of the world of a single
Psychic who has been able to prove under reasonable experimental conditions that they are able to read minds

And if anyone can show me one example in the history of the world of a single
Astrologer who has been able to prove under reasonable experimental conditions that they can predict future events by interpreting celestial signs

And if anyone can show me one example in the history of the world of a single
Homeopathic Practitioner who has been able to prove under reasonable experimental conditions that solutions made of infinitely tiny particles of good stuff dissolved repeatedly into relatively huge quantities of water has a consistently higher medicinal value than a similarly administered placebo

And if anyone can show me one example in the history of the world of a single
spiritual person who has been able to prove either logically or empirically the existence of a higher power that has any consciousness or interest in the human race or ability to punish or reward humans for there moral choices or that there is any reason – other than fear – to believe in any version of an afterlife

I will give you my piano, one of my legs, and my wife

If You Open Your Mind Too Much, Your Brain Will Fall Out (Take My Wife)

Ganz großes Kino! Er hat noch ein paar andere lustige Sachen auf Lager, also ruhig mal weiterstöbern.

co

Nachtcafé

11. Oktober 2008 23 Kommentare

Macht „Volks“musik dumm oder machen nur Dumme „Volks“musik? Um solche Fragen ging es gestern im Nachtcafé des SWR mit dem genialen Wieland Backes, der sich so stark zurückhalten kann, dass man am Schluß eine eigene Meinung generell als irgendwie unanständig empfindet.

Ok, war nur ein Scherz, die Sendung hieß: Glaube und Religion – reiner Selbstbetrug?

Man hätte sich einige Kosten sparen können, wenn man in dieser Zeit einfach nur ein Schild mit „JA!“ eingeblendet hätte.

Ganz traurig war das psychologische Schnittmuster der anwesenden Gläubigen: Ich glaube, weil ich überzeugt bin. Und weil ich überzeugt bin, glaube ich. Und wenn mir was ganz Schlimmes passiert, ist das eine Prüfung Gottes. Beim Gutem natürlich seine Fügung.

Sehr schön zu beobachten war, wie diese Zirkelschlüsse jenseits aller vergleichbarer Intelligenz bei Gläubigen ablaufen: Wer eher dumm ist, kreist mit wenigen Worten um die Mitte, die Wortmächtigeren können mit ihren Äußerungen ganze Planetenkreisbahnen füllen. Aber alle laufen sie im Kreis. Und wenn einer von außen sagt: „He, du läufst ja dauernd im Kreis!“ kommt ein mitleidiges Lächeln, dass man eben keinen Zugang zum Kreis hätte.

Herausragend war nur einer: Beda M. Stadler, der Schweizer Professor für Immunologie an der Uni Bern und inzwischen ein recht bekannter Polemiker, vor allem aber ein klassischer Humanist, der gegen Scharlatan und Eso-Schrott seine Stimme erhebt. Er hat sich dankenswerter weise dazu hergegeben, in dieser Sendung aufzutreten. Er war der Einzige, der fröhlich und frei verkündete, dass, wer an Gott glaubt, an einer Wahnvorstellung leidet. Damit wäre eigentlich auch schon alles gesagt gewesen, was zu sagen wichtig war. Sowas geht aber nur, wenn es keine Gäste gibt, aber die gab es. Stadler bekam vom Publikum nie Applaus, obwohl er am Besten formulierte, am schärfsten dachte und vor allem glaubwürdig das humanistische Menschenbild vertrat. Dass keiner der Zuschauer die Eier in der Hose hatte, mal gegen den Esodunst nur mal kurz zur humanistischen Sichtweise zu applaudieren, war schon verblüffend bzw. eher erschreckend.

Extrem peinlich war Angela Wiedl, ein sogenannter „Volksmusik“-Star. Ihre Begründungen drehten sich im Ein-Satz-Kreis. Und sie glaubt an Gott, weil ihr Kind mit 5 Jahren gestorben ist. GDas muss ein ganz toller Gott sein.

Beachtenswert war auch Ulrich Schnabel. Er nennt sich Wissenschaftsjournalist, wurde aber von der Postmoderne dermaßen überrollt, dass er nur noch Plattes von sich geben konnte. Ein sowohl-als-auch-Künstler. Ein unglaublich intelligenter Kerl. Er hat gemerkt, dass man mit sowohl-als-auch Nichts mit viel Worten sagen, und damit die Kreisbahn der Gläubigen abstrahieren kann und sich sogar noch die Laufrichtung offen lässt. Clever!

Woodoo-Hütchen.

6. Oktober 2008 15 Kommentare

Soll uns niemand vorwerfen, wir wären einseitig. Heute meinte der Oberhütchenträger der katholischen Kirche – auch bekannt als Papst Benedikt – anlässlich der Finanzkrise, Geld wäre nicht alles:

„Wir sehen jetzt durch den Zusammenbruch der großen Banken, dass Geld einfach verschwindet, dass es nichts bedeutet, und dass alle Dinge, die uns so wichtig erscheinen, in Wirklichkeit zweitrangig sind“

Der Link dazu hier.
Angesichts des unvorstellbaren Reichtums der katholischen Kirche, der römischen Hütchenspieler, wirkt das geradezu obszön. Man denke nur an Mutter Theresa, welche die reichlich sprudelnden Spendengelder nicht etwa vor Ort sinnvoll eingesetzt, sondern fleißig nach Rom überwiesen hat.

Es ist ein alter Hut: Wer Geld hat, für den ist es unwichtig. Wer keines hat, hat ein grundsätzliches existentielles Problem, es sei denn, er ist zufällig ein im Dschungel lebender Indianer.

Im weiteren Text beruft er sich auf das „Wort Gottes“, welches die einzige Wahrheit sei. Und tatsächlich, darin steht geschrieben: „Wer hat, dem wird gegeben“. Man kann dem Mann nur wünschen, mal ohne Bedienstete, die ihm vorn und hinten alles reinschieben, ohne Geld und Mütze mal ein paar Wochen in Zentralafrika zu verbringen. Oder alternativ am Münchener Hauptbahnhof anonym und ohne Geld ausgesetzt zu werden.

Woodoo-Socken.

5. Oktober 2008 12 Kommentare

Der menschliche Erfindergeist ist immer wieder verblüffend, vor allem, wenn er unter der Fuchtel der Irrationalität steht. Die Prämisse wird niemals hinterfragt, die ganze Kreativität richtet sich nach dieser Vorgabe aus. So z.B. bei den Wudu-Socken für die moderne Muslima von heute. Nach Ansicht der Islamgeleerten sollen sich Frauen in der Öffentlichkeit entpersonifizieren, indem sie sich Säcke überstülpen und zusätzlich andere Tarnmethoden anwenden sollen. Man ist auch der Ansicht, dass der Anblick eines weiblichen Knöchels männliche Teilnehmer unter den Islamgläubigen zur unkontrollierten Raserei bringen kann.

Weil also die moderne Muslima von heute auch mal gerne barfuß im Sand laufen will, gibt es die Wudu-Socke. Die hat vorne einen Schlitz, und damit kann man die Socke von unten her über den Fuß ziehen. Offenbar gibt es diesbezüglich kein Verbot im Koran. Aber man soll sich darüber nicht lustig machen. Bei uns sind neckische Frauen auch erst kürzlich darauf gekommen, sich einen Schlitz ins Kleid zu machen. Insofern ist das für die moderne Muslima von heute ein großer Schlitz nach vorn.

Leider ist bisher keiner der Geleerten dieser Religionen der Welt darauf gekommen, dass man sich zur Erlösung ins Knie schießen muss. Kleine Knieschußapparate wären für Deutschland ideale Maschinchen, für die sich schwäbische Tüftler sicher was Geniales einfallen ließen. Das wäre der Exportschlager schlechthin.

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„Religioten“

28. August 2008 22 Kommentare

Nicht nur Anthroposophen und Playmates schaffen es, leicht verhinderbare, schwere Erkrankungen wieder zum Blühen zu bringen, sondern auch bestimmte religiöse Idioten. Wie der Spiegel hier berichtet, sind in Chilliwack in der Nähe Vancouvers seit Februar 119 Fälle von Mumps und 70 Verdachtsfälle aufgetreten. Religiöse Idioten sind dort der Ansicht, dass man Gott nicht mit Impfungen ins Handwerk pfuschen soll. Nun steht es jedem frei, auch auf dämlichste Art, sich zu schädigen oder umzubringen, solange er andere damit nicht reinzieht. Leider sind aber hier wieder mal hauptsächlich Kinder die Leidtragenden, denen man sicher nicht vorwerfen kann, idiotische Eltern zu haben. Mumps, oder auch Ziegenpeter, ist eine sehr schmerzhafte Entzündung der Speicheldrüsen. Es wird durch Viren ausgelöst. Ein spezifisches Medikament zur Behandlung der Krankheit existiert nicht. Da hilft nur noch Beten, anscheinend das Einzige, was diese kaltherzigen Kinderquäler können. Die möglichen Komplikationen sind grausam: Sie reichen von dauerhafter Unfruchtbarkeit über Verblödung durch Hirnentzündung bis zu Taubheit.

Irre: Morddrohungen wegen entführter Hostie

12. Juli 2008 8 Kommentare

Und das scheint weder Fake noch Satire zu sein: Hier.